So nicht! Wohnungsbau-Unternehmen wehren sich, Dächer und Fassaden zu begrünen

Dresden - Mit einer Begrünungssatzung will das Dresdner Rathaus Bauherren dazu zwingen, ihre Dächer und Fassaden zu begrünen und Bäume zu pflanzen. Dagegen regt sich nun Widerstand seitens der Bauträger. Die "Stadtgestalter Dresden", ein Zusammenschluss von 13 Dresdner Wohnungsbauunternehmen, fordern Nachbesserungen.

Bei begrünten Dächern soll auf Freiwilligkeit und Förderung statt auf Zwang gesetzt werden.
Bei begrünten Dächern soll auf Freiwilligkeit und Förderung statt auf Zwang gesetzt werden.  © Landeshauptstadt Dresden

"Natürlich sind wir für Klimaschutz und bauen heute die Häuser für ein Leben in der Zukunft", sagt Bündnis-Sprecher Jochen Lagerein. Der Rathaus-Entwurf hinterlasse jedoch "mehr Fragen als mehr Klimaschutz".

Als Beispiel nennt er die Formulierung "unzumutbare Mehrkosten", zu denen es beim Grünzwang nicht kommen dürfe.

"Ab wann diese Mehrkosten unzumutbar sind und wer darüber entscheidet, ist unklar. Das kann erfahrungsgemäß schnell zu Willkür führen."

Stadtgestalter-Sprecher Jochen Lagerein fordert Nachbesserungen bei der Vorlage der Stadt.
Stadtgestalter-Sprecher Jochen Lagerein fordert Nachbesserungen bei der Vorlage der Stadt.  © imago/Sven Ellger
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Als Alternative schlagen die "Stadtgestalter" das sogenannte "Hamburger Modell" vor, bei dem freiwillige Dachbegrünungen sowohl bei Neu- als auch Bestandsbauten gefördert werden.

Titelfoto: Bildmontage: Landeshauptstadt Dresden/imago/Sven Ellger

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