Dresden - Sollte Social Media für Kinder verboten werden? Diese Frage wird seit Wochen heiß diskutiert, auf dem Bundesparteitag am Wochenende votierte die CDU schon für ein Verbot. Jetzt mischt sich Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) ein. Seine Haltung ist klar.
Im Gespräch mit TAG24 bezieht er Stellung: "Ein Verbot finde ich absolut richtig. Social Media lenkt ab, da wird Unfug mit getrieben. Kinder werden zu unmöglichen Sachen verführt." Etwa zu gefährlichen TikTok-Trends oder Mobbing.
"Unsere Jugend würde vom Verbot profitieren. Sie könnte sich auf das konzentrieren, was wichtig ist, wie Schule oder Sport", ist Donhauser überzeugt.
Er plädiert für ein Verbot für alle bis 16 Jahre.
Nur was der Bürgermeister gut findet, sieht man auf Dresdner Schulhöfen mit gemischten Gefühlen.
Gymnasiast Max Andrè Haller (18) kommt als Stadtschülersprecher mit Jugendlichen ins Gespräch, die vom Verbot betroffen wären. Schon in den unteren Klassen spielt Social Media eine Rolle, weiß er.
"Ein konkretes Verbot lehnen viele ab. Doch sie kennen auch die Gefahren."
Zehntausende Schüler wären von Social-Media-Verbot betroffen
Darunter Vereinsamung, psychische Probleme oder Schikanen.
"Social Media verbreitet Schönheitsideale und befeuert materielle Vergleiche. Für Mobbing spielt das eine Rolle, auch in Dresden", meint der Schülersprecher.
Forderungen danach, den Konsum für Jüngere einzuschränken? Findet er gut - aber nicht bis zum Alter von 16.
An manchen Schulen gibt es schon jetzt Handyverbote in den Pausen. Doch ein Social-Media-Verbot ginge weit über den Schulalltag hinaus.
Zehntausende junge Dresdner wären betroffen.