Sternchen setzen, Ja oder Nein? Kommentar zur Gender-Debatte im Dresdner Stadtrat

Von Karoline Bernhardt

Dresden - Mit Gendersternchen oder ohne? An dieser Frage ist ein Kulturkampf entbrannt. Im Stadtrat wurde jetzt deutlich, dass er auch in Dresden mit Verve geführt wird. Und das ist gut so.

Bei der letzten Stadtratssitzung wurde über das Gendern diskutiert.
Bei der letzten Stadtratssitzung wurde über das Gendern diskutiert.  © Thomas Türpe

Immer wieder zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit der Deutschen das Gendern ablehnt. In der gesprochenen Sprache war das generische Maskulinum nie ein Problem.

Es waren Sprachwissenschaftler und Aktivisten, die das generische Maskulinum zum Problem gemacht haben. Ihre Position ist in den vergangenen Jahren wirkmächtig geworden, das macht sie aber nicht zwingend richtig.

Trotzdem bekennen sich Behörden - in Teilen auch die Dresdner Stadtverwaltung - oftmals zu "geschlechtergerechter" Sprache, verzichten auf das generische Maskulinum und nutzen stattdessen Sonderzeichen oder Partizip Präsens ("Lehrende").

TAG24-Reporterin Karoline Bernhardt findet, dass die Diskussion im Dresdner Stadtrat gerechtfertigt war.
TAG24-Reporterin Karoline Bernhardt findet, dass die Diskussion im Dresdner Stadtrat gerechtfertigt war.  © Steffen Füssel
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Das ist bestimmt gut gemeint, hat aber einen fahlen Beigeschmack. Denn Sprache ist Ausdruck symbolischer Macht, über die geredet werden muss. Die Debatte im Stadtrat war wichtig!

Schade nur, dass diese Debatte zu großen Teilen aus Beleidigungen bestand, der Tonfall so aggressiv aufgeladen war. Aber vielleicht ging es nicht anders - weil es um etwas ging.

Titelfoto: Montage: Thomas Türpe, Steffen Füssel

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