Ordnungsamt hat schon resigniert: Bade-Ärger am Stausee Oberwartha

Dresden - Am Oberwarthaer Stausee trifft Sommeridylle auf klare Verbote - und viele ignorieren sie einfach. Wo eigentlich ein Betretungs- und Badeverbot gilt, tummeln sich an heißen Tagen dennoch viele im Wasser.

Sogar mit Stand-up-Paddle-Board sind die Leute unterwegs.  © Ove Landgraf

Offiziell ist die Lage eindeutig. "Das Baden am Stausee Oberwartha ist ganzjährig verboten", stellt die Stadt klar. Schilder rund um das Gelände weisen darauf hin, zusätzlich handelt es sich um ein Landschaftsschutzgebiet und Betriebsgelände der Vattenfall Wasserkraft.

Der Betreiber macht die Regeln noch schärfer. Die Vattenfall Wasserkraft warnt: "Das Baden im Oberbecken ist verboten", aktuell erst recht, da Bauarbeiten laufen.

Eine schwimmende Plattform für Bohrungen sei im Wasser, "das Betreten ist strengstens untersagt". Die Konsequenzen sind klar: "Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht", heißt es.

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Trotzdem bleibt der See ein Hotspot. Ein Anwohner beschreibt die Lage frustriert: "Es wird gebadet, im Landschaftsschutzgebiet gegrillt und überall geparkt – das Ordnungsamt sieht man kaum." Besonders an Wochenenden und ab dem späten Nachmittag sei die Situation kaum im Griff.

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Viele Dresdner baden hier schon seit vielen Jahren. Der Betreiber des Sees duldet es mehr oder weniger.  © Ove Landgraf
Das Schild übersehen wohl einige dann doch.  © Ove Landgraf

Die Stadt räumt die Problematik ein: "Das Problem ist bekannt", dennoch könne die Verwaltungsstelle Cossebaude nur begrenzt kontrollieren. Besonders außerhalb der Öffnungszeiten seien Kontrollen kaum möglich.

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