Coronavirus in Frankfurt und ganz Hessen: Über 10.000 neue Infektionen in 24 Stunden

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Bitte mit Maske!" ist in Frankfurt in einem Bus angebracht – die fünfte Welle der Corona-Pandemie baut sich in Hessen weiter auf.
Ein Plakat mit der Aufschrift "Bitte mit Maske!" ist in Frankfurt in einem Bus angebracht – die fünfte Welle der Corona-Pandemie baut sich in Hessen weiter auf.  © Foto Arne Dedert/dpa

Bis Donnerstag (3.27 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 575.471 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 10.179.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, wurde im Vergleich zum Vortag um 13 korrigiert und liegt nun bei 8712.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 739,6. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 694,9.)

Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann positiv auf Corona getestet
Frankfurt Corona Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann positiv auf Corona getestet

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 20. Januar, 13.42 Uhr: Hessens Ministerpräsident für begrenzte Rückkehr von Zuschauern

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (70, CDU) will sich bei den anstehenden Corona-Bund-Länder-Beratungen für eine begrenzte Rückkehr von Zuschauern bei Sport- und Kulturveranstaltungen einsetzen.

Der Vorstoß sehe vor, dass sowohl im Innen- als auch im Außenbereich bei Kultur- und Sportveranstaltungen unter bestimmten hygienischen Voraussetzungen eine Auslastung der Zuschauerkapazitäten von 25 Prozent hergestellt werden kann, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Diese Regelung sollte generell und nicht nur für den Profisport gelten. Wichtig sei, dass es bundesweit einheitliche Regelungen gibt. Die nächsten Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen sind für den kommenden Montag geplant.

Update, 20. Januar, 11.22 Uhr: Hospitalisierungsinzidenz für Hessen steigt auf über 3,8

Die für die Pandemie-Einschätzung wichtige Hospitalisierungsinzidenz für Hessen stieg nach Angaben des Sozialministeriums am Donnerstag auf 3,83 nach 3,73 am Vortag; vor einer Woche hatte die Zahl bei 3,05 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden.

Auf den Intensivstationen der hessischen Krankenhäuser wurden am Donnerstag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 204 Covid-19-Patienten behandelt, 5 mehr als am Vortag. 114 von ihnen mussten beatmet werden (Stand 10.05 Uhr).

Seit diesem Donnerstag gelten mit den Kreisen Kassel und Schwalm-Eder zwei weitere Landkreise als Hotspots – hier liegt die Inzidenz mehrere Tage in Folge über 350 und es gelten strengere Regeln. In Hessen unterschreitet einzig der Werra-Meißner-Kreis noch die Grenze von 350 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Dort betrug die Inzidenz am Donnerstag laut Robert Koch-Institut 273,9.

Alle anderen 20 Landkreise sowie die fünf kreisfreien Städte gelten bereits als Hotspots. Die höchste Zahl von gemeldeten Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wies den Daten zufolge die Stadt Wiesbaden mit 1132,1 auf.

Update, 19. Januar, 20 Uhr: Hessentag zum dritten Mal wegen Corona abgesagt

Der für dieses Jahr geplante Hessentag im mittelhessischen Haiger fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das beschloss die Kommune am Mittwochabend in einer Stadtverordnetenversammlung.

Der Chef der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU), bedauerte die Absage. "Wir hätten unser Landesfest im Juni sehr gerne in Haiger gefeiert", erklärte er am Mittwochabend in Wiesbaden.

"Die Omikron-Welle hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht", so Wintermeyer.

In Haiger hatte man sich auf den Hessentag gefreut. Jetzt schiebt die Omikron-Welle dem Landesfest den Riegel vor.
In Haiger hatte man sich auf den Hessentag gefreut. Jetzt schiebt die Omikron-Welle dem Landesfest den Riegel vor.  © dpa/Silas Stein

Update, 19. Januar, 17.57 Uhr: Weiterer Piks bei Johnson & Johnson-Impfstoff nötig

Auch in Hessen gelten Menschen, die zuerst den Impfstoff von Johnson & Johnson gegen Corona erhalten haben, erst nach zwei weiteren Impfungen als geboostert.

Darauf wies das Land am Mittwoch hin. Bislang hatte eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson für eine Grundimmunisierung ausgereicht, mit einer weiteren Impfung war dann der Status "geboostert" erreicht worden. Nun ist dafür aber insgesamt dreimal ein Piks erforderlich.

