Rathaus legt sich mit Domina an und verbrennt sich die Finger

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Dresden - Peitschen-, Fessel- und Knebelspiele: Mit ihrem Dresdner Sado-Maso-Studio im Dresdner Westen hat sich Domina Syonera von Styx (45) in den vergangenen 25 Jahren international einen Namen gemacht. Als die umtriebige Unternehmerin ihr Geschäft um einen Miet-Club für Events im Gewerbegebiet zwischen Budapester Straße und den Bahngleisen erweitern wollte, wurde es dem Rathaus zu heiß ...

Die Fetischpartys, die eventuell einmal stattfinden sollen, haben mit Rotlicht nichts zu tun, sagt die Domina.
Die Fetischpartys, die eventuell einmal stattfinden sollen, haben mit Rotlicht nichts zu tun, sagt die Domina.  © Imago / D. Helmerich

Aus Angst vor einem ausufernden Rotlicht-Viertel (es gibt in dem Areal bereits zwei Bordelle) wurden per Bebauungsplan weitere "Gewerbebetriebe, die sexuelle oder erotische Dienstleistungen jeder Art anbieten", verboten.

Zu Unrecht, wie jetzt das Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschied.

Die Domina hatte geklagt, obwohl sie nach eigenen Angaben in der Immobilie weder ein Bordell noch ein Domina-Studio betreiben wolle: "Wir wollen uns die Option offenhalten, in den Spielräumen im Obergeschoss vielleicht Fetischpartys zu veranstalten. Das hat mit Rotlicht nichts zu tun."

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Doch die Vorstellung, dass sich in dem Gewerbegebiet Feiernde in Lack und Leder treffen, ist dem Rathaus wohl trotzdem zu heiß.

Dabei wären diese von außen nicht einmal zu sehen. Stichwort: Diskretion. "Da legen auch die Gäste Wert drauf."

Im Rathaus befürchtet man ein Rotlicht-Viertel und will lieber Technologieunternehmen ansiedeln.
Im Rathaus befürchtet man ein Rotlicht-Viertel und will lieber Technologieunternehmen ansiedeln.  © Thomas Türpe
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Domina Syonera von Styx (45) hat gegen die Stadt geklagt und gewonnen.
Domina Syonera von Styx (45) hat gegen die Stadt geklagt und gewonnen.  © privat

Sachsens oberste Verwaltungsrichter lassen keine Revision gegen das Urteil zu

Für das Viertel zwischen Budapester Straße und den Bahngleisen sollte das Verbot gelten.
Für das Viertel zwischen Budapester Straße und den Bahngleisen sollte das Verbot gelten.  © Norbert Neumann

Auch der Club im Erdgeschoss, der für Veranstaltungen aller Art gemietet werden kann, habe damit rein gar nichts zu tun. Dass das Rathaus in dem Areal, das ein reines Gewerbegebiet ist, sogar "Vergnügungsstätten" wie Spielcasinos verbieten wolle, sei ein Skandal.

Ohne Nachbarn, die gestört werden könnten, sei das Areal doch prädestiniert dafür. Im Rathaus bleibt man jedoch hart und möchte dort stattdessen Start-ups ansiedeln und das Technologiezentrum weiter ausbauen.

Sachsens oberste Verwaltungsrichter sehen allerdings kein Problem an den Plänen und ließen auch keine Revision gegen das Urteil zu.

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Dagegen hat die Stadt jedoch erneut Beschwerde eingelegt. Mal sehen, wer sich den nächsten Peitschenhieb einfängt ...

Titelfoto: Montage: Imago / D. Helmerich, privat

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