Ehe-Aus, aber weiter Sex: Was in Sarah Connors schlüpfrigem Geständnis steckt

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Berlin/Ravensburg - Sarah Connor (46) und Florian Fischer (51) führen seit dem Frühjahr keine klassische Ehe mehr. Miteinander schlafen tun sie weiterhin. Für TAG24 ordnet Sexologin Sonja Ruess die Bett-Beichte der Popsängerin ein.

Florian Fischer (51) und Sarah Connor (46) sortierten ihre Beziehung neu.
Florian Fischer (51) und Sarah Connor (46) sortierten ihre Beziehung neu.  © Screenshot/Instagram/sarahconnor

Ihre Beziehung habe "ihre Form verändert", erklärte die Connor auf Instagram. Vor 13 Jahren läuteten die Hochzeitsglocken, das Liebesglück krönte die Geburten von zwei gemeinsamen Kindern: Sohn Max (9) und Tochter Delphine Malou (15).

Getrennte Wege in allen Lebensbereichen bedeutet das nicht. "Wir verstehen uns (seitdem wieder) super gut, kommen gerade von einem Camping Trip zurück, teilen weiterhin unsere Wohnräume, arbeiten wie eh und je zusammen, und wenn wir Lust haben, schlafen wir auch noch miteinander", schrieb die Pop-Queen weiter.

Es sind vor allem die letzten fünf Worte, die Sexologin Sonja Ruess interessieren: "wenn wir Lust haben". Darin stecke "eine große Erlaubnis: Wir müssen nicht Sex haben, auch nicht aus Pflichtgefühl dem anderen gegenüber", erläuterte Ruess im Interview mit TAG24.

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Denn Sex wird in längeren Beziehungen mitunter zu etwas, das auch noch erledigt werden soll: "Unser Nervensystem mag vor allen Dingen eins nicht: Wenn Sex am Ende des Tages ein weiterer, zusätzlicher To-do-Punkt auf der Liste ist."

Die Autorin spricht dabei ausdrücklich über einen allgemeinen Mechanismus und nicht über das Intimleben von Connor und Fischer.

Sarah Connor und Florian Fischer leben eine neue Beziehungsform

Der Musik-Manager und die Popsängerin wollen weiter für ihre gemeinsamen Kinder da sein.
Der Musik-Manager und die Popsängerin wollen weiter für ihre gemeinsamen Kinder da sein.  © Patrick Seeger/dpa

Die Beziehungsexpertin vergleicht Sex unter Erwartungsdruck mit der jährlichen Steuererklärung: Man weiß, dass man sollte, und schiebt es trotzdem vor sich her. Verschwindet das "Müssen", könne wieder Raum für Lust entstehen.

Dazu gehört auch die Erwartung, dem Partner Sex zu schulden. Wer über Jahre miteinander lebt, kann Sexualität irgendwann als Verpflichtung erleben. "So entsteht Gefälligkeitssex, und der kann die Lust auf Dauer bei beiden ersticken", führte Ruess aus.

Eine neue Beziehungsform braucht es dafür nach Ansicht der Sexologin allerdings nicht zwingend. Entscheidend sei vielmehr, Erwartungen offen anzusprechen.

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Ihr Fazit: "Druck und Lust vertragen sich schlecht." Manchmal könne deshalb schon ein ehrliches Gespräch darüber helfen, was sich beide wirklich wünschen, erklärte sie abschließend.

Sonja Ruess ist zertifizierte Sexologin mit Privatpraxis in Ravensburg, Autorin und Speakerin. Ihr SPIEGEL-Bestseller "Der Elefant in deinem Bett" erscheint am 25.09. als Hörbuch.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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