Grund für die Änderung seien neue Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums, die über das Paul-Ehrlich-Institut aufgrund neuer Erkenntnisse über die Wirksamkeit des Impfstoffs veröffentlicht wurden

Nach einer neuen Vorgabe des Robert Koch-Instituts (RKI) gilt außerdem ein Genesenennachweis nur noch bis zu 90 Tage statt wie bisher 180 Tage.

Update, 19. Januar, 13.45 Uhr: Hospitalisierungsinzidenz für Hessen steigt auf 3,73

Mediziner kümmern sich auf einer Intensivstation in Hessen um einen Corona-Patienten – die Hospitalisierungsinzidenz für das Bundesland ist auf 3,73 gestiegen.
Mediziner kümmern sich auf einer Intensivstation in Hessen um einen Corona-Patienten – die Hospitalisierungsinzidenz für das Bundesland ist auf 3,73 gestiegen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Die für die Pandemie-Einschätzung wichtige Hospitalisierungsinzidenz für Hessen stieg nach Angaben des Sozialministeriums am Mittwoch auf 3,73 nach 3,16 am Vortag; vor einer Woche hatte die Zahl bei 3,11 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Hessen wurden am Mittwoch laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 199 Covid-19-Patienten behandelt, fünf weniger als am Vortag. 111 von ihnen mussten beatmet werden (Stand 11.05 Uhr).

Am Mittwoch galten weiterhin 18 von 21 Landkreisen sowie alle fünf kreisfreien Städte als Hotspots. Wo die Inzidenz mehrere Tage in Folge über 350 liegt, gelten strengere Regeln. Ab Donnerstag fallen auch die Kreise Kassel und Schwalm-Eder unter diese Regelung. Dort lag die Inzidenz am Mittwoch den dritten Tag in Folge über 350.

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Damit liegt in Hessen aktuell einzig der Werra-Meißner-Kreis noch unter der Grenze von 350 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Dort betrug die Inzidenz am Mittwoch laut Robert Koch-Institut 251,9.

Die höchste Zahl von gemeldeten Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wies den Daten zufolge die Stadt Frankfurt mit 1171,8 auf.

Update, 19. Januar, 13.30 Uhr: Immer mehr Corona-Impfpass-Fälschungen in Hessen

Im Zusammenhang mit gefälschten Corona-Impfnachweisen sind dem Hessischen Landeskriminalamt (LKA) aktuell Verfahren in niedriger vierstelliger Anzahl bekannt.

Wie das Innenministerium in Wiesbaden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, ist eine Zunahme der Fälle seit der erstmaligen Einführung der 3G-Regel im Herbst 2021 erkennbar.

Ein Impfausweis wird mit der Lupe auf seine Echtheit hin untersucht – die Zahl der gefälschten Impfnachweise im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat seit dem Herbst in Hessen zugenommen. (Symbolbild)
Ein Impfausweis wird mit der Lupe auf seine Echtheit hin untersucht – die Zahl der gefälschten Impfnachweise im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat seit dem Herbst in Hessen zugenommen. (Symbolbild)  © Stefan Puchner/dpa

Update, 18. Januar, 18.25 Uhr; Regierungsfraktionen beantragen Fortführung der Corona-Notlage

Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen im hessischen Landtag haben mit Blick auf die Corona-Krise eine Fortführung der pandemischen Notlage beantragt.

Damit solle der Weg frei gemacht werden, um wie geplant drei Milliarden Euro zur Bewältigung der gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie in den Landesetat 2022 einzustellen, teilten die beiden Fraktionsvorsitzenden Ines Claus (CDU) und Mathias Wagner (Grüne), am Dienstag in Wiesbaden mit.

Der Haushalt 2022 soll Anfang Februar im Landtag beraten werden.

Update, 18. Januar, 12 Uhr: Rosenmontagsumzug in Fulda offiziell abgesagt

Der Fuldaer Rosenmontagsumzug fällt auch in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Die Fuldaer Karneval-Gesellschaft teilte mit, dies sei einstimmig beschlossen worden.

Auch in zahlreichen anderen Fastnachts- und Karnevalshochburgen sind die närrischen Umzüge bereits abgesagt worden, so unter anderem in Mainz und Frankfurt.

