Bombensuche am Elbufer: Heute fällt die Entscheidung über eine Groß-Evakuierung
Dresden - Am heutigen Dienstag stellt sich heraus, ob im Erdreich an der Carolabrücke scharfe Weltkriegsbomben schlummern. Dann müssten 18.055 Anwohner raus aus ihren Wohnungen. Was müssen sie beachten?
Seit Herbst ließ die Stadt das Gebiet um die ehemalige Carolabrücke auf Kampfmittel untersuchen, an zwei Stellen auf Neustädter Elbseite könnten tatsächlich Bomben liegen.
Am Dienstag ab 16 Uhr legen Fachleute die Verdachtspunkte frei. Gegen 18 Uhr soll feststehen, ob evakuiert werden muss. Im schlimmsten Fall sofort und über Nacht.
"Ziel ist es, die Untersuchung unter möglichst sicheren und kontrollierten Bedingungen durchzuführen und die Auswirkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten", schreibt die Stadt.
Anwohnern sei geraten, im Evakuierungsfall Unterschlupf bei Bekannten außerhalb der Evakuierungszone finden.
Dauer einer möglichen Evakuierung in Dresden? Völlig ungewiss!
"Auch ein Gartengrundstück bietet sich möglicherweise an." Die Notunterkunft in der Messe ist kein Hotel: ohne Duschen, Vollverpflegung, Auflademöglichkeiten.
Betroffene sollten unbedingt ein Notfallgepäck mit dem Wichtigsten - Ausweise, Bargeld, Essen, Trinken, Schlafsack - einpacken.
Die Dauer einer möglichen Evakuierung? Völlig ungewiss. "Unser längster Einsatz hat 48 Stunden gedauert", so Polizeisprecher Thomas Geithner (53). Sirenen, die NINA-Warnapp, Bürgertelefon (0351/4 88 76 66) und dresden.de/bombe informieren über das Ende.
Erst danach dürften Anwohner zurück.
"Alle Verantwortlichen sind bemüht, die Evakuierungszeit so kurz wie möglich zu halten", versichert die Verwaltung.
Titelfoto: imago/Sylvio Dittrich

