Ungewöhnliche Sichtung am Dresdner Stadtforum: Was macht die Drohne denn da?
Dresden - Diese Sichtung sorgte für Gesprächsstoff: Am Dresdner Stadtforum wurde von Passanten eine Drohne entdeckt, die sich ganz offensichtlich um die Reinigung der Fenster des neuen Gebäudes in der Altstadt kümmert. TAG24 hat mal nachgefragt.
"Was es nicht alles gibt", kommentiert User ein Video in einer Dresdner Facebook-Gruppe, was die Drohne vor den Stadtforum-Fenstern schwebend zeigt. Während das ferngesteuerte Fluggerät steigt und absinkt, schießt ein starker Wasserstrahl gegen das Glas des am 29. März 2025 eröffneten Gebäudes. Im Netz wurden die Aufnahmen der Drohne diskutiert, Fragen wie "ob das richtig sauber wird?" kamen beispielsweise auf.
Auf TAG24-Anfrage bei der Stadt bestätigt Sprecher Alexander Buchmann, dass die Aufnahme tatsächlich echt ist.
Es handelt sich dabei um "einen Test", so Buchmann. Dafür wurde eine externe Firma beauftragt, die sich derzeit mit dem Fluggerät um die zu reinigenden Scheiben kümmert. Das schaffe die Drohne allein, anschließendes "Handanlegen" ist nicht notwendig, das Prozedere sei gründlich.
Das unbemannte Luftfahrzeug nutzt fürs Saubermachen zwar Trinkwasser, das wird allerdings vorher durch ein Osmoseverfahren aufbereitet.
Drohnen-Test am Dresdner Stadtforum sorgt für Durchblick
"Die Glasreinigung mit dem Osmoseverfahren nutzt entmineralisiertes Reinwasser, um Glasflächen streifenfrei und ohne Chemie zu reinigen", erläutert der Sprecher. Schmutz am Fenster würde effektiv gelöst werden und das Wasser verdunstet hinterher rückstandslos ohne Kalkflecken.
Die Kritik der Zuschauer, dass der Dreck der Fensterscheiben bei der Drohnen-Putzaktion die Fassade beschmutzt - da dieser bei der Reinigung daran herunterläuft - sei unbegründet. Das Dreckwasser würde - wie bei Regen - einfach ablaufen, zudem würde das fleißige Fluggerät die Außenwand teilweise gleich mit säubern.
Das Verfahren mit der Putz-Drohne würde der Stadt insgesamt "Zeit und Kosten" sparen, so Buchmann. Der Flugroboter verbrauche bei seinem Einsatz nicht mehr Wasser als bei der Fensterreinigung durch einen Menschen. Das liegt am Hochdrucknebel, den die Drohne herausschießt.
Damit der fliegende Fensterputzer überhaupt arbeiten kann, brauchte es neben einem ausgebildeten Piloten am Boden auch eine Betriebsgenehmigung vom Luftfahrbundesamt.
Titelfoto: Bildmontage/ privat

