Demo zum Frauentag war laut und deutlich

Dresden - So groß war eine Frauentags-Demo in Dresden lange nicht mehr: Mehr als 1 000 Teilnehmer, laut Veranstalter sogar 1 500, zogen am Sonntag von der Altstadt in die Neustadt.

Mehr 1000 Teilnehmerinnen zogen am Sonntag durch Dresden.
Mehr 1000 Teilnehmerinnen zogen am Sonntag durch Dresden.  © Thomas Türpe

Mit Blumen oder Pralinen wollte sich keine der Frauen und keiner der unterstützenden Männer zufriedengeben, die sich vor dem Kulturpalast sammelten.

In kurzen Redebeiträgen wurde hier die Debatte um "Livestyle-Teilzeit" kritisiert. Der Begriff sei bestenfalls noch dreist. Zudem wiesen die Demonstranten auf die Lage von Frauen im kurdischen Teil Syriens und im Iran hin.

Die mitorganisierende Gruppe „e*vibes“ verwies auf die Geschichte des 8. März als Kampf um Rechte, der noch lange nicht vorbei sei.

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Über den Neumarkt, Fürstenzug, Schloßplatz und Augustusbrücke zog die Demonstration schließlich in die Neustadt, hielt auf dem Jorge-Gomondai-Platz eine Zwischenkundgebung ab.

Polizei musste bei Frauentags-Demo nicht eingreifen

Das Thema Gewalt gegen Frauen war auf der Demo allgegenwärtig.
Das Thema Gewalt gegen Frauen war auf der Demo allgegenwärtig.  © Thomas Türpe

Statt einer Schweigeminute für ermordete Frauen gab es hier eine wütende Schreiminute für die Opfer von Femiziden mit Pyrotechnik.

Der Zug bewegte sich schließlich über Albertplatz, Alaun- und Görlitzer Straße in den Alaunpark.

Hier gab es nochmal eine Pyroaktion, die auf den heutigen feministischen Streik hinwies, außerdem erinnerte ein Redebeitrag an die ermordete Raverin Emma (†21).

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Gegen 17.36 Uhr wurde die Kundgebung beendet, die Polizei sicherte die Versammlung ab, hatte jedoch keinen Grund einzugreifen.

Titelfoto: Thomas Türpe

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