Lügengeschichte aufgeflogen: Chirurg verliert Beine nicht unverschuldet

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Truro (England) - Empörende Hintergründe: Ein Chirurg (50) aus England verlor beide seiner Unterschenkel - anders als anfangs angenommen fügte er sich das Leid selbst hinzu.

Schon 2021 teilte Neil Hopper (50) freudestrahlend Bilder seiner Beine.
Schon 2021 teilte Neil Hopper (50) freudestrahlend Bilder seiner Beine.  © Instagram/bionicsurgeon

Neil Hopper zog im Jahr 2020 die Aufmerksamkeit auf sich, als er in der englischen Frühstücksfernsehsendung "This Morning" über seine amputierten Beine erzählte.

Seiner Geschichte nach verlor er die unteren Teile seiner Beine infolge einer Sepsis (Blutvergiftung), während er mit seiner Tochter campen war, so The Sun. Doch damit hatte der Chirurg die ganze Nation angelogen.

Im Jahr 2025 kam dann die Wahrheit ans Licht: Hopper fügte sich mit Trockeneis schwere Verletzungen zu, die schließlich zu einem Absterben der Beine führten. Der Grund? Sein Amputationsfetisch.

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Hinzu kam, dass der Brite mehr als umgerechnet 500.000 Euro von zwei Versicherungen heraushandelte und drei Anklagepunkte wegen des Besitzes extremer Pornografie gestand. Hopper wurde vergangenes Jahr zu 32 Monaten Haft verurteilt.

Nun strich ein Gericht den ehemaligen Gefäßchirurgen aus dem GMC-Register (Ärzteregister) - ein offizielles Verzeichnis des General Medical Council (GMC). Ärzte, die im Vereinigten Königreich praktizieren wollen, müssen dort registriert sein.

Die Lügengeschichte konnte aufgedeckt werden

Die Lügengeschichte des Chirurgen konnte durch ein anderes Verfahren aufgedeckt werden.
Die Lügengeschichte des Chirurgen konnte durch ein anderes Verfahren aufgedeckt werden.  © Instagram/bionicsurgeon

In der Entscheidung hieß es laut Bericht von The Sun, dass Hopper "eine Gefahr für die Patientensicherheit darstellt" und dass diese Maßnahmen notwendig seien, um das Vertrauen der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten.

Die Lügengeschichte des Briten wurde über Umwege aufgedeckt. Eigentlich wurde gegen Marius Gustavson, den Anführer einer Kannibalenbande, ermittelt. Bei einer Auswertung von Daten bezüglich seines Falls, fanden die Behörden einen Chat mit Hopper.

Knapp 1500 Nachrichten tauschten die beiden Männer aus - dabei ging es vor allem um eine detaillierte Beschreibung von der Unterschenkelamputation des Chirurgen.

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"Aus den Nachrichten geht eindeutig hervor, dass Herr Hopper sich wünschte, amputiert zu werden, und dass dies schon immer etwas war, wovon er geträumt hatte", so Staatsanwalt Nicholas Lee.

Außerdem soll sich Hopper schon seit klein auf im falschen Körper gefühlt haben. "Er war von seinem Geschlecht geplagt, er wollte eine Frau sein", erklärte sein Verteidiger Andrew Langdon.

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/bionicsurgeon

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