Dresden - Protestaktion im Stadtrat. Kurz nach Beginn der Sitzung im Dresdner Rathaus am Donnerstagnachmittag störten rund ein Dutzend Aktivisten von der Besuchertribüne aus lautstark das Geschehen.
Dazu hissten sie Banner ("Defend Kurdistan") und warfen Flugblätter in den Saal hinunter.
Darin thematisieren sie Angriffe der Übergangsregierung in Syrien und verbündeter, teils islamistischer Milizen auf kurdische Gebiete, insbesondere in der Region Rojava (Nordostsyrien), die (noch) unter Selbstverwaltung steht.
"Einstehen für Menschlichkeit. Humanitäre Katastrophe in Rojava verhindern", lautet die Kernbotschaft auf den Papieren.
OB Dirk Hilbert (54, FDP) verwies die Störer nach wenigen Sekunden des Saales, schaltete den Wachdienst des Rathauses ein, der sie nach draußen führte.
"Für solche Aktionen habe ich null Respekt, das ist kein Beitrag für die Demokratie", sagte Hilbert abschließend, verwies auf das Recht, Demonstrationen ordnungsgemäß anzumelden. Kurz darauf konnte die Sitzung fortgesetzt werden.