Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Mehr als 144.000 Impf-Anmeldungen seit Ende der Priorisierung

Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Epidemie und deren Folgen in dem Bundesland. In diesem Artikel findest Du zurückliegende archivierte Meldungen. Hier geht's zum aktuellen Liveticker.

Update, 11. Juni, 6.23 Uhr: Mehr als 144.000 Impf-Anmeldungen seit Ende der Priorisierung

Seit dem 7. Juli gilt die Impf-Priorisierung nicht mehr,
Seit dem 7. Juli gilt die Impf-Priorisierung nicht mehr,  © Sebastian Gollnow/dpa

Seit dem Ende der Impf-Priorisierung haben sich mehr als 144.000 Hessinen und Hessen für eine Spritze gegen das Corona-Virus in einem der 28 Impfzentren des Landes angemeldet.

Die Aufhebung der festen Reihenfolge habe zunächst aber keinen größeren Andrang in den Zentren zur Folge, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden.

Denn viele Termine müssten erst noch vergeben werden, was sich nach der Menge der verfügbaren Impfstoffe richte. Zuerst sollen zudem jene rund 433 000 Personen geimpft werden, die sich als Angehörige der bisherigen Priorisierungsgruppen schon registriert hatten, aber noch auf ihren Termin warten.

Die Priorisierung, durch die Risikopatienten oder bestimmte Berufe bei den Corona-Impfungen bevorzugt an die Reihe gekommen waren, gilt sei dem 7. Juni nicht mehr.

Nun können alle Interessierten ab 16 Jahren eine Injektion gegen das Virus erhalten - und zwar nicht nur in den Zentren, sondern auch bei Haus-, Fach- oder Betriebsärzten.

Update, 10. Juni, 8.45 Uhr: Ganz Hessen nun in Stufe 2

An diesem Donnerstag erreichten mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und der Stadt Wiesbaden auch die letzten beiden verbliebenen Kommunen die Stufe 2 des hessischen Stufenplans.

Für alle anderen hessischen Städte und Landkreise gilt diese Stufe bereits. Sie ermöglicht etwa, das Restaurants und Cafés unter Auflagen ihre Innenräume wieder für die Gäste öffnen, wenngleich dort weiterhin die Vorlage tagesaktueller negativer Corona-Tests und das Tragen von Masken vorgeschrieben ist. Zudem darf in Geschäften unter Auflagen wieder spontan ohne Termin eingekauft werden.

Update, 9. Juni, 17.43 Uhr: Gießener Corona-Testzentrum wegen Mängeln geschlossen

Wegen festgestellter Mängel muss ein Corona-Testzentrum in Gießen schließen. Das Gesundheitsamt habe der Einrichtung in der Innenstadt am Mittwoch mit sofortiger Wirkung die Beauftragung entzogen, teilte der Kreis Gießen mit.

Bei einer unangekündigten Kontrolle waren demnach die Mängel zuvor festgestellt worden. Ein Anlass für den Besuch seien Betrugsermittlungen gegen Angehörige der Teststelle gewesen sowie Hinweise auch auf Mängel bei Abläufen.

Bei der Überprüfung stellte sich dem Kreis zufolge unter anderem heraus, dass das anwesende Personal keine Nachweise über die erforderlichen Kenntnisse zum Durchführen der Tests sowie die nötigen Schulungen vorweisen konnte.

"Zudem wurden weitere Mängel wie eine nicht vorhandene Kühlung der entnommenen Proben von PCR-Abstrichen festgestellt." Daraufhin habe das Gesundheitsamt dem Betreiber, der seinen Sitz im Rhein-Main-Gebiet habe, die Beauftragung entzogen. Eine frühere Kontrolle habe keine Beanstandungen ergeben.

Ende Mai hatten Staatsanwaltschaft und Polizei mitgeteilt, dass sie gegen das Zentrum wegen Betrugsverdachts ermitteln. Zwei Männern wird vorgeworfen, gefälschte negative PCR-Testergebnisse übersandt und pro Test zu Unrecht 79,90 Euro kassiert zu haben.

Update, 9. Juni, 15.02 Uhr: Betriebsärzte starten mit Corona-Impfungen

Der Startschuss ist gefallen: Auch Betriebsärzte dürfen seit Montag gegen Corona impfen.

"Wir sind froh, dass wir jetzt eingebunden werden und hoffen, den Impfturbo zünden zu können, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht", sagte Martin Kern, Vorsitzender des Landesverbands der Betriebs- und Werksärzte. "Im Moment ist das noch das Nadelöhr."

804 Dosen konnten die teilnehmenden Mediziner für die erste Impfwoche maximal bestellen. Durchschnittlich 108 sind laut Kern geliefert worden.

Er ist allerdings zuversichtlich, dass sich die Lage bald entspannen wird. "Ich schätze, dass es in der vierten Juniwoche eine größere Lieferung geben wird."

Auch wenn sich alles erst noch einspielen müsse - Kern freut sich, dass nun endlich auch die Betriebsärzte loslegen dürfen. "Jede Impfung ist eine gute Impfung", so der Mediziner.

Update, 8. Juni, 10.42 Uhr: Betrügereien mit angeblichen elektronischen Impfnachweisen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Limburg-Weilburg und das Polizeipräsidium Westhessen warnen vor Betrügereien im Zusammenhang mit angeblichen elektronischen Corona-Impfnachweisen.

Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, sind bisher zwei Fälle bekannt geworden, in denen Betrüger telefonisch Kontakt zu Senioren aufgenommen und sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben hätten. Unter dem Vorwand, die Impfnachweise erstellen zu wollen, hätten die Täter persönliche Daten abgefragt oder die Betroffenen dazu aufgefordert, die Richtigkeit bereits vorhandener Daten zu bestätigen.

In einem Fall seien so auch Kontodaten preisgegeben worden. Nach kurzer Zeit sei von dem Konto ein größerer Geldbetrag abgebucht worden. Daraufhin erstatteten die Geschädigten Anzeige.

Der Landkreis wies darauf hin, dass die Erstellung elektronischer Impfausweise noch im Projektstadium sei und in Hessen erst in einigen wenigen Impfzentren erprobt werde. Die konkrete Umsetzung sei noch nicht endgültig entschieden.

"Nach jetzigen Informationen werden keine Kosten für die Bürgerinnen und Bürger entstehen. Das Gesundheitsamt benötigt für seine Arbeit definitiv keine Bankdaten", hieß es in der Mitteilung.

Update, 8. Juni, 5.50 Uhr: Gastronomie in Hessen hat trotz Corona-Lockerungen Probleme

Ein Kellner räumt in Frankfurt einen Tisch ab – die Gastronomie in Hessen hat trotz der Corona-Lockerungen mit Problemen zu kämpfen.
Ein Kellner räumt in Frankfurt einen Tisch ab – die Gastronomie in Hessen hat trotz der Corona-Lockerungen mit Problemen zu kämpfen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Das hessische Gastgewerbe kommt auch nach Lockerung der Corona-Regeln nicht richtig in Schwung.

"Wir haben einen Restart mit angezogener Handbremse", sagte der Präsident des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Gerald Kink, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Vor allem die auch bei Stufe 2 der Lockerungen bestehende Testpflicht für die Innenräume der Lokale sei ein großer Hemmschuh für die Branche. Häufig gestalte sich die Kommunikation mit den Gästen schwierig, da viele nicht gut informiert in die Lokale kämen, manche akzeptierten die geltenden Regeln auch nicht. "Am Gastwirt lädt sich natürlich vieles dann ab."

Hinzu komme noch ein weiteres Problem: Viele Betriebe suchten nach der Krise händeringend nach Personal, da Mitarbeiter wegen der langen Dauer der Pandemie gekündigt und sich mittlerweile andere Jobs gesucht hätten – je nach Qualifikation etwa in der Telekommunikationswirtschaft, im Lebensmitteleinzelhandel oder anderen Wirtschaftszweigen, die vergleichsweise gut durch die Krise gekommen sind.

In den vergangenen Tagen hatte der Branchenverband hessenweit rund 600 Hoteliers und Gastronomen aus allen Landkreisen und Städten zu ihrer aktuellen Lage befragt. Demnach sind mittlerweile wieder 82 Prozent der Hotels und Pensionen für touristische Übernachtungen geöffnet. Die Außengastronomie ist wieder zu 70 Prozent in Betrieb, ihre Innenräume hätten aber nur 50 Prozent der Lokale wieder geöffnet, die dies eigentlich dürften.

Hier spiegelten sich die Probleme mit der Testpflicht, die viele Gäste vom Besuch abhalte. "Das führt natürlich dazu, dass es nicht wirklich rentabel ist, Vorplanungen zu machen und Mannschaften bereitzustellen", so Kink. Deshalb pochten rund 87 Prozent der Wirte darauf, dass als nächste Stufe der Lockerungen die Testpflicht entfällt.

Zudem planten viele Betriebe, ihre Öffnungszeiten weiterhin einzuschränken und nach einem zweiten auch einen dritten Ruhetag pro Woche einzuführen.

Update, 7. Juni, 14.57 Uhr: Mehr als 70.000 Hessen melden sich für Corona-Impftermin an

Zehntausende Hessen haben sich mit der Aufhebung der Priorisierung für einen Corona-Impftermin beim Land registriert.

"Bis 10.30 Uhr hatten bereits rund 50.000 Bürgerinnen und Bürger ihre Registrierung online oder telefonisch abgeschlossen", teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Bis 13 Uhr seien es dann insgesamt mehr als 70.000 gewesen, berichtete ein Ministeriumssprecher.

Seit Montag können sich alle Hessen ab 16 Jahren für eine Spritze gegen das Coronavirus in einem der 28 hessischen Impfzentren anmelden, die Bevorzugung bestimmter Risiko- oder Berufsgruppen gilt nicht mehr.

Einige Impfwillige wurden bei ihrem Anmeldeversuch auf der Online-Terminplattform des Landes allerdings wegen Wartungsarbeiten ausgebremst. Diese seien geplant gewesen, um das System nach dem Wegfall der Priorisierung umzustellen, erläuterte der Sprecher.

Ab 8 Uhr hätten sich die Menschen dann für einen Impftermin registrieren können. "Für wenige Minuten war die Webseite nicht erreichbar, läuft aber seitdem sehr stabil und zuverlässig."

Update, 7. Juni, 6.55 Uhr: Erste Thermen in Hessen nach Lockdown wieder geöffnet

Schwimmbäder und damit auch Thermen dürfen unter Auflagen in einigen Regionen öffnen (Symbolbild).
Schwimmbäder und damit auch Thermen dürfen unter Auflagen in einigen Regionen öffnen (Symbolbild).  © 123RF/lenetstan

Nach monatelanger Corona-Zwangspause haben die ersten Thermen in Hessen wieder geöffnet.

Man sei froh, dass einige Bäder nun Besucher empfangen könnten, sagte Almut Boller, Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbands. Wobei es auch eine Herausforderung sei, die Einrichtungen nach dem Lockdown wieder hochzufahren.

Zudem sei ein kostendeckender Betrieb weit entfernt, weil nur deutlich weniger Besucher in die Thermen dürften, sagte sie mit Blick auf die pandemiebedingten Zugangsbeschränkungen. "Das fällt schon schwer. Gleichwohl ist es für die Heilbäder und Kurorte der gesamtgesellschaftliche Auftrag, dass wir diese Einrichtung gerade zur Verfügung stellen."

Zu den Häusern, die wieder öffnen, gehört seit Montag auch die Spessart-Therme in Bad Soden-Salmünster. "Wir freuen uns einfach, dass es jetzt wieder los geht", berichtete Kurdirektor Stefan Ziegler. Klar sei aber: "Es ist ein Wiederanfahren. Punkt für Punkt wird sich das jetzt dann hoffentlich wieder steigern."

Schwimmbäder und damit auch Thermen dürfen unter Auflagen in jenen Regionen öffnen, in denen die zweite Corona-Lockerungsstufe des Landes Hessen in Kraft ist. Unter anderem gilt eine maximale Besucherzahl und Terminvereinbarung.

Update, 7. Juni, 5.45 Uhr: Priorisierung bei Corona-Impfung entfällt

Eine Mitarbeiterin im Gesundheitswesen zieht in einem Impfzentrum eine Spritze mit Covid-19 Impfstoff auf.
Eine Mitarbeiterin im Gesundheitswesen zieht in einem Impfzentrum eine Spritze mit Covid-19 Impfstoff auf.  © Ole Spata/dpa

Mit Beginn der neuen Woche greifen auch in Hessen Änderungen, die insbesondere die Corona-Schutzimpfungen betreffen.

Ab diesem Montag (7. Juni) endet die Priorisierung für eine Spritze gegen das Virus mit einer festen Reihenfolge. Dann heißt es: "Wer in Hessen wohnt und keiner Priorisierungsgruppe angehört, hat vom 7. Juni 2021 an die Möglichkeit, sich online oder telefonisch für die Schutzimpfung gegen das Coronavirus in einem der 28 hessischen Impfzentren zu registrieren", teilte das Innenministerium zu der Neuerung mit.

