Weihnachtsmärkte in Sachsen sollen stattfinden: Das müsste passieren, damit es nicht klappt

Leipzig - Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) rechnet aktuell nicht mit möglichen Absagen von Weihnachtsmärkten im Freistaat wegen der Corona-Pandemie.

Vor drei Jahren konnten die Menschen in Sachsen zuletzt den Weihnachtsmarkt in Leipzig besuchen. In diesem Jahr soll erstmals wieder soweit sein.
Vor drei Jahren konnten die Menschen in Sachsen zuletzt den Weihnachtsmarkt in Leipzig besuchen. In diesem Jahr soll erstmals wieder soweit sein.  © Alexander Prautzsch/dpa

"Ich denke aber, dass sie stattfinden werden. Corona steht dem jedenfalls nicht mehr im Weg", sagte die SPD-Politikerin der Leipziger Volkszeitung.

Sie knüpfte jedoch mögliche anderslautende Entscheidungen an die Infektionslage im Dezember: "Die Einschränkung lautet leider immer: Sollten wir es mit einer neuen Variante zu tun bekommen, die zu schwereren Erkrankungen führt, müssten wir neu entscheiden." Diese Einschränkung gelte dann ebenso für Konzerte und das Clubleben.

Experten rechnen für den Herbst und Winter mit höheren Infektionszahlen. Zuletzt stieg die Zahl gemeldeter Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen sieben Tagen in Sachsen. Der Freistaat folgte damit dem Bundestrend.

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Die Kommunen planen bereits nach zwei Corona-Absagen hintereinander ihre Weihnachtsmärkte. Derzeit sehen sie keine Pandemie-Sonderregeln vor, wie eine dpa-Umfrage ergab.

So soll in Dresden der berühmte Striezelmarkt vom 23. November bis 24. Dezember über die Bühne gehen. Der Weihnachtsmarkt in Leipzig eröffnet bereits einen Tag vorher, Schluss ist am 23. Dezember.

Lockdowns im Herbst laut Köpping keine Option

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) strebt weder Lockdowns noch die Absage der Weihnachtsmärkte an.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) strebt weder Lockdowns noch die Absage der Weihnachtsmärkte an.  © Hendrik Schmidt/dpa

Köpping hat außerdem erneute Corona-Lockdowns im Herbst ausgeschlossen. "Mit Stand von heute" sei dies keine Option, um einem beschleunigten Infektionsgeschehen entgegenzuwirken, sagte sie.

Bei zunehmender Belegung der Intensivstationen käme aus ihrer Sicht eine erweiterte Maskenpflicht in Frage. "Im Nahverkehr könnte dann statt der OP-Maske eine FFP2-Maske vorgeschrieben werden". Oder die Maske müsse auch in öffentlichen Innenräumen getragen werden, so die Ministerin.

Auch Beschränkungen von Besucherzahlen seien möglich. "Das war es aber im Wesentlichen."

Titelfoto: Alexander Prautzsch/dpa

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