Dresden - Was für ein tierischer Grund zur Freude im Zoo Dresden! Vier kleine Löffelhunde haben das Licht der Welt erblickt – und sorgen jetzt für große Begeisterung bei Tierpflegern und Besuchern. Denn erstmals in der Geschichte des Zoos gelingt die erfolgreiche Aufzucht dieser seltenen Tiere.
Bereits am 10. Mai brachte Löffelhund-Dame Taja (6) gleich vier Jungtiere zur Welt. Seit Sonntag wagen sich die kleinen Fellnasen nun erstmals aus ihrer Wurfhöhle und erkunden vorsichtig ihre Umgebung.
Für das Zoo-Team ist dieser Nachwuchs etwas ganz Besonderes. Denn die drei vorherigen Würfe konnten leider nicht erfolgreich aufgezogen werden.
"Bei den ersten Würfen ist es meistens ein bisschen schwierig. Wahrscheinlich war es noch eine unerfahrene Mutter, aber es können auch Störungen von außen eine Rolle gespielt haben", erklärt Zoo-Sprecherin Kerstin Eckart gegenüber TAG24.
Die Tierpfleger bekamen von der Geburt zunächst kaum etwas mit. "Die Welpen wurden direkt auf der Anlage geboren. Wir konnten dort gar nicht hineingehen. Wir wussten nur, dass Taja trächtig war – dann war sie plötzlich weg und später wieder da", berichtet Eckart.
Besonders spannend: Bei Löffelhunden übernimmt der Vater einen Großteil der Kinderbetreuung. Während die Mutter die Jungen säugt und viel Nahrung aufnehmen muss, passt Papa Attila (6) auf den Nachwuchs auf, hält die Welpen sauber und beschäftigt sie.
Besucher benötigen etwas Geduld, um den Nachwuchs sehen zu können
Sie leben als Tier-Familie äußerst friedlich zusammen, pflegen intensive soziale Kontakte und betreiben regelmäßig gegenseitige Fellpflege.
Wer die niedlichen Jungtiere sehen möchte, braucht aktuell noch etwas Geduld und Glück. Die vier kleinen Löffelhunde verbringen nach wie vor viel Zeit schlafend im geschützten Bau.
"Noch sind sie nicht ganz so zuverlässig zu sehen. Sie schlafen viel und ruhen sich aus. Aber Tag für Tag werden die Aktivitätszeiten länger", sagt Zoo-Sprecherin Kerstin Eckart.
Die Chancen für Besucher in Dresden stehen also gut: Mit etwas Glück lässt sich der vierfache Nachwuchs schon bald regelmäßig auf der Anlage beobachten.