Bis zur ersten Injektion wird es vielfach dauern: "Zeitnahe Terminangebote werden jene Neuregistrierten aufgrund der nach wie vor nicht ausreichenden Impfstoff-Mengen in der Regel aber nicht erhalten können", so das Ministerium weiter.

Derzeit warten demnach noch rund 476.000 bereits registrierte Hessen auf ihre persönlichen Terminangebote.

Das Land empfahl allen Bürgern der Priorisierungsgruppen 1 bis 3, die in einem der Zentren ihre Spritze bekommen möchten, sich bis zum 6. Juni zu registrieren.

Die Aufhebung der Reihenfolge, die Risikogruppen wie ältere oder Menschen mir Vorerkrankungen bevorzugt hatte, gilt auch für Impfungen bei Haus-, Fach- oder Betriebsärzten. Haus- und Facharztpraxen impfen bereits seit April gegen das Coronavirus, von Montag an können das auch Betriebsärzte flächendeckend tun.

Dem Robert Koch-Institut zufolge hatten bis einschließlich 4. Juni 44,5 Prozent der Hessen mindestens die erste Impfung erhalten, das sind demnach fast 2,8 Millionen Menschen.

Auch im Schulbereich stehen Veränderungen an: Am Montag können erstmals seit Beginn des Lockdowns im Herbst voraussichtlich alle Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 wieder jeden Tag der Woche in die Schule gehen.

Nach Monaten des Distanz- oder Wechselunterrichts kehre damit wieder mehr Normalität ein in den Alltag von rund 360.000 Schülern und ihren Eltern, hieß es aus dem Kultusministerium. Der Schulalltag werde aber von regelmäßigen Corona-Selbsttests vor Unterrichtsbeginn begleitet.

Update, 6. Juni, 8.33 Uhr: Das ändert sich ab Montag für Schüler

Auch im Schulbereich stehen Veränderungen an: Am Montag können erstmals seit Beginn des Lockdowns im Herbst voraussichtlich alle Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 wieder jeden Tag der Woche in die Schule gehen.

Nach Monaten des Distanz- oder Wechselunterrichts kehre damit wieder mehr Normalität ein in den Alltag von rund 360 .00 Schülern und ihren Eltern, hieß es aus dem Kultusministerium. Der Schulalltag werde aber von regelmäßigen Corona-Selbsttests vor Unterrichtsbeginn begleitet.

Update, 6. Juni, 8.30 Uhr: Corona-Impfung ohne Priorisierung in Hessen

Mit Beginn der neuen Woche greifen auch in Hessen Änderungen, die insbesondere die Corona-Schutzimpfungen betreffen. Ab diesem Montag (7. Juni) endet die Priorisierung für eine Spritze gegen das Virus mit einer festen Reihenfolge.

Dann heißt es: "Wer in Hessen wohnt und keiner Priorisierungsgruppe angehört, hat vom 7. Juni 2021 an die Möglichkeit, sich online oder telefonisch für die Schutzimpfung gegen das Coronavirus in einem der 28 hessischen Impfzentren zu registrieren", teilte das Innenministerium zu der Neuerung mit.

Bis zur ersten Injektion wird es vielfach dauern: "Zeitnahe Terminangebote werden jene Neuregistrierten aufgrund der nach wie vor nicht ausreichenden Impfstoffmengen in der Regel aber nicht erhalten können", so das Ministerium weiter. Derzeit warten demnach noch rund 476.000 bereits registrierte Hessen auf ihre persönlichen Terminangebote. Das Land empfahl allen Bürgern der Priorisierungsgruppen 1 bis 3, die in einem der Zentren ihre Spritze bekommen möchten, sich bis zum 6. Juni zu registrieren.

Die Aufhebung der Reihenfolge, die Risikogruppen wie ältere oder Menschen mir Vorerkrankungen bevorzugt hatte, gilt auch für Impfungen bei Haus-, Fach- oder Betriebsärzten. Haus- und Facharztpraxen impfen bereits seit April gegen das Coronavirus, von Montag an können das auch Betriebsärzte flächendeckend tun.

Update, 4. Juni, 16.05 Uhr: Zusätzliche Impftermine für Frankfurter ab 60 Jahren

Bei den besonderen Impfungen in Frankfurt soll der Wirkstoff von Johnson&Johnson verimpft werden (Symbolbild).
Bei den besonderen Impfungen in Frankfurt soll der Wirkstoff von Johnson&Johnson verimpft werden (Symbolbild).  © Sebastian Gollnow/dpa

Von Montag an können sich impfwillige Frankfurter an mehreren Tagen mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson gegen das Coronavirus immunisieren lassen.

Wie ein Sprecher des Gesundheitsamts am Freitag berichtete, sind nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) ausschließlich Frankfurter Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren für die Impfung berechtigt.

Bisher sind den Angaben zufolge im Frankfurter Impfzentrum und durch die mobilen Impf-Teams mehr als 340.000 Impfungen gegen Covid-19 durchgeführt worden – allein in der Frankfurter Festhalle waren es mehr als 195.000 Erst- und 79.000 Zweitimpfungen.

Außerdem habe es mehr als 64.000 Erst- und Zweitimpfungen durch die mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern, verschiedensten sozialen Einrichtungen und im Rahmen von Impf-Aktionen in den Stadtteilen gegeben.

Die mobilen Impf-Teams seien momentan noch mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson unterwegs, um die nicht mobilen Ü-80-Jährigen zu Hause zu impfen.

Für die aus diesem Sonderkontingent verbleibenden 2000 Impfstoff-Dosen biete die Stadt Frankfurt nun eine Sonder-Impfaktion im Frankfurter Impfzentrum an.

Update, 4. Juni, 15.55 Uhr: Landesärztekammer fordert, zunächst nur kranke Kinder und Jugendliche zu impfen

Die Landesärztekammer Hessen hat gefordert, zunächst nur schwer oder chronisch kranke Kinder und Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen.

Diese Impfungen sollten außerdem "nur aufgrund individueller ärztlicher Indikation durch Kinder- und Jugendärzte sowie Hausärzte erfolgen", sagte Präsident Edgar Pinkowski am Freitag.

"Massenimpfungen" von Kindern und Jugendlichen in Impfzentren lehnt die Landesärztekammer ab. "Bisher existieren keine validen Daten zum Nutzen einer solchen Impfung für diese Zielgruppe", sagte Pinkowski. Nutzen und Risiken seien genau abzuwägen.

Die Landesärztekammer forderte, zunächst die wissenschaftlichen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) abzuwarten. Gesunde Kinder und Jugendliche hätten nach bisher vorliegenden Studiendaten fast kein Risiko für schwere Verläufe durch Erkrankungen mit Sars-CoV-2, sagte der hessische Ärztekammerpräsident Pinkowski.

Selbst bei Vorerkrankungen sei das Risiko extrem niedrig. Die Landesärztekammer schloss sich damit nach eigenen Angaben "ausdrücklich" einer entsprechenden Resolution der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen an.

Die KV lehnt ebenfalls eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen gegen das Coronavirus ab.

Update, 4. Juni, 13.40 Uhr: Aufruf zur Registrierung für Bürger aus Corona-Priorisierungsgruppen

Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer wird in einem Impfzentrum vorbereitet.
Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer wird in einem Impfzentrum vorbereitet.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das Land Hessen hat allen Bürgern der Corona-Priorisierungsgruppen 1 bis 3 empfohlen, sich schnellstmöglich für eine Schutzimpfung zu registrieren.

Nur wer sich bis einschließlich Sonntag in einem der hessischen Impfzentren registriert habe, könne mit einer bevorzugten Vergabe der Termine rechnen, teilte das Innenministerium am Freitag in Wiesbaden mit.

Ab diesem Montag (7. Juni) endet die Priorisierung bei den Corona-Impfungen mit einer festen Reihenfolge. Das gelte sowohl für die 28 hessischen Impfzentren als auch für die Impfungen durch Haus-, Fach- und Betriebsärzte.

Das Ministerium dämpfte zugleich die Erwartung auf eine schnelle Terminvergabe für die Schutzimpfung: Derzeit warteten noch rund 476.000 bereits registrierte Bürger auf ihre persönlichen Terminangebote. Dazu gehörten auch rund 1000 Angehörige der Priorisierungsgruppe 1 sowie etwa 5000 der Priorisierungsgruppe 2, die sich erst in den vergangenen Tagen registriert hätten und innerhalb von maximal sieben Tagen ihre Impfangebote erhalten werden.

Das Land erhält den Angaben zufolge durchschnittlich rund 180.000 Impfdosen für seine 28 Impfzentren pro Woche. Dort sollen in den kommenden Wochen ganz überwiegend Zweitimpfungen durchgeführt werden.

Daher werde der Großteil der rund 470.000 registrierten Angehörigen der Priorisierungsgruppe 3 erst gegen Ende Juni Terminangebote erhalten können.

Update, 4. Juni, 9.40 Uhr: Ab Montag voraussichtlich alle Grundschüler im Präsenzunterricht

Am kommenden Montag können erstmals seit dem Beginn des Corona-Lockdowns vergangenen Herbst voraussichtlich alle hessischen Schüler der Klassenstufen 1 bis 6 wieder jeden Tag der Woche in die Schule gehen.

"Das ist ein toller Tag für unsere Schulen und eine große Erleichterung für die Familien", erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) in Wiesbaden. Nach Monaten des Distanz- oder Wechselunterrichts kehre damit wieder mehr Normalität ein in den Alltag von rund 360.000 Schülern und ihren Eltern.

Der "neue" Schulalltag werde von regelmäßigen Selbsttests vor Unterrichtsbeginn begleitet. Allein in der vergangenen Woche seien an den Schulen mehr als eine Million dieser Tests gemacht worden, erklärte Lorz. Davon seien nach einer Überprüfung etwa 0,02 Prozent positiv gewesen. "Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass unsere Schulen weiterhin keine Infektionsherde sind", sagte Lorz.

Nach dem Zwei-Stufenplan der Landesregierung gilt für alle Regionen, für welche die Bundes-Notbremse entfällt, in einer ersten Stufe, dass neben den Abschlussklassen auch die Klassen 1 bis 6 in Präsenz unterrichtet werden. Für die Klassen 7 bis 11 gilt Wechselunterricht. Ab Stufe 2 können alle Kinder wieder jeden Tag zur Schule gehen – die Testpflicht zweimal in der Woche bleibt erhalten.

Lorz betonte nochmals, dass die derzeit diskutierte mögliche Impfung der Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren keine Bedingung für die Teilnahme am Präsenzunterricht nach den Sommerferien sein werde. "Ein extra Impfprogramm des Landes für alle rund 500.000 in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler wird es bedauerlicherweise nicht geben", erklärte ein Ministeriumssprecher.

Als Grund nannte er, dass der Bund anders als angekündigt keine zusätzlichen Impfdosen zur Verfügung stellen werde.

Update, 3. Juni, 11.18 Uhr: Letzter hessischer Kreis löst Corona-Notbremse

In Hessen gilt derzeit in keinem Kreis und keiner kreisfreien Stadt die Bundesnotbremse mit strikten Corona-Beschränkungen mehr.

Als letzte hessische Region hat der Kreis Waldeck-Frankenberg am Donnerstag die erste Lockerungsstufe des Landes erreicht. Damit gelten nun auch in dem nordhessischen Kreis Erleichterungen unter anderem bei privaten Treffen, für den Einzelhandel oder die Gastronomie.

Die erste Öffnungsstufe greift nach Angaben des Landes in insgesamt 8 Kreisen und kreisfreien Städten. In der zweiten Stufe, in der weitergehendere Lockerungen gelten, befinden sich 18 Kommunen.

Als erste Region in Hessen hatte im Mai der Wetteraukreis den Bereich der Bundesnotbremse verlassen. Wo und wann Lockerungen in Kraft treten können, richtet sich nach der Inzidenz, also der Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Laut dem hessischen Sozialministerium können Kreise und kreisfreie Städte in Stufe 2 bei einem erneuten Überschreiten der 50er-Inzidenz nicht in die strengeren Regen der Stufe 1 zurückfallen.

Lediglich bei einer erneuten Überschreitung der 100er-Grenze sowie dem Vorliegen weiterer Voraussetzungen komme eine Verschärfung durch das Auslösen der Bundesnotbremse in Betracht.

Update, 2. Juni, 13.08 Uhr: Ärzte in Hessen sehen Aufhebung der Impf-Priorisierung kritisch

Ein Arzt hält eine Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zwischen den Fingern.
Ein Arzt hält eine Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zwischen den Fingern.  © Sebastian Gollnow/dpa

Angesichts der zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen sieht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen dem Ende der Priorisierung sorgenvoll entgegen.

"Schon ohne Aufhebung der Priorisierung ist die Lage in den Praxen problematisch, was nicht daran liegt, dass die Praxen es organisatorisch nicht hinbekämen, sondern weil die Politik das Problem der Impfbestellungen und regelmäßiger, planbarer Lieferungen nicht gelöst bekommt", sagte KV-Chef Frank Dastych am Mittwoch in Frankfurt.

Mit dem Ende der Priorisierung am kommenden Montag (7. Juni) kann theoretisch jeder Impfwillige über 18 Jahren bei Hausärzten oder Fachärzten geimpft werden. Doch dieses Angebot bleibe Theorie, so lange so wenig Impfstoff zur Verfügung stehe wie bisher, so die KV.

"Nun wird das Problem endgültig den Praxen in die Schuhe geschoben", sagte Dastych.

Durch die Aufhebung komme nicht eine einzige Impfdosis mehr nach Hessen. "Die Mengen reichen hinten und vorne nicht."

Update, 1. Juni, 18.35 Uhr: Zwei mögliche Betrugsfälle bei Corona-Testzentren

In Hessen sind nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) zwei mögliche Betrugsfälle in Corona-Testzentren registriert worden. In einem Fall wurde demnach ein Testtermin gebucht und im Voraus bezahlt, zum besagten Termin soll das Testzentrum aber geschlossen gewesen sein.

In dem anderen Fall handelt es sich um einen möglichen Betrug in Gießen, der am Montag bekannt geworden war. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wird gegen zwei Angehörige einer Teststelle ermittelt. Den beiden Männern wird demnach vorgeworfen, gefälschte PCR-Testergebnisse übersandt und pro Test zu Unrecht 79,90 Euro eingenommen zu haben.

Darüber hinaus seien dem LKA keine ähnlich gelagerten Fälle übermittelt worden, auch keine betreffend der Hygienesituation, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Das Frankfurter Gesundheitsamt bestätigte derweil, dass die Behörde die Beauftragung der Stadt für zwei Testzentren wegen "relevanter Mängel bei der Testdurchführung" widerrufen musste.

Update, 31. Mai, 19.50 Uhr: Wurden PCR-Tests in einem Testcenter in Gießen gefälscht?

In einem Testcenter in Gießen sollen falsche PCR-Tests verkauft worden sein, bei denen das Ergebnis gefälscht wurde.

Weitere Infos gibt es hier.

Update, 31. Mai, 19 Uhr: Aggro-Meute bewirft Polizisten mit Flaschen und Steinen

Am Wochenende kam es zu Ausschreitungen bei Corona-Kontrollen in Frankfurt.

Mehr Details gibt es hier.

Update, 31. Mai, 13.20 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung Hessen gegen Massenimpfung von Kindern

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen lehnt eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen gegen das Coronavirus ab.

In einer Resolution der Vertreterversammlung der KV hieß es, gerade bei Kindern und Jugendlichen seien Nutzen und Risiko einer Impfung genau abzuwägen.

Die Impfung von Erwachsenen habe nach wie vor höchste Priorität, auch Wünsche der Politik wie ein weitgehend normaler Schulbetrieb nach den Sommerferien seien dem Wohl der Kinder und Jugendlichen angesichts viel zu geringer Studiendaten unterzuordnen. Allenfalls bei schwer vorerkrankten oder chronisch kranken Kindern sei eine Impfung sinnvoll.

"Gesunde Kinder und Jugendliche haben nach bisher vorliegenden Studiendaten fast kein Risiko für schwere Verläufe durch Erkrankungen mit Sars-CoV-2", hieß es in der Resolution.

Selbst bei Vorerkrankungen sei das Risiko extrem niedrig. Zum Nutzen einer Impfung gebe es bisher keine verwertbaren Daten. Dagegen seien die schweren Impf-Nebenwirkungen wesentlich häufiger als bei Erwachsenen.

Update, 31. Mai, 13.15 Uhr: Corona-Testzentren stocken Kapazitäten für Massenveranstaltungen auf

Standortleiterin Neslihan Demiral testet in einem Corona-Testcenter in Kassel einen Probanden.
Standortleiterin Neslihan Demiral testet in einem Corona-Testcenter in Kassel einen Probanden.  © Swen Pförtner/dpa

Ob beim Friseurbesuch, beim Einkauf oder in der Gastronomie: Im Kampf gegen das Coronavirus ist oftmals ein negativer Schnelltest Voraussetzung.

In Hessen rüsten sich Testzentren jetzt auch für mögliche Massentestungen. "Wenn Großveranstaltungen wie Fußsballspiele und Messen wieder losgehen, rechnen wir mit einem Ansturm", sagt etwa Bosko Nedovic vom Covimedial-Testzentrum in Kassel.

In dem kürzlich eröffneten Zentrum können ihm zufolge bis zu 10.000 Tests täglich durchgeführt werden.

Ein negatives Ergebnis, der Nachweis ausreichender Impfungen oder einer Corona-Genesung ist für Gastgewerbe und Kultur in der Regel vorgeschrieben.

In Hessen gibt es derzeit laut Sozialministerium 1222 Corona-Testzentren. Darunter sind unter anderem Apotheken, Arztpraxen und auch Stationen von Hilfsorganisationen.

Update, 29. Mai, 14.39 Uhr: Eine Million Corona-Schutzimpfungen in Hessens Arztpraxen

Seit Anfang April sind in den hessischen Haus- und Facharztpraxen insgesamt eine Million Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden. Das teilte das hessische Gesundheitsministerium am Samstag in Wiesbaden mit. Die meisten Impfungen wurden demnach in Frankfurt verabreicht (119.363), gefolgt vom Main-Kinzig-Kreis (60.772) und dem Kreis Offenbach (53.338). Rund zwei Drittel der Praxen beteiligen sich laut Kassenärztlicher Vereinigung Hessen an den Impfungen.

Die Erfolge der Impfkampagne seien für alle sichtbar, teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) mit. Der Anteil der hochbetagten Menschen auf den Intensivstationen gehe zurück. "Nun kommt es darauf an, nicht nachzulassen, sondern weiter zu impfen. Wichtigste Voraussetzung dafür ist und bleibt die Verfügbarkeit von Impfstoff."

Insgesamt haben eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus mittlerweile - bis einschließlich Freitag - nach RKI-Angaben mehr als 2,66 Millionen Hessen (42,3 Prozent) erhalten. Vollständig geimpft sind rund 956.400 Menschen (15,2 Prozent).

Update, 29. Mai, 8.21 Uhr: Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen auch nach Impfung

Hessenweit sind in knapp 60 Alten- oder Pflegeheimen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, obwohl dort bereits Impfungen verabreicht wurden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Rolf Kahnt hervor. Die Daten haben den Stichtag 31. März 2021 und beziehen den Angaben zufolge sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen mit ein.

Eine Impfung biete grundsätzlich keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion, erläuterte das Sozialministerium. "Es ist aber festzustellen, dass die Krankheitsverläufe in diesen Fällen in der Regel sehr milde verlaufen, die Impfung also den gewünschten Effekt - Schutz vor einer schweren Erkrankung und Verminderung von Todesfällen - erfüllt hat."

Das Ministerium verwies darauf, dass es auch Fälle gegeben habe, bei denen bereits vor der Impfung eine Infektion auftrat, diese aber erst nach den Impfungen festgestellt wurde. Inzwischen seien in Hessen die Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen nahezu durchgeimpft. Es habe insgesamt eine hohe Impfbereitschaft gegeben.

Update, 28. Mai, 14.10: Gastronomen und Händler in Hessen blicken optimistisch nach vorne

Die Corona-Lockerungen in immer mehr hessischen Kommunen lassen Gastronomen und Händler optimistisch nach vorne blicken. Bald werde sich das ganze Land in den Öffnungsstufen befinden, sagte Julius Wagner, der Hauptgeschäftsführer des Gaststättenverbandes Dehoga Hessen.

In Frankfurt am Main hat die Außengastronomie seit einigen Tagen wieder geöffnet.
In Frankfurt am Main hat die Außengastronomie seit einigen Tagen wieder geöffnet.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 27. Mai, 16.48 Uhr: Altenpfleger geht trotz positivem Coronavirus-Befund zur Arbeit und wird in Frankfurt verurteilt

Weil er trotz eines positiven Coronavirus-Befundes an zwei Tagen in einem Seniorenheim gearbeitet und seine Tochter auch noch zur Schule gebracht hatte, wurde ein Altenpfleger am Donnerstag vom Amtsgericht Frankfurt verurteilt.

Das Foto zeigt einen Pfleger in einem Alten- und Pflegeheim.
Das Foto zeigt einen Pfleger in einem Alten- und Pflegeheim.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 27. Mai, 16.42 Uhr: Bei Covid-Klinikpatienten in Hessen sind Ältere weiter überrepräsentiert

Bei Covid-19-Patienten im Krankenhaus sind die Altersgruppen zwischen 60 und 80 Jahren weiterhin deutlich überrepräsentiert. Das teilte das Sozialministerium in Wiesbaden auf dpa-Anfrage mit.

In Hessen würden seit Mitte April die Altersdaten der Patientinnen und Patienten erfasst, die stationär versorgt werden. "Diese zeigen eine leichte Veränderung in dem Sinn, dass der Anteil hochbetagter Patientinnen und Patienten (80+) leicht zurückgeht und sich seinem Anteil an der Bevölkerung annähert", teilte das Ministerium mit.

Bei der Altersgruppe zwischen 35 und 60 entspreche der Anteil dem an der Bevölkerung, bei Jüngeren handele es sich um sehr wenige Fälle.

Auch nach Angaben der hessischen Krankenhausgesellschaft hat sich das Durchschnittsalter der Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen im Vergleich zu der ersten Pandemiewelle 2020 verändert. Damals seien schwerpunktmäßig Menschen in einem Alter von über 80 Jahren betroffen gewesen.

Inzwischen sei die Altersstruktur auf den Intensivstationen ausgeglichen – mit Ausnahme der weniger betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie Menschen über 80 Jahren, teilte die Krankenhausgesellschaft mit. "Feststellen können unsere Häuser darüber hinaus längere Verweildauern auf den Intensiv-, wie auch den Normalstationen." Die Zahl der absolut schweren Verläufe habe abgenommen.

Update, 27. Mai, 15.28 Uhr: Erfolgreiche Impfaktion in Frankfurter Moschee

Der in Deutschland geborene Ahmad (l) wird in der Imam Sadjad Moschee in Frankfurt-Fechenheim von einem Krankenpfleger mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.
Der in Deutschland geborene Ahmad (l) wird in der Imam Sadjad Moschee in Frankfurt-Fechenheim von einem Krankenpfleger mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.  © Arne Dedert/dpa/POOL/dpa

Wie kann man möglichst vielen Menschen einen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Corona-Impfungen ermöglichen? Kürzlich hatte das Land Hessen die Wichtigkeit von niedrigschwelligen Impfangeboten unterstrichen und auch Städte wie Frankfurt oder Offenbach setzen auf Vor-Ort-Angebote etwa bei Religionsgemeinschaften.

So standen am Donnerstagmorgen zahlreiche Impfberechtigte vor der Sajjad Moschee im Frankfurter Stadtteil Fechenheim Schlange, um eine Injektion zu bekommen. An drei Tagen sollen dort um die 600 Menschen geimpft werden.

Das Gesundheitsamt hat dafür ein mobiles Team der Malteser beauftragt. Die Nachfrage ist groß, wie der Vorstandsvorsitzende des Imam Sadjad Kulturzentrum, Ahmad Foaad Tajik, sagte. "200 Leute stehen noch auf der Warteliste."

Der Ansatz sei, "dass wir vor Ort Partner haben, die die Menschen erreichen, die dann unsere Verbündete sind", erklärte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Solche Impfaktionen habe es bereits in einer christlichen und einer jüdischen Gemeinde gegeben.

Update, 26. Mai, 17.08 Uhr: Corona-Stufenplan für Hessen wird verlängert und angepasst

Der Stufenplan der hessischen Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird nach einem Beschluss des Kabinetts bis zum 27. Juni verlängert. "Die Inzidenz-Zahlen in Hessen sinken. Wir sind auf einem guten und hoffnungsvollen Weg und dürfen vorsichtig optimistisch sein", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Mittwoch. Um die Erfolge nicht zu gefährden, würde der Plan weiter fortgeführt.

Zudem wurden einige Anpassungen festgelegt: So darf im Rahmen von Gottesdiensten wieder im Freien gesungen werden. Kinder- und Jugendarbeit ist in Gruppen bis 20 Menschen (Stufe 1) bzw. bis 50 Menschen (Stufe 2) möglich. Zudem werden bei Besuchsbeschränkungen in Krankenhäusern Geimpfte und Genesene nicht mehr mitgezählt.

