CSD Dresden legt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein! Star-DJ soll auftreten

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Dresden - Der CSD Dresden ist seit Langem eines der größten Straßenfeste in Sachsen. Doch in diesem Jahr stand er bislang unter keinem guten Stern. Die Organisatoren rechnen trotzdem damit, dass die wichtige Veranstaltung für queere Menschen und ihre Unterstützer stattfinden wird – und haben einiges geplant.

Der CSD Dresden findet in diesem Jahr zum 33. Mal statt.
Der CSD Dresden findet in diesem Jahr zum 33. Mal statt.  © DPA/Robert Michael

Die Landesdirektion Dresden und das Verwaltungsgericht hatten dem politischen Straßenfest abgesprochen, eine genehmigungsfreie Versammlung zu sein – es drohten horrende Kosten sowie damit einhergehend gar eine Absage.

Das Rathaus um OB Dirk Hilbert (54, FDP) kündigte Unterstützung an. Marc Dietzschkau vom CSD Dresden betonte am Wochenende gegenüber TAG24: "Wir gehen davon aus, dass die Landeshauptstadt Dresden nicht für eine CSD-Absage verantwortlich sein möchte."

Man habe mittlerweile Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts eingereicht. Außerdem sei bei der Landeshauptstadt eine konkretisierte Versammlung für Donnerstag, Freitag und Samstag (4., 5. und 6. Juni) angezeigt worden.

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Nun rechnen die Organisatoren damit, dass der CSD durch die "konkretisierte Anmeldung" im gewohnten Umfang stattfinden wird – als Mischung aus Straßenfest und politischer Veranstaltung.

Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden e.V., erklärte dazu: "Der Christopher Street Day war nie einfach nur Unterhaltung. Pride beginnt mit Protest, mit Sichtbarkeit und mit dem Einsatz für gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe. Sichtbarkeit einer Minderheit ist politisch – gerade in Zeiten, in denen queere Menschen wieder verstärkt Anfeindungen erleben. Deshalb bleibt der CSD ein Ort für Demokratie, Solidarität und eine offene Gesellschaft."

Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden e.V. (Archivfoto)
Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden e.V. (Archivfoto)  © Norbert Neumann
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Auch im vergangenen Jahr war der Christopher Street Day in der sächsischen Landeshauptstadt gut besucht.
Auch im vergangenen Jahr war der Christopher Street Day in der sächsischen Landeshauptstadt gut besucht.  © Eric Münch

CSD in Dresden: Star-DJ Felix Jaehn als krönender Abschluss

Felix Jaehn (31) soll kommenden Samstag auf der Bühne stehen.
Felix Jaehn (31) soll kommenden Samstag auf der Bühne stehen.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen

Donnerstag und Freitag ist auf dem Altmarkt eine Mahnwache von 9 bis 15 Uhr geplant, am Sonnabend von 9 bis 11 Uhr. Außerdem wird es an den Tagen immer wieder Kundgebungen in der Innenstadt geben.

Es werden unter anderem die Queerbeauftragte der Bundesregierung Sophie Koch (32, SPD), die stellvertretende sächsische Ministerpräsidentin Petra Köpping (66, SPD), Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter aus Zivilgesellschaft und LGBTQ+-Community in Dresden erwartet.

Den Höhepunkt der CSD-Tage soll der Samstag bilden, an dem das politische Straßenfest ab 10 Uhr auf dem Altmarkt starten soll. "Die große CSD-Demonstration beginnt um 12 Uhr am Altmarkt und führt durch die Dresdner Innenstadt und Neustadt. Geplant sind Zwischenkundgebungen am Alaunplatz sowie am Terrassenufer", heißt es vom Veranstalter.

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Der krönende Abschluss: ein Auftritt des mit mehr als 200 Gold-, Platin- und Diamantauszeichnungen gefeierten deutschen Star-DJs Felix Jaehn (31) am Samstagabend. "Jeden Tag, den ich lebe, möchte ich mir selbst treu sein. Zu mir stehen. Frei sein. Dafür gehe ich auf die Straße. Dafür spiele ich beim CSD", sagte Felix Jaehn im Vorfeld seines Sets in Dresden. Jaehn hatte sich 2024 als non-binär geoutet.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Eric Münch, dpa/Britta Pedersen

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