Knackt Dresdnerin Kreher auf der Heimbahn endlich die Olympia-Norm?
Altenberg - Am Freitag um 9.30 Uhr heißt es für Susanne Kreher (27): "The track is clear!" Die Ampel am Start wechselt von Rot auf Grün und die Dresdnerin drückt ihren Helm nach unten, legt den rechten Arm an den Schlitten, sprintet los und wirft sich nach gut 50 Meter bäuchlings auf ihr Gerät.
Einen Startrekord wird die 27-Jährige nicht in den Eiskanal in Altenberg zaubert, das ist nicht ihre Stärke, aber sie könnte erstmals auf ihrer Heimbahn nach zwei Läufen gewinnen. In den vergangenen drei Jahren reichte es immer zu Platz zwei.
"Wäre super, wenn's klappt - ich nehme aber auch Silber, Bronze oder einen Top-Acht-Platz", so Kreher.
Die Weltmeisterin von 2023 braucht diesen, um die Olympia-Fahrkarte endgültig zu lösen. "Es gibt noch andere Weg, zu den Spielen zu kommen, aber darauf will ich es nicht ankommen lassen", so die Sächsin.
Der Druck, dass die Rennen in Cortina ohne sie stattfinden, ist weg. Bereits am Montag durfte sie mit ihren Team-Kollegen zur Einkleidung. Mehr als ein Fingerzeig, dass Bundestrainer Christian Baude (43) sie auch ohne kompletter Norm nach Italien mitnimmt.
Skeleton: Saison von Susanne Kreher lief bisher nicht nach Plan
Dabei lief die Saison überhaupt nicht nach Wunsch: Der derzeitige sechste Platz in der Gesamtwertung täuscht etwas über die Ergebnisse hinweg (3x Platz 12, 1x Platz 10, 1x Platz 7, 1x Platz 6). Susi hat viel getüftelt. "Am Schlitten, mit den Kufen - das braucht es Richtung Olympia. Es gab viele Erkenntnisse auf dem Weg. Es ist Zeit, dass es sich auszahlt."
Vielleicht schon am Freitag auf der Heimbahn: "Altenberg ist eine, da kann alles passieren. Ich bin diese Woche echt gut klargekommen. Jetzt brauche ich noch bisschen Glück mit dem Material - dass es zum Wetter passt."
Titelfoto: imago/Beautiful Sports