Der Stufenplan regelt Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Voraussetzung für Stufe 1 ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 sinkt. Dann wird beispielsweise die Außengastronomie mit Auflagen geöffnet. Die zweite Stufe greift, wenn die Inzidenz nach der Stufe 1 weitere 14 aufeinanderfolgende Tage unter 100 liegt oder sobald sie fünf aufeinanderfolgende Tage lang die Zahl 50 unterschreitet.

Seit Dienstag befinden sich hessenweit 14 Kreise in der ersten Stufe. Im Hochtaunuskreis, im Vogelsbergkreis und im Wetteraukreis gilt bereits die zweite Stufe.

Update, 26. Mai, 8.35 Uhr: Inzidenz fällt weiter, nur noch ein Kreis über 100

Die Inzidenz in Hessen sinkt weiter und nähert sich der 50-er Marke. Am Mittwoch lag sie nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts bei 53,3 (Stand 3.11 Uhr). Am Vortag waren es noch 68,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen.

Binnen eines Tages kamen den Daten zufolge 159 neue Infektionen in Hessen dazu. Zugleich wurden 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die Gesamtzahl der Opfer seit Beginn der Pandemie liegt damit bei 7235.

In den Regionen wies der Kreis Waldeck-Frankenberg mit 126,0 die höchste Inzidenz auf. Der nordhessische Kreis hat damit die fünfthöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Alle anderen Landkreise und Städte Hessens lagen am Mittwoch unter der Hundertermarke. Am Dienstag waren noch die Städte Wiesbaden und Kassel im dreistelligen Bereich gewesen. Die niedrigste Inzidenz hatte der Wetteraukreis mit 25,3.

Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) von Mittwoch (6.19 Uhr) 298 Covid-19-Patienten, von denen 156 beatmet wurden. Knapp 16 Prozent aller Intensivpatienten war wegen dieser Diagnose in der Klinik.

Update, 23. Mai, 14.03 Uhr: Mehr als 850.000 Corona-Impfungen bislang in Arztpraxen

In hessischen Haus- und Facharztpraxen sind inzwischen mehr als 850.000 Mal Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte das Sozialministerium am Dienstag in Wiesbaden mit. Seit Anfang April wird neben den Impfzentren auch in Praxen geimpft. Um die Verteilung des Impfstoffes an die Ärzte kümmern sich die Apotheken.

Das Sozialministerium veröffentlicht künftig regelmäßig eine Übersicht über die Impfungen bei hessischen Haus- und Fachärzten im Internet. Die Daten werden den Angaben zufolge jeden Dienstag aktualisiert.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in Hessen bis einschließlich Montag (24. Mai) insgesamt rund 3,35 Millionen Impfungen verabreicht.

Update, 23. Mai, 7.21 Uhr: Festivalveranstalter in Hessen: Situation "sehr schwierig"

Festivalveranstalter in Hessen haben mehr Planungssicherheit gefordert. Die Situation sei "extrem schwierig", sagte Tobias Schrenk, Veranstalter des Golden Leaves Festival in Darmstadt, der Deutschen Presse-Agentur. In Bezug auf eine mögliche zugelassene Besucheranzahl im Sommer beispielsweise herrsche "Schweigen im Walde". Ohne diese Vorgabe allerdings sei eine Planung kaum möglich.

"So eine Großveranstaltung lässt sich selbst mit routinierten Abläufen nicht einfach aus dem Boden stampfen", sagte Alexander Feiertag, Veranstalter des Open Flair Festivals in Eschwege (Werra-Meißner-Kreis). Das Festival wird 2021 definitiv nicht über die Bühne gehen.

Beide Festivals sind neben 40 weiteren Teil des Aktionsbündnisses "Festivals in Hessen". Kürzlich hatte das Bündnis in einem Positionspapier Forderungen gestellt.

Update, 22. Mai, 10 Uhr: Goetheturm bleibt an Pfingsten zu

Der Frankfurter Goetheturm bleibt über Pfingsten und darüber hinaus geschlossen. Trotz angekündigter Lockerungen in der Mainmetropole wird die Stadt das beliebte Ausflugsziel nicht für Besucher öffnen.

Die Corona-Auflagen seien nicht umsetzbar, sagte eine Sprecherin des Umweltdezernats der Stadt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Stadt müsste ein Anmeldesystem etablieren, um die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich vor dem Turm Schlangen bilden.

Das Wahrzeichen im Stadtwald war 2017 einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. 2020 wurde der Aussichtsturm im Stadtwald neu errichtet.

Nach der Wiedereröffnung im April dieses Jahres war der Turm nur wenige Tage betretbar: Besucher hatten festgestellt, dass Schrauben an den Stufen locker waren, der Turm wurde für Wartungsarbeiten erneut geschlossen. Der Mangel ist inzwischen beseitigt, wie die Stadt berichtete.

Update, 22. Mai, 8.07 Uhr: Rund 22 Prozent der Impftermine in Zentren wurden storniert

Von den rund 1,85 Millionen Erstterminen für eine Corona-Schutzimpfung, die über die zentrale Plattform des Landes Hessen bislang vergeben wurden, sind knapp 22,3 Prozent storniert worden.

Das teilte das Innenministerium auf dpa-Anfrage in Wiesbaden mit. Die höchste Storno-Quote hat das Vakzin des Herstellers Astrazeneca mit 34,3 Prozent, gefolgt von Moderna mit 21,9 Prozent und Biontech mit 17,3 Prozent.

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Update, 21. Mai, 13.45 Uhr: Hessen hält an Maskenpflicht im Einzelhandel fest

Vorerst will das Land Hessen an der Maskenpflicht im Einzelhandel festhalten.
Vorerst will das Land Hessen an der Maskenpflicht im Einzelhandel festhalten.  © DPA/Arne Dedert

Hessen will die Maskenpflicht im Einzelhandel beibehalten. Man sehe "aus Gründen des Gesundheitsschutzes keinerlei Anlass, derzeit eine Änderung zu erwägen", teilte das zuständige Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden auf Anfrage mit.

Die niedersächsische Landesregierung diskutiert derzeit einen Vorschlag, die Maskenpflicht im Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 aufzuheben.

Die Regelung könnte bereits Dienstag in Kraft treten. In Hessen gilt derzeit eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel.

Das Ministerium in Wiesbaden teile die Einschätzung des Robert Koch-Instituts, das der Einhaltung der sogenannten AHA+L-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig lüften) eine hohe Bedeutung beimesse.

"Auch von vollständig geimpften und genesenen Personen gehe weiterhin grundsätzlich ein Infektionsrisiko aus", hieß es.

Update, 21. Mai, 10.23 Uhr: Steuerminus wegen Corona massiv

Die milliardenschweren Steuerausfälle wegen der Corona-Krise fallen in Hessen nach aktuellen Schätzungen geringer aus als noch im November 2020 prognostiziert.

Das Land werde wegen der Pandemie von 2020 bis 2024 rund 6,3 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen haben als vor der Pandemie erwartet, teilte Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Freitag in Wiesbaden mit.

Bei der Prognose im November 2020 waren die Experten von Mindereinnahmen bis zum Jahr 2024 von mehr als 7,8 Milliarden Euro ausgegangen.

Update, 20. Mai, 14.40 Uhr: Kammeroper Frankfurt spielt klassische Musik im Impfzentrum

Ein mobiles Impfteam des ASB erhält im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle Corona-Impfstoffe.
Ein mobiles Impfteam des ASB erhält im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle Corona-Impfstoffe.  © Frank Röth/F.A.Z. Pool/dpa

Klassische Klänge zur Corona-Impfung: Impfwillige können sich im Frankfurter Impfzentrum ab Pfingstmontag über eine musikalische Begleitung ihrer Immunisierung freuen.

Musikerinnen und Musiker der Kammeroper Frankfurt greifen in der Festhalle zu ihren Instrumenten und spielen ab Montag vom ersten Rang aus mehr als ein Dutzend Solo- und Duo-Konzerte, wie es in einer Mitteilung von Donnerstag heißt. An mehreren Terminen im Mai, Juni und Juli soll demnach "ausgesuchte klassische Musik" erklingen, die "stets diskret" bleiben soll.

Es gehe auch darum, "Lust aufs Impfen zu verbreiten und darauf, was ab Sommer dank der Impfungen an kulturellem Erleben wieder möglich sein wird", teilte die Kammeroper mit. Gefördert wird die Konzertreihe den Angaben nach unter anderem vom Kulturamt Frankfurt.

"Mit jeder Impfung wächst die Hoffnung auf einen Sommer, in dem Kultur endlich wieder stattfinden kann", sagte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Update, 20. Mai, 12.23 Uhr: Corona-Regeln: Wetteraukreis darf als erster noch mehr lockern

Der Wetteraukreis kann angesichts noch einmal gesunkener Corona-Zahlen als erste Region in Hessen weitergehende Lockerungen im Alltag umsetzen. Ab Freitag (21. Mai) gelten die Regelungen der zweiten Stufe des Öffnungskonzeptes des Landes, wie ein Kreissprecher am Donnerstag in Friedberg mitteilte. Möglich wird das, weil der Kreis fünf Tag in Folge unter einer Inzidenz von 50 lag. Das Stufenkonzept sieht schrittweise Lockerungen in der Pandemie vor. Die erste Stufe mit den ersten Erleichterungen hatte der Kreis bereits Anfang der vergangenen Woche erreicht.

Von Freitag an gilt in der zweiten Stufe unter anderem: In der Wetterau dürfen sich zwei Haushalte oder zehn Personen privat treffen, wobei Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen. An den Schulen ist, verbunden mit einer Testpflicht zweimal pro Woche, Präsenzunterricht wieder möglich.

Geschäfte sind - mit Zugangsbeschränkung, aber ohne Anmeldung - geöffnet und es gilt die Maskenpflicht, ein negativer Testnachweis wird empfohlen. Lokale dürfen - unter Auflagen für Gäste und Mitarbeiter - nicht nur ihre Außenbereiche öffnen, sondern auch Innenräume.

Weist ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt eine Inzidenz von über 100 auf, greift die Bundesnotbremse mit entsprechenden Beschränkungen. Liegt eine Kommune an fünf Tagen in Folge darunter, werden ab dem übernächsten Tag Regelungen gelockert. Dann gilt die erste Stufe des Corona-Konzeptes des Landes.

Die zweite Stufe mit weiteren Lockerungen ist erreicht, wenn die Kreise weitere 14 Tage unter dem Wert 100 bleiben oder fünf Tage nacheinander eine Inzidenz von unter 50 aufweisen. Mit der Inzidenz wird die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner an sieben aufeinanderfolgenden Tagen erfasst.

In der Stufe 1 befinden sich nach Angaben des Landes derzeit die Stadt Darmstadt sowie die Kreise Marburg-Biedenkopf, Hochtaunus, Darmstadt-Dieburg, Rheingau-Taunus sowie der Vogelsbergkreis.

Update, 20. Mai, 7.52 Uhr: Darauf solltet ihr bei geplanten Ausflüge und Übernachtungen an Pfingsten achten

Angesichts sinkender Infektionszahlen gibt es in einigen Teilen Hessens erste Lockerungen für Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und Tourismus. Wer Ausflüge und Übernachtungen plant, muss aber genau hinschauen.

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Update, 19. Mai, 13.30 Uhr: Hessische Ärzte fordern, Kinder nur in Arztpraxen zu impfen

Kinder und Jugendliche sollten nach Auffassung von hessischen Ärztevereinigungen in Arztpraxen und nicht in Impfzentren gegen das Corona-Virus geimpft werden.

Viel mehr als bei Erwachsenen sei bei ihnen eine individuelle Abwägung und eine Beratung notwendig, dies könne von den Impfzentren nicht geleistet werden, teilten die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen sowie der hessische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Dienstag mit.

Kinder hätten ein sehr geringes Risiko, ernsthaft an Covid-19 zu erkranken und seien keine Superspreader. Hessen möchte noch vor den Sommerferien damit beginnen, Schülern ab dem zwölften Lebensjahr ein Impfangebot zu unterbreiten.

Ein Arzt zieht in einer Hausarztpraxis eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech auf.
Ein Arzt zieht in einer Hausarztpraxis eine Spritze mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech auf.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 19. Mai, 12 Uhr: Belastung an hessischen Hochschulen pandemiebedingt gestiegen

Die Situation von befristet beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeitern an Hessens Hochschulen hat sich laut der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) pandemiebedingt weiter verschärft.

Die GEW hat dazu am Mittwoch gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi und den Initiativen "Darmstadt unbefristet" sowie "Uni Kassel unbefristet" die Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 3000 Beschäftigten an hessischen Hochschulen vorgestellt.

Demnach ist die Belastung in Lehre und Forschung im Zuge der Coronakrise deutlich gestiegen und die Forschung erschwert worden.

Laut GEW sind rund 90 Prozent des wissenschaftlichen Personals – ohne Professuren und Verwaltung – befristet beschäftigt. Die Gewerkschaft fordert wegen der besonderen Belastungen in der Pandemie eine Vertragsverlängerung von mindestens zwölf Monaten sowie eine deutliche Ausweitung unbefristeter Arbeitsverhältnisse.

