Unfälle in Dresden: Endlich weniger Opfer unter Radlern

Dresden - Nach der Pandemie steigen die Unfallzahlen in Dresden zwar wieder, erreichen jedoch nicht mehr das Vor-Corona-Niveau. Dabei gingen auch die Radunfälle wieder zurück. Darüber freut sich die Polizei, doch der ADFC mahnt, dass noch längst nicht alles gut sei.

Im Juni kam die Ärztin Uta K. (†50) bei einem Unfall ums Leben.
Im Juni kam die Ärztin Uta K. (†50) bei einem Unfall ums Leben.  © Roland Halkasch

12.859 Mal krachte es im vergangenen Jahr in der Landeshauptstadt, im Vorjahr waren es 12.591 Unfälle.

Doch während die Zahl der Verletzten insgesamt fiel, stieg die Zahl der schweren Verletzungen von 358 auf 377 an, die Zahl der Verstorbenen blieb bei sechs Fällen.

Einer davon war die beliebte Radeberger Ärztin Uta K. (†50): Als sie von der Forststraße aus die Ullersdorfer Landstraße am 12. Juni überquerte, wurde sie von einem Mercedes erfasst, erlag noch auf dem Weg zum Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

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Unfälle mit Radbeteiligung gab es auf Dresdens Straßen insgesamt 1463, 56 weniger als im Vorjahr. An diesen Unfällen waren 1555 Radfahrer beteiligt.

Dresden bleibt Unfallhauptstadt

Polizeipräsident Lutz Rodig (60) zeigt sich erfreut über den Rückgang der Radfahrunfälle.
Polizeipräsident Lutz Rodig (60) zeigt sich erfreut über den Rückgang der Radfahrunfälle.  © Ove Landgraf

"Weniger Radfahrunfälle in Dresden sind ein gutes Zeichen", sagt Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig (60). "Damit wurde der Negativtrend der zurückliegenden Jahre durchbrochen. Aus meiner Sicht ein Beleg für die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizeidirektion Dresden. Wichtig erscheint dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich Dresden immer mehr zu einer Fahrradstadt entwickelt."

Verhaltener blickt der ADFC auf die Statistik: "Es ist erfreulich, dass die Zahlen zurückgehen", sagt Nils Larsen (39). "Aber wir waren Unfallhauptstadt. In keiner anderen Großstadt gab es so viele Verletzte und Schwerverletzte wie in Dresden. Daran ändert auch ein Rückgang um vier Prozent recht wenig."

Der ADFC freut sich zwar über die Raser- und Anstandskontrollen, fordert aber noch mehr davon.

Titelfoto: Bildmontage: Roland Halkasch, Ove Landgraf

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