Endlos-Zoff ums Narrenhäusel: Baubürgermeister sieht Investor in der Pflicht

Dresden - Eigentlich ist der Wiederaufbau des Narrenhäusels längst beschlossene Sache. Wann die ersten Bagger rollen, ist aber weiter ungewiss.

Im wiederaufgebauten Narrenhäusel sollen einmal Ferienwohnungen entstehen.
Im wiederaufgebauten Narrenhäusel sollen einmal Ferienwohnungen entstehen.  © Wettbewerbsbeitrag Martin Trux, Trux Architekten Dresden / Visualisierung: Andreas Hummel, arte4d

Während Investor Frank Wießner (47) dafür die Stadtverwaltung mit ihren bürokratischen Hürden verantwortlich macht, sieht Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) den Investor in der Pflicht.

"Wir sind engagiert und wollen das Projekt keinesfalls verhindern", sagt Kühn. "Wir können aber keine Extrawurst braten."

Heißt: Wießner muss wie alle anderen Bauherren die Bestimmungen einhalten und die geforderten Unterlagen liefern.

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Letztere seien aber teilweise noch unvollständig. So fehle beispielsweise der Freiflächenplan, worüber Wießner bereits im August 2020 informiert worden sei.

Während auch für den Lärmschutz während der Filmnächte noch nach einer Lösung gesucht werden muss, scheint sie für die Erschließung des Grundstücks gefunden worden zu sein.

Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) sagt, der Investor müsse liefern.
Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) sagt, der Investor müsse liefern.  © Petra Hornig

Statt über die Wiesentorstraße und ein Grundstück des Bundes, was mit hohen Kosten verbunden wäre, könnte die als Zwischenlösung über ein Grundstück der Stadt zur Köpckestraße erfolgen.

Auch sonst ist der Baubürgermeister optimistisch: "Ich denke, wir kriegen alles gelöst."

Titelfoto: Bildmontage: Wettbewerbsbeitrag Martin Trux, Trux Architekten Dresden / Visualisierung: Andreas Hummel, arte4d/Petra Hornig

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