Umstrittene Regelung auf Fahrradstraße sorgt weiter für Proteste
Dresden - Vor einem Jahr ließ Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) gegenläufige Einbahnstraßen auf Dresdens erster Fahrradstraße errichten: Seither dürfen Autofahrer die Striesener Laubestraße nicht mehr durchgängig befahren. Trotz Anwohnerprotest und einer gegenläufigen Empfehlung des Stadtrats will das Rathaus an der Regelung festhalten.
Ziel sei gewesen, den Autoverkehr auf der Fahrradstraße zu reduzieren - und das sei gelungen, verkündet die Stadt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das Widersprüche gegen die Maßnahme bearbeitet, teile diese Auffassung und weise die Widersprüche zurück.
"Die Verkehrsregelung bleibt damit weiterhin bestehen und der Blick der Stadtverwaltung richtet sich auf die benachbarte Mansfelder Straße. Hier wird nun eine Verkehrsberuhigung geprüft."
Doch zwei Stadtratsfraktionen vertrauen den Rathaus-Angaben nicht. Man habe "die Ablehnung der Widersprüche geprüft und festgestellt, dass diese Ablehnung durch das Landesamt auf manipulativen Informationen des zuständigen Bürgermeisters zu beruhen scheint", meint Team Zastrow.
AfD-Stadtrat Marco Dittrich (39) rät Anwohnern dazu, "den Zustand nicht einfach zu akzeptieren".
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Gegenüber TAG24 erklärt ein Anwohner, wo das Problem liegt: "Der Verkehr verlagert sich in die Nebenstraßen, hat massiv zugenommen. Wir leiden darunter." Weitere rechtliche Schritte seien nicht ausgeschlossen.
Titelfoto: Steffen Füssel
