Dresden - Zensur-Streit im Stadtrat: Nachdem die Verwaltung ein Bild des Satire-Politikers Max Aschenbach (40, Die PARTEI) von der PVP-Fraktion für dessen kritische Präsentation heimlich verändert und ihn damit bloßgestellt hatte, waren viele Räte auf die Reaktion von OB Dirk Hilbert (54, FDP) gespannt.
So hatte etwa die SPD der Verwaltungsspitze geraten, einen Fehler einzuräumen und höflich um Entschuldigung zu bitten. Doch Hilbert war gar nicht anwesend, weilte beim Deutschen Städtetag in Düsseldorf.
Sein Stellvertreter, der Erste Bürgermeister Jan Donhauser (56, CDU), musste einspringen und wollte nach eigener Aussage ein "deutliches Statement" setzen.
"Die Angelegenheit, was die - ich sage mal in Anführungsstrichen - Zensierung angeht, war nicht in Ordnung. Das wird auch nicht wieder vorkommen", sagte Donhauser und übergab das Wort an Aschenbach.
"Ich bin mir nicht sicher, was das war, aber dann bin ich ja beruhigt", entgegnete er.
Die eigentliche Debatte war mit diesem Versuch einer Entschuldigung beziehungsweise dem Eingeständnis eines Fehlers auch schnell beendet.