Die Fuldaer Fastnachtsvereine riefen am Montagabend "zu solidarischem, verantwortungsvollem und friedlichem Handeln auf, um die Corona-Pandemie schnellstmöglich in den Griff zu bekommen". Dann könne ab dem 11.11. wieder Fastnacht gefeiert werden.

Update, 18. Januar, 9.50 Uhr: Corona-Regelung für Hotellerie in Hessen angeblich nicht praxistauglich

Die Regelungen in der Corona-Pandemie sind nach Auffassung des Hotel- und Gastronomieverbandes Dehoga für die hessische Hotellerie nicht praxistauglich und zu kompliziert.

Während es in der Gastronomie ein einheitliche Linie gebe, stünden Hotelmitarbeiter vor einer Vielzahl von Fragen, sagte der Dehoga-Geschäftsführer Julius Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Sie müssten in Nicht-Hotspot-Regionen prüfen, ob die 3G-, 2G- oder 2G-plus-Regel anzuwenden ist, ob der Gast aus privaten Gründen, als Tourist oder aus beruflichen Gründen kommt. Treffe sich ein übernachtender Tourist zum Frühstück mit einem Bekannten, gelte für den einen die 2G-Regel, für den anderen wegen der Bestimmungen in der Gastronomie die 2G-plus-Regel.

"Das macht es unnötig noch komplizierter", sagte Wagner. "Wir hätten es für vernünftig gehalten, die Gastronomie und die Hotellerie gleich zu behandeln." Theoretisch vereinfachten sich durch eine Einstufung als Hotspot die Kontrollen durch die Verschärfungen, allerdings könnten dann auch weniger Menschen kommen.

Eine Kommune gilt in Hessen als Hotspot, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über dem Wert 350 liegt. Ab diesem Dienstag gilt dies nach Angaben des Sozialministeriums für 19 Kreise und kreisfreie Städte.

Update, 17. Januar, 16.30 Uhr: Müssen Schulen bald wegen Omikron wieder schließen?

In der Corona-Pandemie werden die Auswirkungen der Omikron-Welle auf den hessischen Schulbetrieb nach Angaben von Lehrervertretern von Tag zu Tag größer.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Thilo Hartmann, erklärte in Frankfurt, der Anteil der Schülerinnen und Schüler wie auch des pädagogischen Personals, der wegen einer Infektion oder Quarantäne nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann, wachse an. "In Hessen ist das Rhein-Main-Gebiet besonders betroffen."

Hartmann forderte von der Landesregierung Klarheit darüber, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.

"Dies sollte rechtzeitig geordnet geschehen, bevor schlimmstenfalls der Unterrichtsbetrieb komplett zusammenbricht", sagte er. Mehr Infos >> hier!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung in Hessen Klarheit, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung in Hessen Klarheit, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 17. Januar, 11.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Frankfurt sprengt die Tausender-Marke

Die Corona-Inzidenz in Hessens größter Stadt Frankfurt am Main hat die Schwelle von 1000 überschritten.

Am zweithöchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen im Hochtaunuskreis, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: 3.19 Uhr) hervorgeht.

Bei den Corona-Inzidenzen in Hessen liegt die Mainmetropole Frankfurt aktuell an der Spitze.
Bei den Corona-Inzidenzen in Hessen liegt die Mainmetropole Frankfurt aktuell an der Spitze.  © Montage: TAG24/Florian Gürtler, Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa-

Update, 14. Januar, 12.47 Uhr: Klose: Booster-Empfehlung der Stiko für Jugendliche schafft Klarheit

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Corona-Auffrischimpfung für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren begrüßt.

"Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Stiko hier nun Klarheit für Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie die impfenden Ärztinnen und Ärzte geschaffen hat", erklärten Klose sowie der Vorsitzende des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Hessen (BVKJ), Ralf Moebus, am Freitag. Dieser ergänzte:

"Für uns als Kinder- und Jugendärzteschaft ist es eine enorme Erleichterung, keine Einzelfallentscheidungen treffen zu müssen und stattdessen mit einer auf einer sicheren Datenbasis ausgesprochenen Empfehlung im Rücken den Wünschen unserer Patientinnen und Patienten nach einer Drittimpfung nachkommen zu können."

Titelfoto: Foto Arne Dedert/dpa

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