Influencerin wird Opfer von KI-Pornos: Selbst ihr Umfeld schaut sich die Fake-Videos an

Hamburg - Sie ist eine der reichweitenstärksten deutschen Influencerinnen: Nadine Breaty (27). Doch seit einigen Wochen tauchen von der 27-Jährigen zunehmend Fake-Nacktbilder und KI-generierte Pornos auf.

Nadine Breaty (27) ist von Fake-Nacktbildern und KI-generierten Pornos im Internet betroffen.
Nadine Breaty (27) ist von Fake-Nacktbildern und KI-generierten Pornos im Internet betroffen.  © Bildmontage: Screenshot Instagram/nadinebreaty

Aufmerksam sei sie darauf geworden, als Personen ihr vermehrt angeboten hätten, Manager ihres OnlyFans-Accounts sein zu wollen. Problem ist nur, dass Nadine gar keinen OnlyFans-Account besitzt.

Nachdem die Influencerin schließlich weiter nach den gefakten Inhalten gegoogelt hatte, dann der Schock: Seitenweise tauchte pornografisches Bildmaterial der gebürtigen Rostockerin auf - alles KI-generiert.

Deepfakes sind in Deutschland keine eigene Straftat. Deshalb entschied sich Nadine, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Vor allem Kinder wolle sie schützen, so die 27-Jährige bei "deep und deutlich".

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"Vor ein paar Wochen hat mir eine Freundin ganz erschrocken geschrieben: Hey, mein Ex hat deine KI-Pornos geschaut", erklärt die Influencerin in der Talkrunde weiter. Demnach konsumieren selbst Personen in ihrem weiteren Umfeld die Videos.

Generell wirken sich die Fake-Clips nicht nur im Internet, sondern auch im realen Leben negativ auf Nadine aus. "Vor ein paar Monaten war ich in Köln und bin dann vom Bahnhof zum Hotel gelaufen. Und dann hat mir ein Typ später per Direktnachricht geschrieben, dass er mich gerade verfolgt hat."

Nach einiger Zeit habe er jedoch gemerkt, dass dieses Verhalten übergriffig sei und es ihm leidtue. "Und dann hat er mich danach aber trotzdem noch nach einem Date gefragt", erklärt Nadine weiter.

Nadine Breaty wünscht sich Konsequenzen für Fehlverhalten im Internet

Die Influencerin nutzt ihre Reichweite und setzt sich gegen Cybermobbing und Deepfakes ein.
Die Influencerin nutzt ihre Reichweite und setzt sich gegen Cybermobbing und Deepfakes ein.  © Bildmontage: Screenshot Instagram/nadinebreaty

In ihren Kurzvideos teilt die 27-Jährige auf TikTok authentische Einblicke in ihr Leben, spricht offen über mentale Gesundheit wie Borderline und nutzt ihre Reichweite gegen Cybermobbing und Deepfakes - so auch in der Talkrunde.

"Natürlich soll das Internet anonym bleiben, aber halt nur bis zu einem gewissen Teil. Man sollte sich identifizieren müssen. Falls so ein Fall greift, dass man die Person hinter dem Account identifizieren und melden kann", appelliert sie in Bezug auf KI-Pornografie.

"Ich würde mir wünschen, dass die Leute endlich die Konsequenzen bekommen. Und vor allem für deutliche Grenzüberschreitung wie KI-Pornos eine ordentliche Strafe bekommen", so die 27-Jährige abschließend.

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Die aktuelle Folge "deep und deutlich" könnt Ihr in der ARD-Mediathek ansehen.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot Instagram/nadinebreaty

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