Dresden - 500 Sänger, 150 Gitarristen, 100 Drummer, 100 Bassisten, 100 Bläser und noch viele mehr - alle werden beim dritten Dresdner "Grand Jam" am Samstag im Harbig-Stadion zu einem großen Orchester und Chor. Zusammen rocken sie vor über 10.000 Zuschauern 20 Hits - vom "electra"-Song "Nie zuvor" bis zu "Dopamine" von Grammy-Preisträger Tino Piontek alias Purple Disco Machine.
Veranstalter Patrick Meyer (57) initiierte 2023 das erste XXL-Mitmachkonzert im Frankfurter Stadion, sechs Konzerte in Frankfurt, Dresden und Düsseldorf folgten. "Inzwischen ist unsere Community auf 7000 Leute angewachsen.
Der harte Kern spielt bei allen Konzerten mit. Ich selbst werde bei ein, zwei Songs in Dresden am Schlagzeug sitzen", verrät Meyer. Ein Neueinsteiger dagegen ist Beatrice Schreckenbach (49). Die Dresdner Event-Managerin singt zum ersten Mal mit.
"Im vorigen Jahr saß ich im Publikum und das hat mich mitgerissen. Ich bin eine begeisterte Sängerin, vor allem im Auto", lacht die Musikliebhaberin.
Bescheiden unterschlägt sie zwölf Jahre Schulchor, 18 Monate Gesangsunterricht und das Mitwirken in verschiedenen Kirchenchören. Trotzdem: "Gesang und Choreografie unter einen Hut zu bekommen ist nicht ganz leicht."
Meyer über Puhdys-Song: "Der darf in Dresden einfach nicht fehlen"
Der BAP-Song "Verdammt lang her" geht Beatrice wegen des Kölner Dialekts schwer über die Lippen. Kein Vergleich mit "Alt wie ein Baum" - dem legendären Puhdys-Song.
"Der darf in Dresden einfach nicht fehlen", sagt Meyer und setzt ein Sahnehäubchen obendrauf: "Diesen einen Song spielt Quaster mit." Der Ex-Puhdys-Gitarrist Dieter Hertrampf (81) wird live im Harbig-Stadion den Kultsong inmitten des Riesenorchesters und mit Megachor performen.