Vize-Frage in Dresden sorgt für Eklat! OB Hilbert: "Diese Verlogenheit stinkt mich an!"

Dresden - So hitzig wie über die Aslycontainer-Standorte stritten die Stadträte auch um die seit Monaten ungeklärte Vize-Frage. Eigentlich sollte die Vertreter-Reihenfolge des Oberbürgermeisters am Freitag endlich beschlossen werden, doch stattdessen gab's einen Eklat.

OB Dirk Hilbert (51, FDP) ist alles andere als begeistert.
OB Dirk Hilbert (51, FDP) ist alles andere als begeistert.  © xcitepress/Bartsch

OB Dirk Hilbert (51, FDP) ruderte kurzfristig von seinem "Herrenclub-Vorschlag" mit Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (53, CDU) als Vize und Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) als Vize-Vize zurück.

Stattdessen ersetzte er als Kompromiss Kühn mit Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (57, Grüne), womit die Grünen dem Vernehmen nach hätten leben können.

Doch dann grätschte ausgerechnet der abtrünnige grüne Stadtrat Johannes Lichdi (58, Dissidenten-Fraktion) dazwischen und schlug mit Jähnigen sowie Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (46, Linke) zwei Vertreterinnen vor.

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Dem stimmten die Grünen zu. Da Lichdis Vorschlag mehrheitlich angenommen wurde, war plötzlich Hilberts Kompromiss-Vorschlag aus dem Rennen.

Das Problem: Lichdis Vorschlag ersetzte zwar Hilberts vorgeschlagene Reihenfolge, sie fand in der Endabstimmung aber keine Mehrheit (AfD enthielt sich nicht wie teils zuvor, sondern lehnte ab). Damit gibt es noch immer keinen Vize.

Wieder scheiterte die Klärung der Vize-Frage im Stadtrat.
Wieder scheiterte die Klärung der Vize-Frage im Stadtrat.  © Eric Münch
Stadtrat Johannes Lichdi (58, Grüne) von der Dissidenten-Fraktion.
Stadtrat Johannes Lichdi (58, Grüne) von der Dissidenten-Fraktion.  © Eric Münch

"Diese Verlogenheit in diesem Rat stinkt mich an", schimpfte Hilbert anschließend. "Sie sind nicht fähig, eine Mehrheit für die Vertreter-Reihenfolge zustande zu bringen." Fortsetzung folgt.

Titelfoto: Fotomontage: xcitepress/Bartsch//Eric Münch

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