Update, 19. Mai, 8 Uhr: Laut Frankfurter Virologin kein Versagen der Impfung bei indischer Variante

Die indische Variante des Coronavirus kann nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek (43) die Wirkung der Impfung schwächen, ihren Schutz aber nicht ausschalten.

Sandra Ciesek (43) ist die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität.
Sandra Ciesek (43) ist die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 18. Mai, 13.42 Uhr: Stillgelegte Landebahn in Frankfurt wird wieder in Betrieb genommen

Zwischenzeitlich war die Betonpiste mehr als sechs Monate lang als Parkplatz für nicht benötigte Jets genutzt worden.
Zwischenzeitlich war die Betonpiste mehr als sechs Monate lang als Parkplatz für nicht benötigte Jets genutzt worden.  © dpa/Vasco Garcia

Der Frankfurter Flughafen erwacht langsam wieder aus dem Corona-Schlaf. Die Landebahn Nordwest soll wegen steigender Flugzahlen zum 1. Juni wieder in Betrieb genommen werden, wie die Betreibergesellschaft Fraport am Dienstag mitteilte.

Zwischenzeitlich war die Betonpiste mehr als sechs Monate lang als Parkplatz für nicht benötigte Jets genutzt worden. Aktuell stehen dort noch zehn Flugzeuge, wie ein Fraport-Sprecher sagte.

Ob auch das ebenfalls stillgelegte Terminal 2 zum Beginn des Monats wieder für die Passagiere geöffnet wird, sei derzeit noch in der Prüfung.

Grund für die Wiedereröffnung der vierten Bahn sind steigende Planungszahlen für den Luftverkehr am größten deutschen Flughafen.

In der Spitze würden aktuell bereits wieder mehr als 600 Flugbewegungen pro Tag registriert, hieß es bei der Fraport. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren im Sommer 2019 an Spitzentagen mehr als 1500 Flugbewegungen gezählt worden.

Die Landebahn Nordwest war bereits im ersten Corona-Lockdown zwischen dem 23. März und dem 8. Juli 2020 aus dem Flughafensystem genommen worden und wurde danach wieder ab dem 14. Dezember 2020 gesperrt.

Update, 18. Mai, 11.54 Uhr: Oper Frankfurt plant wieder Live-Vorstellungen

Als erste Premiere in der Frankfurter Oper ist am 25. September "Amadigi" von Georg Friedrich Händel geplant.
Als erste Premiere in der Frankfurter Oper ist am 25. September "Amadigi" von Georg Friedrich Händel geplant.  © DPA/Arne Dedert

Die Oper Frankfurt plant angesichts sinkender Corona-Zahlen in der kommenden Spielzeit wieder Live-Vorstellungen vor Publikum.

"Alle sind voller Vorfreude – und bestens vorbereitet", sagte Intendant Bernd Loebe (68) am Dienstag in Frankfurt bei der Präsentation der Saison-Vorschau. Dabei setze das Haus erneut auf die bewährte Mischung aus berühmten Opern und musikalischen Raritäten.

Zu den selten aufgeführten Werken zählen etwa "L'italiana in Londra" von Domenico Cimarosa, "Maskerade" von Carl Nielsen und "Die Nacht vor Weihnachten" von Nikolai Rimski-Korsakow.

Aus dem Repertoire stehen unter anderem "Madama Butterfly" von Giacomo Puccini und "A Midsummer Night's Dream" von Benjamin Britten auf dem Programm. Wiederaufgenommen werden Klassiker wie "Norma" von Vincenzo Bellini, Richard Strauss' "Salome" und Richard Wagners "Lohengrin".

"Wir sind nur da, weil wir für andere da sind. Jetzt geht es darum, das unsichtbare Band zum Publikum erneut zu spannen", sagte Loebe. Insgesamt sind in der Saison 2021/22 elf Premieren geplant, darunter auch solche, die ursprünglich für die laufende Spielzeit geplant waren.

Außerdem gibt es 15 Wiederaufnahmen sowie acht Liederabende. Als erste Premiere ist am 25. September die Oper "Amadigi" von Georg Friedrich Händel geplant.

Update, 17. Mai, 19.55 Uhr: Erste Jugendherbergen wieder für Touristen geöffnet

Nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben die ersten beiden Jugendherbergen in Hessen am Montag wieder für touristische Übernachtungen geöffnet.

Dabei handele es sich um die Häuser in Biedenkopf und Darmstadt, teilte der Landesverband Hessen des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) in Bad Homburg mit. An diesem Freitag sollten die Häuser Bad Homburg, Oberreifenberg und auf dem Hoherodskopf nachziehen. Bei weiter sinkenden Inzidenzen – also bei weiter sinkenden Zahlen der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner – sollten nach Pfingsten weitere Jugendherbergen folgen.

Mit der Anpassung der Coronaverordnung hatte die hessische Landesregierung in der vergangenen Woche unter anderem beschlossen, dass in Landkreisen, in denen die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, die Jugendherbergen am übernächsten Tag wieder in Betrieb gehen dürfen.

"Pünktlich für die Sommermonate und nach über einem halben Jahr wieder öffnen zu dürfen ist klasse, unsere Freude und die Vorfreude auf die ersten Gäste ist unbeschreiblich groß", erklärte der Vorstandsvorsitzende des DJH-Landesverbandes, Timo Neumann. Seit der zweiten Schließanordnung Anfang November 2020 hätten die Jugendherbergen am Wiederöffnungskonzept gearbeitet.

Update, 17. Mai, 14.30 Uhr: Keine Mehrleistungen für Hartz-IV-Empfänger wegen Maskenkauf

Hartz-IV-Empfänger haben nach einer Entscheidung des hessischen Landessozialgerichtes keinen Anspruch auf extra Geld für den Kauf von FFP2-Corona-Masken.

Dies teilte das Gericht in Darmstadt am Montag mit und bestätigte damit die Entscheidung des Sozialgerichts Gießen in erster Instanz. "Angesichts der Wiederverwendbarkeit von FFP2-Masken und dem inzwischen gesunkenen Preis sei nicht erkennbar, dass das menschenwürdige Existenzminimum der Antragsteller nicht gesichert werden könne oder das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit eine Mehrbedarfsbewilligung erfordere", teilte das Gericht zur Begründung mit.

Die Richter beider Instanzen lehnten es demnach ab, das Jobcenter durch einstweilige Anordnung zu verpflichten, der Familie vorläufige Leistungen für die Beschaffung von FFP2-Masken zu gewähren. Es liege kein besonderer Bedarf vor, der über den Bedarf aller Bezieher von Grundsicherungsleistungen hinausgehe. (Az.: L 9 AS 158/21 B ER)

Eine Familie aus dem Wetteraukreis, die Hartz IV bekommt, hatte dem Gericht zufolge im März 2021 mehr Geld für den Kauf von Masken beantragt. Dies habe das Jobcenter abgelehnt.

Die Familie ging dagegen juristisch an und scheiterte nun in zweiter Instanz vor dem Hessischen Landessozialgericht. Der Beschluss kann nicht angefochten werden.

Update, 17. Mai, 14.12 Uhr: Hessen öffnet Registrierung für Corona-Impfungen für alle ab Juni

In der hessischen Corona-Impfkampagne soll von Juni an die Registrierung für alle Bürger geöffnet werden – unabhängig von der Priorisierungsgruppe.

Das kündigte die Landesregierung am Montag in Wiesbaden an. Bei der Terminvergabe würden allerdings zunächst noch solche Menschen bevorzugt, die einer der priorisierten Gruppen 1 bis 3 angehören. Solange Impfstoff noch knapp sei, verteile das Land die Dosen so zügig und gerecht wie möglich, erläuterte Innenminister Peter Beuth (CDU).

Hessen möchte außerdem noch vor den Sommerferien damit beginnen, Schülerinnen und Schülern ab dem 12. Lebensjahr ein Impfangebot zu unterbreiten, damit diese im Idealfall bis zum Start des neuen Schuljahres mindestens einmal geimpft sind.

Diese Gruppe umfasst nach Angaben der Landesregierung an den allgemeinbildenden sowie den beruflichen Schulen rund 500.000 Jugendliche.

Update, 16. Mai, 7.30 Uhr: Fulda legt Bericht zu "Impfdränglern" vor

Der Landkreis Fulda hat nach Vorwürfen, es seien im dortigen Impfzentrum Personen geimpft worden, die nicht der ersten Priorisierungsgruppe angehörten, einen Abschluss-Bericht vorgelegt.

Wie der Kreis mitteilte, ist demnach in 14 Fällen "eine Impfberechtigung als zweifelhaft" anzusehen. Der Landkreis hatte für die Prüfung nach eigenen Angaben eine Impfliste mit 8700 Personen ausgewertet.

"In 61 Fällen wurden weitere Recherchen zur Impfberechtigung unternommen und diese zum überwiegenden Teil festgestellt. In 14 Fällen sieht die Revision eine Impfberechtigung als zweifelhaft an", teilte die Pressestelle mit.

Der Kreis kündigte an, den Prüfbericht an die Staatsanwaltschaft Fulda zu übergeben. "Die Corona-Impfverordnung sieht keine Möglichkeiten für Ordnungswidrigkeitsverfahren vor. Ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, kann nur die Staatsanwaltschaft feststellen."

Update, 15. Mai, 11.22 Uhr: Vergünstigungen der Stadt Frankfurt für Kinder bleiben trotz Corona-Einbußen

Trotz finanzieller Einbußen für die Stadt durch die Corona-Krise will der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) an Vergünstigungen wie dem kostenlosen Schwimmbad-Eintritt für Kinder und Jugendliche festhalten. "Wir müssen in dieser Krise Kinder und Jugendliche fördern, und wir müssen die Familien unterstützen. Solche Einschnitte sind mit Blick auf den Haushalt auch gar nicht nötig", sagte Feldmann. "In Frankfurt versteht man sich darauf, Geld zu verdienen, und das werden wir auch tun, wenn endlich alle geimpft sind."

In Frankfurt dürfen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre seit Februar 2019 kostenlos in Frei- und Schwimmbäder, die aber derzeit noch wegen der Pandemie geschlossen sind. Auch die Kinderbetreuung in den Kitas ist inzwischen kostenfrei.

Feldmann kündigte in dem Interview außerdem an, die Frankfurter Gastwirte bei den Genehmigungen für die Außengastronomie zu unterstützen. "Die Gastronomen müssen den Platz vor ihrer Tür schnell und unkompliziert nutzen können. Schon letztes Jahr sah Frankfurt mit den vielen Tischen und Stühlen vor den Cafés draußen teilweise aus, wie wir es aus Südfrankreich kennen und lieben. Das will ich wieder erlauben."

Update, 15. Mai, 7.03 Uhr: Lockerung der Corona-Beschränkungen für Alten- und Pflegeheime

Die Corona-Besuchsbeschränkungen in den hessischen Alten- und Pflegeheimen werden für vollständig geimpfte und genesene Bürger ab diesem Samstag (15. Mai) deutlich gelockert. Die Testpflicht vor dem Betreten der Heime entfällt für diese Menschen nach der neuen Verordnung der hessischen Landesregierung.

In den Zimmern der Alten- und Pflegeheime gibt es zudem keine Maskenpflicht mehr, wenn die Bewohnerin oder der Bewohner genesen oder vollständig geimpft ist. Auch die Beschränkung der täglich möglichen Besuche für Bewohner der Heime entfällt nach der neuen Regelung im Land vollständig.

Grundsätzlich gilt in Hessen auch für andere Bereiche des öffentlichen Lebens die Regelung: Wer vollständig geimpft ist oder in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden hat, wird Negativ-Getesteten gleichgestellt und darüber hinaus bei den Kontaktbeschränkungen künftig nicht mehr mitgezählt.

Die Erstimpfungen von den rund 58.000 Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen in Hessen sind seit dem 6. April abgeschlossen. Die Zweitimpfungsquote liegt nach Angaben des Innenministeriums derzeit bei rund 83 Prozent.

Update, 11. Mai, 18.26 Uhr: Stufenplan für Corona-Öffnungsschritte beschlossen

Die hessische Landesregierung hat einen Stufenplan für weitere Corona-Öffnungsschritte beschlossen.

Die neuen Regeln sollen schrittweise gelten, sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 sinkt und damit die Maßnahmen der Bundesnotbremse dort nicht mehr greifen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts.

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Update, 10. Mai, 18.53 Uhr: Erneute Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts geplant

Die schwarz-grüne Landesregierung plant für diesen Mittwoch eine erneute Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts. Möglicherweise wird Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wegen der derzeit rückläufigen Coronazahlen im Anschluss an die Sitzung weitere Öffnungsschritte für die Bevölkerung ankündigen.

