Nach Brand in Erfurt: Demonstration für Verbot von Privatfeuerwerk
Von Katrin Zeiß
Erfurt - Einen Monat nach dem folgenschweren Silvesterbrand an einem historischen Gebäudekomplex in Erfurt haben etwa 100 Menschen für ein Verbot von Privatfeuerwerk demonstriert.
Zu der Demonstration hatte eine nach dem Feuer gegründete Bürgerinitiative "Erfurt böllerfrei" aufgerufen, die mit mehr Zuspruch gerechnet hatte. 300 Teilnehmer waren ursprünglich erwartet worden.
Ein Sprecher der Initiative zeigte sich allerdings nichts vollends enttäuscht.
Die meisten Demonstranten hätten einen Einwohnerantrag an den Stadtrat unterschrieben, in dem ein städtisches Böllerverbot gefordert wird, sagte er.
Während des Silvesterfeuerwerks war in dem Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe des Erfurter Doms ein Dachstuhlbrand ausgebrochen, insgesamt drei historische Häuser wurden durch Flammen und Löschwasser schwer beschädigt.
Betroffen war auch ein Restaurant. 24 Menschen verloren ihr Zuhause. Ermittlungsergebnisse deuteten darauf hin, dass Pyrotechnik in der Nähe des Brandorts gezündet wurde. Endgültig steht die Brandursache bislang jedoch nicht fest. "Wir warten noch auf die Ergebnisse eines Brandgutachtens", sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Patrick Martin, auf Anfrage.
Titelfoto: Marie Frech/-/dpa
