TAG24-Reporterin hat die Masche für sich entdeckt! Da komme, was Wolle: Ich lerne jetzt stricken

Dresden - Das Jahr steht noch komplett am Anfang. Zu früh, um Neujahrsvorsätze umzusetzen? Keineswegs! Ich, die TAG24-Reporterin, habe mich jetzt schon an meinen Vorsatz gewagt, stricken zu lernen. Das Werkeln mit der Nadel ist auch in Dresden längst zum Trend geworden.

Strickexpertin Susanne Helmers (57, r.) zeigt TAG24-Reporterin Karoline Bernhardt (26), wie man Maschen anschlägt.  © Ove Landgraf

Das sagt zumindest Susanne Helmers (57), die vor 14 Jahren mit dem "Wollkontor" ein eigenes Geschäft am Körnerplatz eröffnet hat. Sie selbst strickt schon, seit sie sechs Jahre alt ist, lernte das Handwerk noch in der Schule.

"Man kann stricken aber sehr gut später lernen", versichert sie mir, dem 26-jährigen Neuling. "In unseren Anfängerkursen sitzen viele über 30. Seit anderthalb Jahren erlebt das Stricken wieder einen richtigen Boom, das merken wir im Laden."

Die sozialen Medien tun ihr Übriges - mancher Strick-Influencer versammelt über eine Million Follower hinter sich und setzt mit Strickanleitungen Modetrends. "Stricken ist entspannend und hilft auch, weniger aufs Handy zu schauen", schwärmt der Strickprofi.

Dresden Diese Promis werden 2026 besonders gefeiert!

Genug geredet - jetzt geht's an die Maschen. "Stricken besteht im Wesentlichen aus vier Schritten. Erst schlägt man Maschen an, dann strickt man rechte oder linke Maschen und danach wird abgekettet", bekomme ich erklärt. Doch beim Maschenanschlag scheitere ich daran, Daumen und Zeigefinger im richtigen Winkel zu halten. Und beim ersten Versuch, eine rechte Masche zu stricken, kann ich die Fadenspannung nicht halten.

Anzeige
Nicht perfekt, aber ein Anfang: So sehen die ersten Maschen eines Strick-Anfängers aus.  © Ove Landgraf
Effektgarn mit Pailletten macht Strickmode richtig glamourös.  © Ove Landgraf

"Wollkontor"-Chefin Susanne Helmers warnt vor "Durststrecke" am Anfang

Laut "Wollkontor"-Chefin Susanne Helmers kann jeder stricken lernen. Mit etwas Übung entstehen dann irgendwann tolle Stücke.  © Ove Landgraf

"Man muss am Anfang erst mal durch eine Durststrecke", beruhigt die Stricklehrerin. Sie empfiehlt, durchzuhalten. "Nach vier bis fünf Stunden Üben kann man sich in der Regel an sein erstes Projekt wie einen Schal wagen." Ein Knäuel Wolle und dazu passende Rundstricknadeln seien als Grundausrüstung völlig ausreichend.

Nach einigen rechten Maschen habe ich tatsächlich den Dreh raus und werde schneller mit der Nadel. Nach einer kurzen Einweisung gelingen mir sogar linke Maschen, hierfür wird der Faden einfach vor der Nadel geführt statt dahinter. Beherrscht man beide Techniken, können schon Muster gestrickt werden! Irgendwann - mit etwas mehr Routine - auch Komplexes wie Zopf- oder Karomuster.

Bis dahin ist es für mich ein weiter Weg - aber gleich zu Jahresbeginn hat mich der Ehrgeiz gepackt ...

Nadelspiele sind etwas für Fortgeschrittene und etwa fürs Sockenstricken geeignet.  © Ove Landgraf

Hier kann man in Dresden stricken lernen: Kurse auch für Anfänger

Vielleicht ist stricken auch etwas für Euch? In Dresden bieten Wollfachgeschäfte wie das "Wollkontor" in Loschwitz oder "Nach Strick und Faden" in der Neustadt regelmäßig (Anfänger-)Kurse an. Auch der "Kreativraum-Dresden" in Gruna organisiert Stricktreffs, ebenso werden in der Volkshochschule Kurse angeboten.

Wer hier nicht fündig wird oder Kursgebühren sparen will, findet im Internet Strickanleitungen.

Mehr zum Thema Dresden: