Sachsens Kultusminister will keine Lehrer mehr verbeamten

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Dresden - Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (42, CDU) nahm am Dienstag im Landtag kein Blatt vor den Mund. Er attestierte seiner eigenen Partei, dass sie viel falsch gemacht hat in der Bildungspolitik während der vergangenen 25 Jahre.

Kultusminister Conrad Clemens (42, CDU) sprach Klartext im Landtag.
Kultusminister Conrad Clemens (42, CDU) sprach Klartext im Landtag.  © DPA/Robert Michael

"Wir haben uns damals verrechnet und wir haben Fehler gemacht. Wir haben die Schulen zu rigid geschlossen", sagte er in seiner Fachregierungserklärung.

Sein "damals" bezog er auf die Zeit, als die Schülerzahlen einbrachen und man überall Schulen schloss und kein Personal mehr einstellte.

Das Kultusministerium wird in Sachsen seit der Wiedervereinigung von der CDU geführt. "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen", forderte Clemens nun angesichts (wieder) sinkender Schülerzahlen.

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Er setzte sich für den Erhalt der bestehenden Schulen ein. Es könne aber sein, dass man vor Ort andere Entscheidungen treffe, räumte der Minister ein.

Clemens verteidigte sein Maßnahmenpaket gegen den Ausfall von Unterricht

Noch herrscht in Sachsen Lehrermangel.
Noch herrscht in Sachsen Lehrermangel.  © dpa/Andrea Warnecke

Clemens verteidigte sein Maßnahmenpaket gegen den Ausfall von Unterricht und kündigte an, weiter gegen das Stadt-Land-Gefälle bei der Unterrichtsversorgung anzukämpfen.

Das Parlament nahm seine Ankündigungen gemischt auf - vor allem das Thema längeres gemeinsames Lernen hatte die Opposition dabei auf der Agenda.

Clemens hörte aufmerksam zu, düste später dann zur Konferenz der Kultusminister weiter. Dort will er am Donnerstag mit Engelszungen seine Kollegen davon überzeugen, zukünftig Abstand von der Verbeamtung von Lehrern zu nehmen.

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Sein Argument: Die ist zu teuer, belastet nachhaltig den Staatshaushalt. Einen Alleingang in der Sache kann sich Sachsen aber nicht "leisten": Noch herrscht Lehrermangel und die Uni-Absolventen können sich ihre Stellen in der ganzen Republik aussuchen.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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