Verschrottung entgangen: Dresdner Schiffherberge bekommt neuen Besitzer

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Dresden - Glück im Unglück: Das ehemalige CVJM-Schiff im Neustädter Hafen (Dresden) bekommt kurz vor der Verschrottung doch noch eine Zukunft. Fast fünf Monate nach dem Betriebsende steht nun fest, wer das Ruder übernimmt - die benachbarte "Schiffsherberge Pöppelmann".

Die Zukunft des ehemaligen CVJM-Schiffs ist vorerst gesichert - es wird nicht verschrottet.
Die Zukunft des ehemaligen CVJM-Schiffs ist vorerst gesichert - es wird nicht verschrottet.  © CVJM Sachsen

"Wir sind überglücklich, einen Nachfolger für den Betrieb auf unserem Schiff gefunden zu haben", betont der Geschäftsführer des CVJM Sachsen Andreas Frey.

Ganz besonders freue er sich darüber, dass der schwimmende Riese bleiben darf: "Damit entgeht das Schiff auch einer Verschrottung, die wir als letzte Option in Betracht ziehen mussten".

Ende letzten Jahres musste der Betrieb nach mehr als 26 Jahren eingestellt werden. Dabei ging es dem ehemaligen Besitzer vor allem um die wirtschaftlichen Folgen. "Das Schiff hätte in absehbarer Zeit auf die Werft gemusst, und damit standen größere Kosten und organisatorische Herausforderungen im Raum."

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Nach intensiver Prüfung habe sich der Verband entscheiden müssen, ob er den Betrieb verantwortungsvoll weiterführen könne. "Am Ende war klar: Für uns als CVJM Sachsen ist das leider nicht mehr tragfähig."

Besonders der Zeitdruck machte die Situation so kompliziert - bis Mitte September 2026 hätte das Urteil feststehen müssen.

Mehr Platz für Gäste: Der neue Betreiber hat große Pläne

Rostislaw Sapsaj und seine Frau Alexandra vor ihrem neuen Schiff im Neustädter Hafen.
Rostislaw Sapsaj und seine Frau Alexandra vor ihrem neuen Schiff im Neustädter Hafen.  © CVJM Sachsen

Licht ins Dunkel brachte schließlich die "Schiffsherberge Pöppelmann". Der Betreiber Rostislaw Sapsaj und seine Frau Alexandra freuten sich über den Erwerb der CVJM. "Die Übernahme ermöglicht uns, unser Angebot und unsere Bettenkapazität zu erweitern."

Künftig sollen Einzelgäste, Familien, Gruppen als auch Hochzeitsgesellschaften auf dem schwimmenden Riesen Platz finden. Buchungen seien bereits jetzt schon über diverse Anbieter wie Booking.com möglich.

Ein weiterer Pluspunkt: "Der neue Liegeplatz im Innenhafen ist für uns eine sehr gute und praktikable Lösung." Zu den Kosten wollten sich beide Seiten nicht äußern.

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Für Frey sei deutlich wichtiger gewesen, "dass eine Lösung gefunden wurde, mit der das Schiff erhalten bleibt und künftig wieder genutzt werden kann".

Titelfoto: CVJM Sachsen

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