Finnisches Weihnachtsdorf kämpft mit Besucher-Flaute: "Mussten Flammlachs wegschmeißen!"

Dresden - Start-Schwierigkeiten bei den Finnen! Bislang konnte das neue Weihnachtsdorf am Postplatz noch nicht allzu viele Leute anlocken. Vor allem unter der Woche herrscht Besucher-Flaute. Für die Betreiber besonders tragisch: Ein Teil des dort angebotenen Flammlachses musste zuletzt auf dem Müll landen.

Marktchefin Olga Vallin (30) blickt trotz derzeitigem Besucher-Mangel optimistisch in die Zukunft.
Marktchefin Olga Vallin (30) blickt trotz derzeitigem Besucher-Mangel optimistisch in die Zukunft.  © Norbert Neumann

"Aller Anfang ist schwer", sagt Marktchefin Olga Vallin (30), die Ende November erstmals dort Gäste begrüßte, wo früher jahrelang Après-Ski-Hits beim "Hüttenzauber" zu hören waren.

An die Umstellung müssten sich die Dresdner nun erst gewöhnen, meint die 30-Jährige im Gespräch mit TAG24: "Unsere Bekanntheit ist noch nicht so groß. Das wird bestimmt noch besser", gibt sich Vallin zuversichtlich.

Schließlich laufe es an anderen, bereits etablierten Standorten - wie etwa Leipzig und Stuttgart - "super".

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Aktuell habe man in Dresden jedoch erst einmal die Öffnungszeiten verkürzen müssen - der ursprünglich angedachte Start im "Finn Village" sei von 10 auf 12 Uhr verlegt worden. "Diese Zeit passt besser", sagt die Betreiberin.

Weihnachtsdorf musste sich Nachfrage anpassen

Bislang noch kein Verkaufsschlager in Dresden: der am Holzbrett gegarte Lachs.
Bislang noch kein Verkaufsschlager in Dresden: der am Holzbrett gegarte Lachs.  © Finn Village/PR

Wenig Besucher heißt auch wenig Umsatz und damit wenig verkaufte Ware.

So blieb vor allem das kulinarische Aushängeschild des Marktes - der über Feuer gegarte Lachs (Preis: 8,80 Euro) - häufiger mal an seinem Holzbrett hängen. Und das, obwohl er in Leipzig sehr beliebt sei.

"Das Personal hat dann einen Teil des Flammlachses gegessen. Den Rest mussten wir wegschmeißen", bedauert die Marktleiterin, die nun eine geringere Menge davon zubereiten lässt.

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Künftig wolle man mit der örtlichen Tafel kooperieren und nicht verkaufte Ware abgeben. "Das bietet sich dann auch für den letzten Markt-Tag an, wo viele Lebensmittel übrigbleiben", erzählt die 30-Jährige.

Großer Hoffnungsschimmer war für sie das vergangene Advents-Wochenende. "Am Samstag lief es auch dank des tollen Wetters richtig gut", so Vallin, die sich solch eine Nachfrage künftig für den gesamten Dezember erhofft.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Finn Village/PR

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