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Update, 10. Mai, 9.36 Uhr: Bundesnotbremse greift nicht mehr im Wetteraukreis

Im Zuge sinkender Corona-Fallzahlen im Wetteraukreis greift dort seit Montag nicht mehr die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Pandemie. Damit gelten nach Angaben des Kreisen wieder die Corona-Regeln des Landes Hessen, unter anderem entfallen für die Bewohner des Kreises die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr und es sind wieder private Treffen mit zwei Haushalten möglich.

Bereits am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz im Wetteraukreis am fünften Tag in Folge unter dem Grenzwert von 100 gelegen - die Voraussetzung zur Aufhebung der Corona-Notbremse ab dem übernächsten Tag. Am Montag lag die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - im Wetteraukreis nach Daten des Berliner Robert Koch-Instituts bei 85,3.

Unter einem Wert von 100 lagen auch der Vogelsbergkreis, der Hochtaunuskreis, die Stadt Darmstadt sowie der Kreis Darmstadt-Dieburg, der Rheingau-Taunus-Kreis sowie der Kreis Bergstraße.

Update, 8. April, 16.11 Uhr: Camper demonstrieren für Öffnungen der Campingplätze

Mehr als tausend Camper haben am Samstag für die Öffnung von Campingplätzen demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen fuhren sie im Konvoi über eine Rheinbrücke und verbanden dabei die beiden Landeshauptstädte Mainz in Rheinland-Pfalz und Wiesbaden in Hessen. Nach Angaben des Veranstalters waren 1200 Fahrzeuge an der genehmigten Protestaktion beteiligt.

Die Initiative "Campen mit Abstand" fordert die sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Campen sei "eine der sichersten Reiseformen". Es zu verbieten sei "nicht fair - weder für Camper noch für Campingplatzbetreiber".

An einem ersten Camper-Korso am 17. April in Berlin hatten ebenfalls 1200 Fahrzeuge teilgenommen. Zur Neuauflage im Rhein-Main-Gebiet reisten laut Veranstalter Camper aus ganz Deutschland an, zum Beispiel von der Insel Rügen.

Update, 8. April, 14.38 Uhr: Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben

Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen.

"Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen", teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.

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Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.
Die Biontech-Firmenzentrale in Mainz: Biontech will nicht vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impftstoff verzichten.  © dpa/Boris Rössler

Update, 6. Mai, 16.56 Uhr: Hessen offen für Corona-Impfung ab zwölftem Lebensjahr

Hessen ist offen für eine Corona-Schutzimpfung für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr.

Voraussetzung sei, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) dafür eine Empfehlung gebe, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag in Wiesbaden. Umgesetzt werden könne das Vorhaben in Hessen etwa mit Aktions- und Projekttagen in den Schulen und den Impfzentren.

Nach den Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für die Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Donnerstag soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll.

Mit einer Zulassung des bisher erst ab 16 freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige werde im Juni gerechnet.

Update, 6. Mai, 5.44 Uhr: Wechselunterricht auch für Klassen sieben bis elf in Hessen

Hessens Schulen können ab Donnerstag auch in den Klassen sieben bis elf wieder Wechselunterricht anbieten. Voraussetzung ist, dass in dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt ihrer Schule die Corona-Inzidenz niedrig geblieben ist. Konkret muss die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Inzidenz) an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen - Sonn- und Feiertage nicht mitgezählt - unter 165 bleiben.

Bislang dürfen nur die Kinder der Jahrgangsstufen eins bis sechs im Wechselunterricht in ihre Klassen. Die Jahrgänge ab Klasse sieben wurden seit Mitte Dezember im Distanzunterricht mit Homeschooling unterrichtet. Die Abschlussklassen erhielten Präsenzunterricht.

"Es ist sehr positiv, dass nun beginnend mit dem heutigen Tag in immer mehr Regionen Hessens insbesondere die Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig in die Schule gehen können, die seit Mitte Dezember ausschließlich Distanzunterricht erhalten haben", erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Er sei sehr optimistisch, dass der Wechselunterricht dazu beiträgt, dass schon bald alle Schülerinnen und Schüler in Hessen wieder in die Schule gehen werden. "Das Licht am Ende des Tunnels wird von Tag zu Tag heller."

Update, 5. April, 17.13 Uhr: Corona-Beschränkungen für geimpfte Menschen werden gelockert

Hessen lockert die Corona-Beschränkungen für vollständig geimpfte Menschen deutlich.

"Wer vollständig geimpft ist oder in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden hat, wird Negativ-Getesteten gleichgestellt und darüber hinaus bei den Kontaktbeschränkungen künftig nicht mehr mitgezählt", erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts.

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Vollständig Geimpfte sollen künftig bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden (Symbolbild).
Vollständig Geimpfte sollen künftig bei den Kontaktbeschränkungen nicht mehr mitgezählt werden (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte

Update, 5. April, 14.36 Uhr: Milliarden Euro an Unternehmen ausgezahlt

Während der Corona-Pandemie sind an hessische Unternehmen und Selbstständige bislang 2,66 Milliarden Euro an Corona-Hilfen geflossen. Das teilte das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit.

Die Summe verteile sich auf verschiedene Programme, von denen ein Großteil bereits abgeschlossen sei. Für andere Programme wie die Überbrückungshilfe III könnten noch Anträge gestellt werden. Diese Wirtschaftshilfe soll Umsatzverluste infolge des zweiten und dritten Lockdowns kompensieren.

Zur Überbrückungshilfe III konnten bisher rund 232 Millionen Euro vom Land ausgezahlt werden. Dafür seien 14.320 Anträge eingegangen, wovon das Land 11.294 Anträge bewilligt habe.

Rund 209 Millionen Euro haben hessische Unternehmen bereits als Abschlagszahlung erhalten. Damit beträgt die ausgezahlte Gesamtsumme rund 441 Millionen Euro.

"Inzwischen haben auch bei den aktuellen Programmen immer mehr Unternehmen nicht nur Abschläge, sondern die vollständige Zahlen auf ihrem Konto", sagte der Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Rund die Hälfte der Anträge seien aus dem Gastgewerbe sowie von Friseur- und Kosmetiksalon gekommen.

Update, 5. April, 11.30 Uhr: Initiative aus Hessen: Impfbuch-Fälscher stärker bestrafen

Hessen will das Fälschen von Impfpässen und anderen Gesundheitszeugnissen stärker bestrafen. Das Land hat dazu eine Initiative zur Änderung des Strafgesetzbuchs gestartet. Sie soll auf der Justizministerkonferenz im Sommer diskutiert werden. "Wenn Menschen mit der Gesundheit anderer spielen oder damit sogar Geschäfte machen, ist dies moralisch verwerflich und muss hart bestraft werden", sagte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.

Rechtlich fallen falsche Atteste oder gefälschte Impfpässe unter Urkundenfälschung. Es droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Im Gesundheitsbereich würden die Täter aber milder bestraft, kritisierte das Ministerium. Diese "kriminalpolitisch verfehlten Strafmilderungen" seien nicht länger tragbar.

"Vor dem Hintergrund der fortdauernden Corona-Pandemie besteht ein dringender Handlungsbedarf, um eine Bestrafung der Täter zu ermöglichen, welche dem verwirklichten Unrecht und den drohenden Gefahren angemessen ist."

Update, 4. Mai, 13.43 Uhr: Handel und Gastronomie dringen auf Öffnungsschritte

Angesichts des Impffortschritts und sinkender Neuinfektionszahlen fordern hessische Wirtschaftsverbände rasche Öffnungsschritte für Handel und Gastronomie. So sollen ihrer Ansicht nach etwa eine Öffnung von Restaurants, touristische Übernachtungen und weitere Erleichterungen für den Einzelhandel ins Auge gefasst werden. Ein entsprechender Vorschlag sei der Landesregierung zugegangen, teilten der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK), der Handelsverband Hessen und der Gastronomieverband Dehoga in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag in Wiesbaden mit.

Die Verbände fordern in Landkreisen mit einer stabilen Zahl von weniger als 100 Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner unter anderem die Öffnung der Außengastronomie mit Terminvergabe. Die Innenräume von Restaurants sollen demnach mit negativem Corona-Test zugänglich sein. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervorgeht (Stand: 3.10 Uhr), ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen auf 146,3 gesunken.

"Jeder verantwortbare Öffnungsschritt ist praktische Wirtschaftshilfe. Zudem reduziert er die Belastung der öffentlichen Kassen", argumentierte HIHK-Präsident Eberhard Flammer. Da die aktuelle hessische Corona-Verordnung an diesem Sonntag (9.5.) auslaufe, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um landesweit die Weichen für Öffnungen zu stellen.

Update, 4. Mai, 12.18 Uhr: 200 Unternehmen mit Interesse an betriebsärztlicher Corona-Impfung

An dem Pilotverfahren zur betriebsärztlichen Corona-Schutzimpfung haben nach den Worten von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier rund 200 Unternehmen Interesse bekundet. Fünf Unternehmen seien jetzt beteiligt, für die 12.500 Impfdosen bereit stünden, sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einem Besuch im Impfzentrum des Pharmaunternehmens Merck in Darmstadt. Neben Merck, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, der B. Braun Melsungen AG sowie der Pharmaserv GmbH sei nun auch Fresenius MedicalCare beteiligt.

"Ich kann mir vorstellen, dass wir das ausweiten", sagte Bouffier. Es hänge aber nach wie vor alles an der Menge des Impfstoffes. Er sei zuversichtlich, dass die Liefermengen bis Juni noch zunehmen werden.

Bei Merck werden in einer extra dafür hergerichteten Turnhalle bis zu 380 Mitarbeiter am Tag geimpft. Im Rahmen des Projekts stehen für das Unternehmen 3510 Impfdosen bereit. Geimpft werden nach Angaben eines Sprechers derzeit Beschäftigte der sogenannten kritischen Infrastruktur, also zum Beispiel Menschen aus der Produktion lebenswichtiger Medikamente. "Als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen sind wir davon überzeugt, dass eine möglichst umfassende Impfung der Bevölkerung ein wichtiges Mittel ist, um die Pandemie zu beenden", sagte die neue Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck, Belén Garijo.

Der Bund hatte angekündigt, dass ab Juni analog zum Verfahren bei Hausärzten auch die Betriebsärzte mit Corona-Impfstoff versorgt werden.

Mit Blick auf mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte und Genesene sagte Bouffier, es brauche einen überzeugenden Grund für Einschränkungen der Grundrechte. "Und dieser Grund ist die Gefahr." Wenn von diesen Menschen keine Gefahren mehr in der Pandemie ausgingen, dann könne es auch keine Einschränkungen geben. Aber: "Wir werden weiter Maskenpflicht haben."

Update, 3. Mai, 13.27 Uhr: Heinerfest in Darmstadt wegen Corona-Pandemie abgesagt

Das Heinerfest ist Darmstadt muss auch in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden.
Das Heinerfest ist Darmstadt muss auch in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden.  © DPA/Claus Voelker

Nach dem Schlossgrabenfest ist nun auch das für Juli geplante Heinerfest in Darmstadt wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

"Für 2021 hatten wir gehofft, dass durch zügige Impffortschritte, die Durchführung unseres Heimatfestes gesichert wäre", teilte der Heimatverein Darmstädter Heiner am Montag mit.

Doch die Inzidenz sei immer noch zu hoch, um gefahrlos auch mit Hygienekonzepten feiern zu können. Die Arbeit in den letzten Wochen und Monaten habe darin bestanden, verschiedene Szenarien zu entwickeln, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

"Nachdem uns Oberbürgermeister Jochen Partsch, das Gesundheitsamt Darmstadt und die Leitung der städtischen Klinik nach dem derzeitigen Stand keine Hoffnung machen konnten, ein, wenn auch stark reduziertes Fest, zu veranstalten, müssen wir schweren Herzens das 70. Heinerfest 2021 absagen", heißt es auf der Homepage des Vereins.

Das Fest in der Innenstadt sollte Anfang Juli stattfinden. In normalen Jahren kommen mehrere Hunderttausend Besucher. Nach Angaben der Veranstalter ist es eines der größten Innenstadtfeste Deutschlands.

Update, 3. Mai, 12.29 Uhr: Pilotverfahren zur betriebsärztlichen Corona-Impfung startet

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) erwartet durch das Pilotverfahren zur betriebsärztlichen Corona-Schutzimpfung in vier großen Unternehmen wertvolle Erfahrungen für die Impfkampagne im Land.

Das Land stellt dafür der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Frankfurt, dem Pharmaunternehmen Merck KGaA in Darmstadt, der B. Braun Melsungen AG sowie der Marburger Pharmaserv GmbH insgesamt rund 10.000 Impfdosen zur Verfügung, wie Klose am Montag zum Start der Aktion mitteilte.

Noch sei aber nicht ausreichend Impfstoff verfügbar, um die Betriebsärzte im Land insgesamt einzubeziehen.

