Primark-Öffnung in Prag: Bleiben jetzt die Tschechen aus Dresden weg?

Dresden/Prag - Mit Corona blieben in der Innenstadt die Touristen aus Tschechien weg! Kaum dürfen sie wieder kommen, folgt der nächste Schlag für die ohnehin gebeutelte Dresdner Ladenwelt. Nächste Woche (17. Juni) öffnet der Textilriese-Discount Primark in Prag. Damit entfällt ein Magnet für Dresden-Shopper aus dem Nachbarland.

Prag hat bald sein eigenes Primark.
Prag hat bald sein eigenes Primark.  © Primark Prague

Zuhauf kamen sie per Zug oder auch mit explizit dafür organisierten Bustouren zum Schnäppchen-Fummel-Kauf zu dem irischen Modediscounter in der Centrum Galerie.

Auch die Geschäfte drum herum profitierten. Jetzt locken 4600 Quadratmeter Primark-Shopping auf dem Wenzelsplatz, im Herzen der Moldau-Metropole.

Selbst Primark-Fans aus Nordböhmen, die es nach Dresden näher haben, dürften Primark Prag bevorzugen, weil die Inlands-Fahrkarte (ab 3,80 Euro) günstiger ist als ein Ticket über die Grenze.

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In Dresden zeigt man sich dennoch gelassen.

"Man kann es noch nicht sagen, aber wir erwarten keinen Rückgang der tschechischen Besucher", so Jürgen Wolf (60), Centermanager der Centrum Galerie.

Centermanager Jürgen Wolf (60) sieht der Primark-Konkurrenz im Nachbarland gelassen entgegen.
Centermanager Jürgen Wolf (60) sieht der Primark-Konkurrenz im Nachbarland gelassen entgegen.  © Norbert Neumann

Das Dresden Marketing setzt indes auf Übernachtungsgäste bei den Tschechen, die bis zur Pandemie zunehmend auch für mehrere Tage kamen (40.916 Übernachtungen 2019) und bei denen auch "ganz klar Kulturerlebnisse" neben Shopping im Mittelpunkt standen, wie Geschäftsführerin Corinne Miseer (45) sagt.

Titelfoto: Norbert Neumann

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