Unheimliche Entdeckung auf Dresdner Friedhof: Mehr Verstorbene als angenommen
Dresden - Auf dem Heidefriedhof (Dresden) liegen mehr Tote als gedacht. Bei Grabungsarbeiten für eine neue Grabanlage stießen Arbeiter auf 49 menschliche Skelette – Kriegsopfer aus dem Zweiten Weltkrieg.
Am 24. Februar wurde das erste Skelett südlich des Ehrenhains in 70 Zentimetern Tiefe entdeckt, Mitte März fand man noch zwei Sammelgräber, schreibt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.
"Im ersten mit einer Größe von 10 x 2 Metern wurden 17 Kriegsopfer festgestellt, im zweiten mit einer Größe von 20 x 2 Metern 30 Kriegsopfer", heißt es. Ein weiteres Skelett wurde einzeln ausgebettet.
Keines davon sei in Unterlagen und Plänen des Eigenbetriebs verzeichnet gewesen, so die Stadt. Dass es sich um Kriegstote des Zweiten Weltkriegs handelt, gehe aus vorgefundenen Gegenständen und der Beschaffenheit der Knochen hervor.
Jetzt sollen die Sammelgräber "würdevoll, ansprechend und kontextualisiert" hergerichtet werden.
Ebenso wird geprüft, ob neben der neuen Grabanlage noch weitere unbekannte Gräber liegen – womöglich muss die Planung noch mal angepasst werden.
Titelfoto: Eric Münch
