"Übereifer ist keine Tugend, sondern peinlich": Ein Kommentar zum Klimaschutz-Konzept

Dresden - Im März will der Stadtrat über ein Konzept zum Klimaschutz entscheiden, das vor allem ein Symbol ist. Machen wir uns ehrlich: Ist die vorzeitige Klimaneutralität Dresdens bis zum Jahr 2040 realistisch? Ein Bundesgesetz gibt 2045 als Zielmarke vor - sportlich genug. Dresden will noch schneller sein.

Diese Stadträte wollen die Klimaziele kippen: Robert Reschke (40, TZ), Veit Böhm (60, CDU) und Jens-Uwe Zastrow (50, FDP, v.l.).
Diese Stadträte wollen die Klimaziele kippen: Robert Reschke (40, TZ), Veit Böhm (60, CDU) und Jens-Uwe Zastrow (50, FDP, v.l.).  © Norbert Neumann

Übereifer ist keine Tugend, sondern peinlich. Natürlich gibt es den Klimawandel, und es ist richtig, effizienter zu heizen und moderne Technik zu nutzen.

Aber ohne Details zu Rahmenbedingungen und Kosten für den radikalen Umbau der Energieinfrastruktur bleibt das Konzept Wunschdenken.

Energieverschwendung ist, sich an Ideen festzuklammern, deren Umsetzung extrem unrealistisch ist. Besser, man geht Maßnahme für Maßnahme vor.

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Doch natürlich liefe die Stadt dann Gefahr, sich weniger selbstgefällig auf die Schultern klopfen zu können.

Dresden schwimmt ebenso wenig wie seine Einwohner in Geld. Würde der Strom mit dem Klimakonzept deutlich teurer werden, wären mehr Frust und Politikverdrossenheit die Folge - nicht die Rettung der Welt. Leider ...

Titelfoto: Norbert Neumann

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