Der Bund hatte angekündigt, dass ab Juni analog zum Verfahren bei Hausärzten auch die Betriebsärzte mit Impfstoff gegen das Corona-Virus versorgt werden. Klose und Innenminister Peter Beuth (CDU) besuchten zum Beginn des Pilotverfahrens Unternehmensstandorte.

Update, 3. Mai, 8.40 Uhr: Polizei sprengt Corona-Party in Frankfurt, Beamte werden angegriffen

Schon seit Langem gelten infolge des Corona-Lockdowns verschärfte Kontakt-Beschränkungen in ganz Deutschland. Dennoch stieß die Polizei in Frankfurt am Wochenende auf eine verbotene Party – der Einsatz eskalierte.

Die Polizei wurde wegen Ruhestörung auf eine Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel aufmerksam, in der eine verbotene Party stattfand (Symbolbild).
Die Polizei wurde wegen Ruhestörung auf eine Wohnung im Frankfurter Bahnhofsviertel aufmerksam, in der eine verbotene Party stattfand (Symbolbild).  © Montage: dpa/Frank Rumpenhorst, dpa/Boris Roessler

Update, 3. Mai, 5.50 Uhr: Zahl der befristen Stellen bei Lehrern steigt laut Gewerkschaft in Corona-Pandemie

Der Anstieg bei Lehrern mit befristeten Verträgen im hessischen Schuldienst hat sich nach Auffassung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Corona-Pandemie weiter beschleunigt.

Im vergangenen Jahr sei der Prozentsatz von 6,8 auf 8 Prozent der rund 60.000 Lehrkräfte gestiegen, teilte die GEW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Anteil steige aber bereits seit 2015. Das Kultusministerium konnte auf Anfrage zunächst keine Angaben zu der Zahl der nur befristet eingestellten Lehrer machen.

Bei den vertraglich befristeten Verträgen handele es sich voraussichtlich um nicht oder nicht voll ausgebildete Lehrkräfte, also ohne zweites Staatsexamen. Voll ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer würden in den meisten Fächern sehr schnell ein Einstellungsangebot bekommen.

Durch die Pandemie sei der Vertretungsbedarf in den Schulen gewachsen. Lehrkräfte, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, könnten sich via Attest vom Präsenzunterricht freistellen lassen. Dies ist laut GEW im April 2021 bei rund 2800 Lehrerinnen und Lehrern der Fall gewesen.

Für diese seien aber nur 800 Vertretungskräfte eingestellt worden. Dies hängt nach Auffassung der Gewerkschaft unter anderem mit der viel zu bürokratischen Vergabe bereitgestellter Mittel zusammen. Zudem sei wegen der sich ständig veränderten Unterrichtsorganisation und dem unzureichendem Gesundheitsschutz eine solche Stelle nicht gerade attraktiv und Lehrer im Ruhestand könnten wegen des erhöhten Risikos eines schweren Krankheitsverlaufes nicht mehr angesprochen werden.

Update, 2. Mai, 15.15 Uhr: Illegales Treffen in Hattersheim, Polizei schickt 65 Menschen weg

Trotz der Corona-Maßnahmen haben sich Dutzende Menschen auf einem Feld in Hattersheim im Main-Taunus-Kreis getroffen. Was der konkrete Grund für die Zusammenkunft am 1. Mai war, blieb zunächst unklar, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Es habe sich ersten Ermittlungen zufolge nicht um eine Demonstration gehandelt.

Mehrere Anrufer hatten sich demnach wegen der Ansammlung von etwa 65 Menschen im Stadtteil Okriftel bei der Polizei gemeldet. Als Beamte sie zum Gehen aufforderten, sei das Treffen friedlich beendet worden, sagte der Polizeisprecher.

Ein "Veranstalter" sei durch Einsatzkräfte vor Ort identifiziert worden, auch die Personalien aller anwesenden Personen seien erhoben worden. Auf sie kämen nun Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten zu.

Update, 2. Mai, 8.10 Uhr: Polizei verzeichnet mehr Fälle häuslicher Gewalt in Hessen

Die Polizei in Hessen hat im Jahr 2020 einen Anstieg der häuslichen Gewalt um 7,7 Prozent verzeichnet (Symbolbild).
Die Polizei in Hessen hat im Jahr 2020 einen Anstieg der häuslichen Gewalt um 7,7 Prozent verzeichnet (Symbolbild).  © Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Boris Roessler

Für Familien bedeutet die Corona-Pandemie besonderen Stress. Experten hatten schon zu Beginn gewarnt, dass dies auch zu mehr häuslicher Gewalt führen könnte, und gefordert, die Beratungsstellen und Hilfsangebote trotz Lockdowns unbedingt zugänglich zu halten.

Wie die Kriminalstatistik zeigt, gab es vergangenes Jahr in Hessen einen Anstieg bei den registrierten Fällen häuslicher Gewalt um 7,7 Prozent auf 10.013.

Die Corona-Pandemie könne mit ihren Einschränkungen "im Alltag Stressfaktoren für Familien und häusliche Gemeinschaften bedeuten", erklärte eine Sprecherin des Landeskriminalamts in Wiesbaden dazu. 80 Prozent der Opfer waren Frauen.

Um ihnen zu helfen, haben die Träger ihre Arbeit in den verschiedenen Lockdowns fortgesetzt. Die Männerberatungsstelle der Caritas in Offenbach hat vergangenes Jahr zunächst auf Telefon- und Videogespräche sowie Spaziergänge zur Beratung umgestellt, wie Psychologe Alexander Schantz berichtet. Das Angebot richtet sich an Männer, die schnell aggressiv und wütend werden.

An das Odenwälder Frauenhaus in Erbach haben sich nicht mehr Hilfesuchende gewendet – obwohl dies die Polizeistatistik vermuten ließe. Leiterin Tina Meier erfüllt das mit Sorge: "Wir fragen uns, wo bleiben die Frauen, was passiert ihnen?" Möglich sei, dass es ihnen schwerer falle, sich Hilfe zu suchen, wenn die Männer wegen Kurzarbeit zuhause seien. Unterstützung von Freunden oder anderen Ansprechpartnern falle derzeit oft weg. Möglicherweise spiele auch die Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus eine Rolle.

Auch die Frankfurter Beratungsstelle Frauennotruf berichtete, es sei kein pandemiebedingter Anstieg festgestellt worden. Der Frauennotruf sei weiter per Telefon oder Mail erreichbar. Für persönliche Notfallberatungen stehe ein geschützter Raum zur Verfügung, in dem es unter Einhaltung aller Corona-Schutzregeln Hilfe und Beratung gebe.

Update, 1. Mai, 8 Uhr: Maskenpflicht in hessischen Kitas erschwert die Arbeit für Erzieher

Die Maskenpflicht für Erzieher erschwert die Arbeit mit Kindern. "Das ist schon ein Hindernis", sagte Stefan Dinter, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Kinderarbeit Hessen, der Deutschen Presse-Agentur. Je kleiner die Kindern, desto größer seien die Einschränkungen in der pädagogischen Arbeit.

In Hessen wurde vor einem Jahr die Maskenpflicht eingeführt – und danach auf immer weitere Lebensbereiche und Bevölkerungsgruppen ausgeweitet. Erzieher in Kitas sind erst seit einer Woche offiziell verpflichtet, bei der Arbeit medizinische Masken zu tragen, zuvor wurde das nur empfohlen. "Das macht unsere Arbeit auf jeden Fall komplizierter", sagte Dinter.

Erzieher hätten die Erfahrung gemacht, dass die Gruppen seit Einführung der Maskenpflicht tendenziell lauter und "rabaukiger" seien. Das nonverbale Feedback funktioniere nicht so gut. Die Erzieher neigten dazu, mehr kurze Sätze zu bilden, weil diese besser verstanden würden.

Kinder berichteten, "dass sie es doof finden, weil man nicht sieht, ob jemand traurig oder fröhlich ist".

Update, 30. April, 15.40 Uhr: Flughafen Frankfurt impft Mitarbeiter in eigenem Impfzentrum

Ein Mann lässt sich im Impfzentrum des Flughafenbetreibers Fraport gegen Corona impfen.
Ein Mann lässt sich im Impfzentrum des Flughafenbetreibers Fraport gegen Corona impfen.  © Boris Roessler/dpa

Am Frankfurter Flughafen können sich Beschäftigte gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Impfzentrum in einer Turnhalle läuft derzeit im Probebetrieb, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Freitag berichtete.

In der ersten Woche standen nur 600 Impfdosen zur Verfügung. Der leitende Arzt der Fraport AG, Michael Sroka, hoffe auf größere Liefermengen und mehr Impfungen in den nächsten Wochen.

"Wir gehen davon aus, dass wir 10.000 bis 12.500 impfwillige Mitarbeiter haben", sagte Sroka. Die meisten Beschäftigten am Flughafen gehören laut Fraport als Mitarbeiter einer kritischen Infrastruktur zur Priorisierungsgruppe 3. Damit sind sie in Hessen seit Ende vergangener Woche impfberechtigt.

Betriebsärzte sind aktuell noch nicht in die Impfungen eingebunden. Aber Fraport betreibt in der Flughafenklinik eine Notfallambulanz, die auch die ärztliche Versorgung der Mitarbeiter übernimmt, wie Sroka erklärte. Damit bekommt der Flughafen – wie Hausarztpraxen in Hessen – ein Kontingent an Impfdosen zugeteilt.

Update, 30. April, 14.15 Uhr: Mehr als ein Viertel der Hessen haben eine Corona-Erstimpfung

Ein Arzt zieht eine Spritze mit Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech auf.
Ein Arzt zieht eine Spritze mit Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech auf.  © Sebastian Gollnow/dpa

Mehr als zwei Millionen Impfungen sind in Hessen nach Angaben des Innenministeriums seit dem Start der Impfkampagne bislang verabreicht worden. Über ein Viertel der Hessen (25,4 Prozent) habe bis Ende April die Erstimpfung erhalten, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Freitag in Wiesbaden mit. Bei den Zweitimpfungen liege Hessen mit 7,7 Prozent im Bundesdurchschnitt.

"Bei der Erstimpfungsquote holt unser Land derzeit messbar auf", erklärte der Innenminister. Die Impfzentren hätten ihre Kapazitäten weiter gesteigert und ihre Lagerbestände reduziert. Mit fast 32.000 verabreichten Erstimpfungen in den 28 hessischen Impfzentren sei am Donnerstag ein neuer Tageshöchstwert erreicht werden.

Das Land habe seine Lagerbestände für Zweitimpfungen innerhalb von zwei Wochen von rund 120.000 auf etwa 35.000 Dosen reduziert, teilte Beuth mit. Sollten Lieferungen ausfallen oder sich verspäten, dienten diese Bestände als Reserve, damit keine Termine absagt werden müssen. Innerhalb einer Kalenderwoche würden nahezu alle Impfdosen, die das Land den Impfzentren zur Verfügung stellt, auch verimpft.

Die großen Schwankungen bei der Erst- und Zweitimpfungsquote lägen zum großen Teil in der periodischen Terminvergabe begründet: In der vergangenen Woche hätten mehr Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech stattgefunden, erklärte der Minister. In der laufenden Woche würden mehr Erstimpfungen durchgeführt.

Update, 29. April, 12.30 Uhr: Freiluft-Theater mit Corona-Schutz für Zuschauer in Frankfurt geplant

Um trotz der Corona-Pandemie Vorstellungen vor Publikum geben zu können, will ein Zusammenschluss aus Kulturschaffenden in Frankfurt eigens ein Freiluft-Theater errichten. Wie die Initiatoren am Donnerstag mitteilten, sollen in dem rund 380.000 Euro teuren Gerüstbau bis zu 300 Zuschauer Platz finden – voneinander geschützt in abgetrennten Zweier-Logen.

Entstehen soll das temporäre Bauwerke innerhalb weniger Wochen an der Stadtgrenze zwischen Frankfurt und Offenbach. Von den Sommerferien bis in den Oktober hinein könnten dort den Angaben zufolge vor allem Produktionen gezeigt werden, die wegen der Pandemie bisher nicht realisiert wurden.

An dem Projekt beteiligen sich unter anderem das Künstlerhaus Mousonturm, das Ensemble Modern, die Dresden Frankfurt Dance Company sowie in Kooperation das Schauspiel Frankfurt und das Hessische Staatsballett. Das Künstlerhaus Mousonturm hatte bereits im ersten Corona-Sommer in seinem Theaterraum ein aus Holz und Lehm konstruiertes Logen-Theater errichtet, in dem allerdings nur rund 30 Zuschauer Platz fanden.

Das Freiluft-Theater soll in unmittelbarer Nähe zu einem Gelände gebaut werden, auf dem die Fraport Skyliners bis 2025 ihre neue Basketball-Arena errichten wollen. Im Zentrum des sechseckigen Sommertheaters ist eine zentrale Bühne geplant, um die sich auf drei Etagen Logen reihen. Umrahmt wird es von drei Wänden. Die Bühne ist den Angaben zufolge mit einem Durchmesser von 25 Metern auch für große Ensembles geeignet.

