Schreck im Frühverkehr: 30 Verletzte nach Kollision zwischen Bus und Bahn, Strecke wieder frei

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Von Anne-Sophie Mielke, Jakob Anders

Dresden - Das schrille Heulen von Sirenen durchzog den Dienstagmorgen in Dresden-Briesnitz. 90 Einsatzkräfte rückten zur Kreuzung Hamburger/Warthaer Straße aus, wo ein schwerer Unfall zwischen Bus und Bahn das Schlimmste vermuten ließ. Doch Glück im Unglück: Zwar wurden Dutzende Menschen verletzt, aber die Katastrophe blieb aus.

In Briesnitz sind ein Bus und eine Straßenbahn an der Kreuzung Warthaer Straße/Cossebauder Straße/Cossebauder Straße kollidiert.
In Briesnitz sind ein Bus und eine Straßenbahn an der Kreuzung Warthaer Straße/Cossebauder Straße/Cossebauder Straße kollidiert.  © Ove Landgraf

Kurz vor 9 Uhr war ein Bus der Linie 68 (Fahrer: 63) aus der Warthaer Straße gekommen, zeitgleich rollte eine Straßenbahn der Linie 12 (Fahrer: 54) aus der Cossebauder Straße Richtung Hamburger. Mitten auf der Kreuzung kam es zur Kollision. Infolge des heftigen Zusammenstoßes entgleiste die Tram in der Kurve.

Die Fahrgäste wurden durch den Aufprall sowohl im Bus als auch in der Bahn umhergeschleudert. Dabei verletzten sich 30 Personen (Stand 11.40 Uhr). Darunter auch die beiden Fahrzeugführer, die zudem psychologisch betreut wurden. Fünf Personen mussten anschließend in Krankenhäuser gebracht werden. Die anderen 25 Leicht-Verletzten wurden vor Ort versorgt und konnten den Unfallort anschließend selbstständig verlassen.

"Über die Unfallursache kann man bisher nur spekulieren. Das müssen wir erst mal auswerten", so DVB-Sprecher Christian Schmidt (48). Es entstand ein Schaden von knapp 100.000 Euro.

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Die Polizeidirektion Dresden sucht nun nach Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und Angaben zur Ampelschaltung machen können. Hinweise werden unter der Nummer 0351/ 483 22 33 entgegengenommen.

Etwa 90 Kräfte waren vor Ort im Einsatz.
Etwa 90 Kräfte waren vor Ort im Einsatz.  © Ove Landgraf
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Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (47) berichtete von einem herausfordernden Einsatz an der Unfallstelle. (Archivbild)
Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (47) berichtete von einem herausfordernden Einsatz an der Unfallstelle. (Archivbild)  © Eric Münch

Bahn wieder auf den Gleisen

Der Schaden beläuft sich auf knapp 100.000 Euro.
Der Schaden beläuft sich auf knapp 100.000 Euro.  © Roland Halkasch

Sowohl der Bus als auch die Bahn seien "im straßengebundenen Verkehr" unterwegs gewesen, hätten somit die Lichtsignale der installierten Baustellen-Ampel beachten müssen: "Die Ampel ist an", berichtet Schmidt vom Unfallort. Ob die Ampel zum Zeitpunkt der Kollision funktioniert hat, sei Gegenstand laufender Ermittlungen.

Kurz vor Mittag waren die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr im Bereich der Personenrettung weitestgehend abgeschlossen, teilte Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (47) auf Threads mit.

"Die Challenge für uns bestand darin, insgesamt 30 Personen vor Ort erstzuversorgen", berichtet Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Eine andere Straßenbahn, die aufgrund des Unfalls stehenbleiben musste, wurde kurzerhand zur Notaufnahme umfunktioniert.

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Anschließend wurde die verunfalle Straßenbahn mithilfe von hydraulischen Geräten und einer Verschiebebrücke angehoben und zurück ins Gleis gesetzt. Diese Maßnahmen nahm mehrere Stunden in Anspruch. Gegen 15.30 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden.

In der Straßenbahn befand sich laut TAG24-Informationen auch eine Kita-Gruppe. Unter den Kindern gebe es aber glücklicherweise keine Verletzten.

Warum Tram und Bus zusammenstießen, ist noch nicht bekannt. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Warum Tram und Bus zusammenstießen, ist noch nicht bekannt. Die Polizei sucht nach Zeugen.  © Ove Landgraf
Beim Unfall erlitten 30 Personen Verletzungen.
Beim Unfall erlitten 30 Personen Verletzungen.  © Ove Landgraf

Kreuzung in Briesnitz stundenlang gesperrt

Die Warthaer Straße und Cossebauder Straße waren mehrere Stunden voll gesperrt. Dadurch kam es im Nahverkehr zu Umleitungen. Betroffen waren die Buslinien 68 und 92 sowie die Tramlinie 12.

Gegen 17 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

Originalartikel von 9.37 Uhr, zuletzt aktualisiert um 18.16 Uhr.

Titelfoto: Roland Halkasch

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