Spende vom Bahnbabo macht gehörloses Mädchen total glücklich

Frankfurt am Main - Frankfurts Kult-Tramfahrer "Bahnbabo" Peter Wirth (59) und seine Frau Heike haben einmal mehr ein Kind glücklich gemacht.

Der als "Bahnbabo" bekannte Peter Wirth posiert mit dem "Babo-Gruß" vor einer Straßenbahn. Der 59-jährige Frankfurter arbeitet seit mehr als 30 Jahren bei den VGF-Verkehrsbetrieben als Straßenbahnfahrer.
Der als "Bahnbabo" bekannte Peter Wirth posiert mit dem "Babo-Gruß" vor einer Straßenbahn. Der 59-jährige Frankfurter arbeitet seit mehr als 30 Jahren bei den VGF-Verkehrsbetrieben als Straßenbahnfahrer.  © dpa/Boris Rössler

Am vergangenen Freitag übergaben die beiden dem Frankfurter Verein "MainLichtblick", der die Wünsche von unheilbar kranken Kindern erfüllt, einen Scheck über 600 Euro.

Das Geld kam zustande aus den ersten Honorarzahlungen für Wirths Buch "Beste Laune mit dem Bahnbabo", das Mitte Oktober erschienen war (TAG24 berichtete).

Damals kündigte Frankfurts Arnold Schwarzenegger, der 2024 für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren will, bereits an, alle Einnahmen aus dem Buchverkauf an MainLichtblick zu spenden.

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Dabei hat Wirth jetzt die bislang verdienten 485 Euro aus eigener Tasche auf 600 Euro aufgestockt. Das Geld geht auf Wunsch des Bahnbabo und seiner Frau an die kleine Lisa.

"Lisa ist taubstumm und Autistin. Sie lebt mit ihren drei Geschwistern und ihrer alleinerziehenden Mama in Offenbach", sagte Wirth im Interview mit TAG24.

Der Bahnbabo hofft, dass sein Beispiel Schule macht

Seit einigen Jahren genießt der durchtrainierte Mann vor allem bei Jugendlichen und in den sozialen Medien Kultstatus.
Seit einigen Jahren genießt der durchtrainierte Mann vor allem bei Jugendlichen und in den sozialen Medien Kultstatus.  © dpa/Boris Rössler

"Lisa liebt das Wasser und wollte gerne Schwimmen lernen, was ihr aus finanziellen Gründen nicht ermöglicht werden konnte", so Wirth weiter.

Dieser Wunsch sollte nun mit dem gespendeten Geld eigentlich erfüllt werden. Allerdings sei dies zurzeit aufgrund der Corona-Maßnahmen in absehbarer Zeit nicht möglich, erklärte der Bahnbabo.

Alternativ habe man dem Mädchen deshalb ein iPad gekauft, womit sie nun die Gebärdensprache erlernen will. Die Familie habe zuvor keine Möglichkeit auf Homeschooling gehabt, weil einfach kein Geld für ein Endgerät wie Rechner oder Tablet verfügbar war, berichtete der 59-Jährige.

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Er hoffe außerdem, dass seine Leidenschaft, sich für MainLichtblick einzusetzen und dort regelmäßig Wünsche zu erfüllen, weiter Schule macht.

"Ich konnte viele Menschen motivieren und anregen, selbst etwas zu machen", sagte er. "Es macht mich sehr glücklich, dass es Leute gibt, die sich mir anschließen."

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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