Dresden - Bekommt die Innenstadt bald einen ganz besonderen Trinkwasserbrunnen? Das Stadtbezirksamt Altstadt erwägt die Anschaffung eines Brunnens mit Nebeldüsen, um Passanten bei Hitze zu erfrischen.
Bislang gibt es in Dresden elf Trinkwasserbrunnen, von April bis Oktober dürfen Durstige hieraus trinken oder ihre Wasserflasche auffüllen. Doch ein Modell, das Passanten auch noch mit einem Wasser-Sprühnebel abkühlt, wäre neu.
Für die Altstadt steht ein solcher Brunnen jetzt erstmals zur Debatte - er könnte als Pilotprojekt von Juni bis Mitte September auf der Seestraße aufgestellt werden. Der Stadtbezirksbeirat muss darüber noch abstimmen.
Bezirksamtsleiter André Barth (59) argumentiert: Die dicht bebaute und wenig begrünte Innenstadt sei im Sommer völlig überwärmt.
Ein Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen leiste "einen sinnvollen Mehrwert sowie unmittelbaren Beitrag zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität".
Folgekosten kämen noch dazu
Zudem könne er für Themen wie "Klimaanpassung, Trinkwasserversorgung und urbane Hitzeminderung" sensibilisieren. Einziger Haken sind die Kosten.
Das Amt rechnet mit insgesamt 14.200 Euro für drei Monate Laufzeit, der Großteil käme vom Stadtbezirk.
Beirat Bruno Felgentreu (29, CDU): "Das Projekt klingt erst mal gut, wir müssen aber auf die Finanzierbarkeit achten."
Denn sollte der Brunnen dauerhaft stehen bleiben, würden auch laufende Wartungskosten anfallen.