Frankfurt am Main - Die "Gen Z regelt"-Demonstration in Frankfurt wurde aufgelöst, darauf folgte eine Straßenschlacht zwischen der Polizei und versprengten Demonstrationsteilnehmern!
Im Bereich der Konstablerwache, der Hauptwache sowie der Einkaufsmeile Zeil seien "gewalttätige Personengruppen" unterwegs, teilte das Polizeipräsidium Frankfurt am Samstagabend über X mit.
Beamte wurden mit Molotowcocktails attackiert. Bei mehreren Geschäften in der Innenstadt seien Schaufensterscheiben eingeschlagen worden.
"Aus diesem Grund sind wir dort mit zahlreichen Kräften im Einsatz und gehen gegen diese Personen vor, um weitere Straftaten zu verhindern", hieß es weiter. Auch ein Polizeihubschrauber sei über der City der Banken-Stadt im Einsatz.
"Wir empfehlen allen Unbeteiligten sich von den gewaltbereiten Personen zu distanzieren, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen", heißt es in einer weiteren X-Meldung der Polizei.
Zuvor war die "Gen Z regelt"-Demonstration unter Einsatz eines Wasserwerfers aufgelöst worden, da die Beamten aus dem Demonstrationszug heraus mit Steinen und Böllern attackiert worden waren. Dabei wurde "mindestens ein Polizeibeamter verletzt".
"Gen Z regelt"-Demo: Pyrotechnik und Schlägerei in Frankfurt
Schon am späten Nachmittag war es zu Problemen gekommen, da verbotene Pyrotechnik bei der Demonstration gezündet worden war. Eine Person wurde dabei festgenommen. Auch kam es zu einer Schlägerei in dem Demonstrationszug.
Der Protest gegen die Wehrpflicht und für mehr Investitionen des Staates in Soziales und Bildung hatte am frühen Samstagnachmittag an der Weseler Werft unweit der Europäischen Zentralbank begonnen. Laut Schätzung der Polizei beteiligten sich rund 8000 Menschen an dem Marsch durch die Stadt. Zunächst war es dabei friedlich geblieben.
Ursprünglich waren zwei Demonstrationen angemeldet gewesen. Deren Teilnehmer schlossen sich dann aber zu einem gemeinsamen Protestmarsch zusammen.
Die Organisatoren der "Gen Z Proteste", die am Samstag in zahlreichen Städten in Deutschland stattfanden, hatten sich im Vorfeld klar gegen Gewalt ausgesprochen. Von Seiten der Polizei und des hessischen Innenministeriums war aber eine Eskalation befürchtet worden.
In der Frankfurter City hatten sich diverse Geschäfte bereits am Freitag auf eventuelle Ausschreitungen vorbereitet, indem Schaufensterscheiben vorsorglich mit Holzplatten verbarrikadiert wurden.
Erstmeldung vom 31. Oktober, 7.15 Uhr, zuletzt aktualisiert um 21.43 Uhr.