Update, 29. April, 12 Uhr: Erstimpfung für 2200 hessische Justizbeamte vor Abschluss

Die Erstimpfung für das Personal der hessischen Justizvollzugsanstalten steht kurz vor dem Abschluss. Bis Ende der Woche werden rund 2200 impfwillige Justizbeamte die Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, berichtete das Justizministerium am Donnerstag.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) bezeichnete die Impfung des Vollzugspersonals als wichtigen "Schritt für die Sicherheit unseres Landes." Als geschlossene Einheiten seien Gefängnisse besonders anfällig für die Ausbreitung eines Virus und benötigten daher besonderen Schutz.

Die Impfungen finden und fanden den Angaben zufolge in sechs Justizvollzugsanstalten statt, die zentral als Impfzentren des Vollzugs auch für umliegende Justizvollzugsanstalten zuständig waren. Der Betrieb in den Justizvollzugsanstalten sei unterdessen ohne größere Einschränkungen aufrechterhalten worden, hieß es.

Update, 29. April, 6 Uhr: Corona-Impfungen bei Heraeus als Pilotprojekt im Main-Kinzig-Kreis

Ein Mann wird mit Corona-Impfstoff geimpft.
Ein Mann wird mit Corona-Impfstoff geimpft.  © Sebastian Gollnow/dpa

Mehr als 200 Beschäftigte des Technologiekonzerns Heraeus haben sich im Rahmen eines Pilotprojektes innerhalb der ersten Woche bereits bei ihrem Arbeitgeber eine Corona-Schutzimpfung abgeholt. Insgesamt werde man in einer ersten Phase rund 450 bis 480 Beschäftigten aus dem Kreis der derzeit Impfberechtigten Schutzimpfungen verabreichen können, sagte der leitende Werksarzt von Heraeus, Hendrik Mertens, der Deutschen Presse-Agentur. Man hoffe zudem auf weitere Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen.

An dem Pilotprojekt des Main-Kinzig-Kreises beteiligen sich neben Heraeus auch die Unternehmen Evonik Industries, Vacuumschmelze in Hanau sowie der Arbeitsbekleidungshersteller Engelbert Strauss mit Sitz in Biebergemünd. Sie erhalten im Rahmen des Projektes zusammen rund 1000 Impfdosen, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Das Projekt diene dazu, die Abläufe betriebsärztlicher Impfungen durchzuspielen und das Impfen schnell, pragmatisch und auch in der Fläche voranzutreiben.

Bei Heraeus waren die Impfungen am vergangenen Donnerstag (22. April) angelaufen. Die Nachfrage sei riesig gewesen, sagte Mertens. Die angebotenen Termine seien innerhalb von zwei Tagen ausgebucht gewesen, eine Nachrückerliste habe sich rasch mit 160 Interessenten gefüllt. Die Impfungen seien selbstverständlich freiwillig, "wir wollen keinen Druck ausüben", betonte der leitende Werksarzt. Es gebe aber praktisch niemanden in der infrage kommenden Personengruppe, der keine Impfung haben wolle. Verabreicht würden die Impfstoffe der drei Anbieter Biontech, Astrazeneca und Moderna. Auch nach den Impfungen blieben die Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln bestehen.

Heraeus hat alleine in Hanau rund 3000 Beschäftigte, im gesamten Rhein-Main-Gebiet sind es an mehreren Standorten knapp 5000. Im Geschäftsjahr 2019 arbeiteten für den Konzern mit 22,4 Milliarden Euro Jahresumsatz rund 14.900 Menschen in 40 Ländern.

Update, 28. April, 13.40 Uhr: Antisemitismusbeauftragter von Hessen begrüßt Beobachtung von Corona-Protest

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker hat die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutz begrüßt, extremistische Teile der Corona-Protestbewegung zu beobachten.

"Mit der Relativierung des Holocaust durch die Verwendung von Symbolen der Naziherrschaft oder der Gleichsetzung von Naziverbrechen mit den Entscheidungen zu Corona-Maßnahmen hat sich diese Bewegung längst selbst entlarvt", erklärte er am Mittwoch in Wiesbaden.

Auf den sogenannten Querdenker-Demonstrationen vermischten sich Hass, Hetze und Verschwörungstheorien mit Antisemitismus. Die Beobachtung seitens des Verfassungsschutzes sei ein "erster Schritt, um gegen die Delegitimierung unserer freiheitlichen Demokratie vorzugehen".

Update, 28. April, 12.10 Uhr: Verband beklagt Probleme mit Selbsttests an Förderschulen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Hessen beklagt Probleme bei Corona-Selbsttests in Förderschulen.

Die Tests seien für viele Kinder und Jugendliche mit kognitiven und körperlich-motorisch Einschränkungen schwierig oder gar nicht durchführbar, kritisierte der Verband am Mittwoch in Mainhausen. Abschlussklassen und Förderschulen werden trotz der Schulschließungen aufgrund der Bundes-Notbremse weiter unterrichtet.

"Die Besonderheiten an Förderschulen werden in der Pandemie immer wieder zu wenig bedacht", beklagte Joachim Trautmann, Ansprechpartner für die Förderschulen beim VBE Hessen.

Das zeige sich nun erneut bei den Selbsttests. "Alternativen oder Ausnahmen zu den Selbsttests könnten den Schulen, vor allem aber den Kindern und ihren Eltern vieles ersparen."

Update, 27. April, 16.38 Uhr: Hessen stellt komplett Geimpfte mit negativ Getesteten gleich

Hessen stellt vollständig gegen Corona Geimpfte rechtlich mit negativ getesteten Menschen gleich. Das sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag im Landtag. Das Land habe in der vergangenen Woche seine Verordnungen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts angepasst.

Dem RKI zufolge ist das Risiko einer Übertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden und sich mit dem Coronavirus infizieren geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.

Die Verordnung soll nun für alle Bereiche gelten, in denen bislang Tests erforderlich waren. Die Regel greift demnach 14 Tage nach der vollständigen Impfung. "Es braucht dann keinen Test mehr." Dies gelte etwa für den Friseurbesuch, beim Einkaufen und bei Quarantäneregeln.

Update, 27. April, 15.55 Uhr: Bouffier bemängelt zu wenig Mitsprache der Länder beim Infektionsschutzgesetz

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, kommt zu Beginn der Sitzung des hessischen Landtags in den Plenarsaal.
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident des Landes Hessen, kommt zu Beginn der Sitzung des hessischen Landtags in den Plenarsaal.  © Arne Dedert/dpa

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) hätte sich bei den Änderungen am Infektionsschutzgesetz in der Corona-Pandemie mehr Mitsprache der Länder gewünscht.

Er bedauere es, dass der Bundestag nicht die Gelegenheit genutzt habe, die vielfältigen praktischen Erfahrungen der Länder und Kommunen in die Beratungen mit einzubeziehen, sagte er am Dienstag im Landtag in Wiesbaden. Er sei überzeugt, dies hätte das Gesetz besser gemacht. Die Länder müssten ja letztlich die Regelungen vor Ort umsetzen.

Er hätte sich auch eine "praktikable Regelung" zum Vereinssport gewünscht, nicht nur im Interesse von Kindern und Jugendlichen, sagte Bouffier.

Im Bundesrat habe es keine Möglichkeiten mehr gegeben, durch Einzelanträge einzuwirken. Mit Blick auf eine möglichst schnelle Entscheidung habe sich Hessen wie andere Länder auch dazu entschlossen, nicht den Vermittlungsausschuss anzurufen. "Weil wir nämlich wollten, dass die Maßnahmen möglichst rasch wirken", sagte er.

Update, 26. April, 7.15 Uhr: Erster Unterrichtstag unter Regeln der Bundes-Notbremse

An den hessischen Schulen steht am heutigen Montag der erste Unterrichtstag unter den Vorgaben der Bundes-Notbremse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an. In Frankfurt gilt ein Stufenplan.

Aktuell finden auch in Hessen die Abiturprüfungen statt. Diese seien von eventuellem Distanzunterricht ausgenommen.
Aktuell finden auch in Hessen die Abiturprüfungen statt. Diese seien von eventuellem Distanzunterricht ausgenommen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Update, 25. April, 16 Uhr: Feldmann bezeichnet Astrazeneca als "guten, hocheffektiven Wirkstoff"

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (62) hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten und sich dabei für das Vakzin von Astrazeneca stark gemacht. Er könne zwar verstehen, dass die Menschen nach den vielen negativen Berichten Vorbehalte gegen den Impfstoff hätten - berechtigt seien diese jedoch nicht. "Bei der Zulassung eines Impfstoffes werden strenge Maßstäbe angelegt", sagte Feldmann anlässlich seiner Astrazeneca-Impfung am Sonntag im Frankfurter Impfzentrum.

Ihm sei kein Experte bekannt, der an Wirksamkeit oder Sicherheit von Astrazeneca zweifele. "Ich bin überzeugt: Es ist ein guter, hocheffektiver Wirkstoff. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt."

Dass es nun für seine Altersklasse losgehe, sei eine gute Nachricht, sagte der 62-Jährige. "Das Impfen ist der Schlüssel, die Pandemie zu überwinden. Je schneller es vorangeht, desto besser:"

Update, 25. April, 10.01 Uhr: Proteste gegen Ausgangsbeschränkungen in Frankfurt und Kassel

In Frankfurt und Kassel haben am Samstagabend insgesamt einige hundert Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert.

Die Demonstrationen verliefen nach Polizeiangaben friedlich. Im Frankfurter Bahnhofsviertel waren zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr etwa 300 Menschen unterwegs. Sie trugen Plakate und einige zündeten stark rauchende Feuerwerkskörper.

Die Demonstration war zuvor angemeldet worden. In der Kasseler Innenstadt versammelten sich rund 50 Menschen zu einem halbstündigen, nicht genehmigten Protestzug. Die Corona-Abstandsregeln wurden dabei laut Polizei weitestgehend eingehalten.

Wenn in einer Stadt oder einem Landkreis die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, dann gelten Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr. Dies ist derzeit in fast allen hessischen Gemeinden der Fall, auch in Frankfurt und Kassel.

Update, 24. April, 16.28 Uhr: Aufhebung der Maskenpflicht bei Abitur sorgt für Unverständnis

Die Aufhebung der Maskenpflicht während der Abiturprüfungen für zuvor auf Corona getestete Schüler hat bei Lehrern, Eltern und Schülern für Unverständnis gesorgt. "Überall sonst entbindet ein negativer Schnelltest nicht vom Einhalten der AHA-L-Regeln. Es gibt keinen sinnvollen Grund, das im Abitur anders zu halten", kritisierte die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW Frankfurt, Laura Preusker, am Samstag.

Schnelltests seien zwar ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor, ersetzten aber nicht den Schutz durch eine Mund-Nasen-Bedeckung, sagte Rafaela Hartenstein vom Frankfurter Stadtelternbeirat. Deshalb halte man die Aufhebung der Maskenpflicht für "höchst bedenklich". Der Frankfurter Stadtschülerrat mahnte weiterhin zur Vorsicht. "Da die Prüfungszeit der Schüler verlängert wurde, halten wir eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für vertretbar", sagte Mitglied Harrison Krampe.

Das Wiesbadener Kultusministerium hatte am Montag erlassen, dass Abiturienten während der Prüfungen von der Maskenpflicht befreit werden - sofern sie einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen. Für etwa 23.500 Schüler begannen am Mittwoch die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen.

Update, 24. April, 13.03 Uhr: Corona-Neustarthilfe an fast 10.000 Selbstständige ausgezahlt

In Hessen haben inzwischen fast 10.000 Soloselbstständige die sogenannte Neustarthilfe erhalten. Wie das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Samstag mitteilte, wurden insgesamt rund 60,4 Millionen Euro ausgezahlt (Stand: 22. April).

Um Umsatzeinbußen durch den zweiten Lockdown auszugleichen, haben zudem bislang mehr als 9400 hessische Betriebe eine Bewilligung für die Überbrückungshilfe III erhalten. Das entspricht 77 Prozent der Anträge. Damit wurden aus der Überbrückungshilfe III in Hessen bisher rund 355 Millionen Euro ausgezahlt

"Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der vollständigen Bearbeitung der geprüften Anträge, so dass Unternehmen nicht nur die Abschlagszahlungen aus der Bundeskasse, sondern nach und nach die vollständigen Hilfen erhalten", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (50, Grüne).

Update, 24. April, 12.05 Uhr: Keine Einschränkungen bei Lufthansa und Eurowings wegen Notbremse

Lufthansa und Eurowings melden keine Einschränkungen beim Flugbetrieb durch die Corona-Notbremse (Archivbild).
Lufthansa und Eurowings melden keine Einschränkungen beim Flugbetrieb durch die Corona-Notbremse (Archivbild).  © dpa/Boris Rössler

Die neuen Regelung