Unternehmer erfinden Möbel-Bausteine für Erwachsene

Dresden - Kinder spielen mit LEGO. Ihre Eltern bauen eine Nummer größer - mit "Maxoli". Die beiden Dresdner Max Stauß (43) und Oliver Tschentscher (45) haben nachhaltige XXL-Systembausteine erfunden, mit denen Möbel, Wohnaccessoires und Garten-Mobiliar gebaut werden können.

Natürlich auch aus Maxoli: Oliver Tschentscher (45) hat einen bunten Schichtschutz für eine Außendusche "gemauert".
Natürlich auch aus Maxoli: Oliver Tschentscher (45) hat einen bunten Schichtschutz für eine Außendusche "gemauert".  © Holm Helis

Einfach zusammenklicken - und fertig. Ist das Kinderbett zu klein, kann angebaut werden oder aus den Bausteinen wird Regal oder Hochbeet. Kunststoffstifte stabilisieren die Bauklotz-Projekte.

Alles ist möglich. Die Idee ist so einfach wie genial - und entstand im Pirnaer Spritzguss-Unternehmen "1st Mould" (44 Mitarbeiter, Jahresumsatz 4,3 Mio. Euro), das Max 2005 gründete.

"Wir fertigen Spritzgusswerkzeuge und Spritzgussteile in Serien zwischen 50 und 50.000 Stück. Damit füllen wir die Lücke zwischen 3-D-Drucker und XXL-Serien und sind damit wichtig für Mittelständler und Unternehmensgründer", erklärt Max Stauß.

Maxoli: Bausteine aus Holzabfällen

Der Größe sind keine Grenzen gesetzt: Max Stauß (43) gießt die Pflanzen in seinem Maxoli-Hochbeet.
Der Größe sind keine Grenzen gesetzt: Max Stauß (43) gießt die Pflanzen in seinem Maxoli-Hochbeet.  © Holm Helis

"Da bei uns immer Kunststoff-Abfall anfällt, wollte ich diesen sinnvoll verwerten und nicht nur Einkaufswagen-Chips produzieren."

Ergebnis: Bausteine aus Holzabfällen und sortenrein recycelten Kunststoff-Regranulaten, in zwölf Grundfarben und verschiedenen Größen, erhältlich unter www.maxoli.de (Garderobe 119 Euro, Testpaket 40 Euro).

Um Vermarktung und Vertrieb kümmert sich Max' Kumpel Oli, der eigens dafür eine Firma gründete - aus Max und Oli wurde "Maxoli Systembausteine".

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"Wir kennen uns aus der Club- und Musikszene. Ich bin mit meiner Metal-Band Helium5 in Olis Club aufgetreten", verrät Max, der nach Feierabend die Gitarre rockt. Oli kennt Gott und die Welt, ist bestens vernetzt.

Unternehmer Stauss kontrolliert die Steine, die aus der Spritzgussanlage fallen.
Unternehmer Stauss kontrolliert die Steine, die aus der Spritzgussanlage fallen.  © Holm Helis

Corona traf ihn trotzdem hart. "Ich habe vieles hinterfragt, meine Gastro verkauft, Veranstaltungen zurückgefahren", sagt Oli. Jetzt bringt er mit Leidenschaft die Maxoli-Systembausteine auf den Markt. Das i-Tüpfelchen bei den Klötzern: Sie sind mit LEGO und Duplo kompatibel. "Wer also eine Ritterburg auf einen großen Berg setzen will, kann den aus Maxoli bauen."

Titelfoto: Holm Helis

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