Frankfurts Pendler wird's ärgern: Nahverkehrs-Angebot wird ausgedünnt

Frankfurt am Main - Es wird dünn im Fahrplan der Frankfurter U- und Straßenbahnen sowie bei den örtlichen Bussen. Ärgerlich für einige Pendler, aber wohl alternativlos.

Durch eine Ausdünnung der Fahrpläne des ÖPNV in Frankfurt am Main versucht man, den Passagieren ab Januar ein stabileres Angebot anbieten zu können.
Durch eine Ausdünnung der Fahrpläne des ÖPNV in Frankfurt am Main versucht man, den Passagieren ab Januar ein stabileres Angebot anbieten zu können.  © Tim Würz/dpa

Laut dem Frankfurter Verkehrsdezernenten Wolfgang Siefert (53, Grüne) muss die Stadt den Fahrplan des öffentlichen Personennahverkehrs ein wenig entzerren.

"Damit begegnet die Stadt dem anhaltenden Mangel an Fahrpersonal", erklärte der 53-Jährige am Mittwoch in einer Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main in Abstimmung mit der Nahverkehrsgesellschaft traffiQ.

Es sei das Ziel, "ein verlässliches Angebot" und einen "ehrlichen Fahrplan" anbieten zu können.

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Die neuen Anpassungen sollen ab dem 27. Januar in Kraft treten und zunächst bis zu den Sommerferien 2024 gelten.

"Keine Verbindung wird eingestellt, jede Haltestelle wird weiterhin bedient werden - aber Takte werden gedehnt und Parallelverbindungen eingestellt", beruhigt der Geschäftsführer der städtischen Verkehrsgesellschaft traffiQ, Tom Reinhold, alle Frankfurter. Trotzdem werden Pendler mit diesem Schritt weniger flexibel in ihrer Reiseplanung.

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Außerdem seien längere U-Bahnzüge und Gelenkbusse geplant, um auf diese Weise mehr Passagiere transportieren zu können. Insgesamt bedeute dieser Schritt allerdings nur wenige Minuten längere Wartezeiten bei gleichzeitig höherer Zuverlässigkeit. Es bleibt abzuwarten, ob dies am Ende auch so eintritt.

Aktuell fallen dem Dezernat zufolge teilweise mehr als zehn Prozent der Fahrten aus. Gründe hierfür sind demnach der Fachkräftemangel sowie ein hoher Krankenstand.

Man hofft mit dem ausgedünnten Angebot nun darauf, neue Kapazitäten zu schaffen, um auch kurzfristige Krankheitsfälle abfedern zu können und so weniger Fahrten ausfallen lassen zu müssen.

Titelfoto: Tim Würz/dpa

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