Psychologen der Uniklinik machen auch Hausbesuche

Dresden - Depressionen, Psychosen oder Angststörungen: Schwere psychische Erkrankungen müssen oft im Krankenhaus behandelt werden. Für einige Betroffene ist das jedoch durch starke Ängste, Familienverpflichtungen oder durch schlechte Vorerfahrungen nicht möglich.

Durch die Behandlung zu Hause kann das Ärzteteam die Lebenssituation der Patienten besser kennenlernen und die Unterstützung gezielt an ihren Alltag anpassen. (Symbolfoto)  © 123RF

Für diese Fälle bietet das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden eine neue Behandlungsform an: die Stationsäquivalente Behandlung (StäB).

Dabei werden die Patienten in ihrem eigenen Zuhause besucht. "Die psychiatrische Versorgung muss sich stärker an den Bedürfnissen der Patienten orientieren", betont Prof. Jörn Conell (55), ärztlicher Leiter der StäB.

Die Behandlung in den eigenen vier Wänden ist trotzdem genauso intensiv wie ein stationärer Krankenhausaufenthalt. Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Ergotherapeuten und Mitarbeitern des Sozialdienstes kümmert sich täglich um die Betroffenen.

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Prof. Jörn Conell (55) leitet seit 2025 das Projekt der Stationsäquivalenten Behandlung.  © Universitaetsklinikum Carl Gustav Carus

Seit der Einführung Ende 2025 wurden bereits rund 60 Patientinnen zu Hause behandelt. Klinikdirektorin Prof. Vjera Holthoff-Detto (46) berichtet: "Studien zeigen, dass Menschen seltener erneut ins Krankenhaus müssen als nach einer klassischen stationären Behandlung."

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