Sind "Fridays"-Demos schuld? Immer mehr Kinder schwänzen in Sachsen

Dresden - Immer mehr Schüler in Sachsen schwänzen die Schule.

Lars Wurzler (48, BSW) fordert ein umfassendes Konzept gegen Schulschwänzen.  © Steffen Füssel

Wie aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage des BSW-Landtagsabgeordneten Lars Wurzler (48) hervorgeht, stieg allein die Zahl der verhängten Ordnungswidrigkeiten im letzten Schuljahr auf 8900 (2023/24: 7200).

Die schulpsychologischen Beratungen zu Schulangst oder Schuldistanz blieben dahinter deutlich zurück (2024/25: 231), bemängelte Wurzler und forderte eine landesweit abgestimmte Gesamtstrategie gegen Schulabsentismus.

Schulschwänzen wird in Sachsen nicht erschöpfend erfasst. Erst, wenn ein Schüler zwei Tage nicht zur Schule kommt, werden die Eltern informiert, nach drei Fehltagen werden sie direkt aufgesucht.

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Immer mehr Schüler in Sachsen bleiben der Schule fern - hat Fridays for Future etwas damit zu tun? (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

Eine Ordnungswidrigkeit wird frühestens fällig, wenn ein Schüler fünf Tage lang nicht zum Unterricht erscheint.

Das kann nach sächsischem Schulgesetz mit einer Geldbuße bis zu 1250 Euro geahndet werden. Übrigens: Einen direkten Zusammenhang des Anstiegs mit den Demonstrationen von "Fridays for Future" schloss das Ministerium auf TAG24-Anfrage aus.

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