Montreal - Vorm Kanu-Weltcup in Montreal hatte Tom Liebscher-Lucz (32) betont, wie wichtig die Rennen in Übersee sind. Doch der Abstecher nach Kanada stand unter keinem guten Stern für den Dresdner Olympiasieger.
Mit dem Vierer wollte der 32-Jährige ins Finale über 500 Meter und da aufs Podest. Dies hätte auch geklappt. Als Dritter paddelt er mit dem Flaggschiff über die Ziellinie. Allerdings wurde sie im Nachgang disqualifiziert.
"Wir hätten zwei Fehlstarts gehabt", berichtet Liebscher-Lucz angefressen. "Stimmt nicht. Bei der Analyse der Videos ist zu sehen, dass unser Startschuh zu früh runter ging."
Ein technisches Problem, kein Frühstart. "Für uns ist klar, dass nicht unsere vier Männer schuld waren. So oder ist das bescheiden für die Punkte in der Weltrangliste", war Bundestrainer Arndt Hanisch (56) sauer. Im Einer wurde Liebscher-Lucz Dritter des B-Finales. Dies hatte er sich auch anders vorgestellt.
Coach Hanisch durfte sich aber über eine andere Dresdnerin freuen: Nele Reinwardt (19) paddelte mit dem Vierer über 500 Meter nur 1,41 Sekunden hinter den siegreichen Chinesinnen auf Platz drei