"Gen Z"-Demos in ganz Deutschland: Polizisten verletzt, Stimmung in mehreren Städten angespannt

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Berlin - Die Jugend steht auf in Deutschland. Unter dem Namen "Gen Z regelt" haben am Samstag Demonstrationen in 34 Städten begonnen.

Die Polizei sichert die Demo-Veranstaltungen ab, damit es keine gewaltsamen Ausschreitungen wie in Italien oder Frankreich gibt. (Archivbild)
Die Polizei sichert die Demo-Veranstaltungen ab, damit es keine gewaltsamen Ausschreitungen wie in Italien oder Frankreich gibt. (Archivbild)  © Felix Hörhager/dpa

Seit 14 Uhr wurde in insgesamt 34 Städten protestiert.

Weil die Proteste in Frankreich oder Italien bereits gewaltsam ausgeartet sind, sichert die Polizei die Veranstaltungen ab.

Wegen der Angst vor Ausschreitungen oder Plünderungen bleiben einige Läden dicht.

"Gen Z"-Demo erst friedlich, nun angespannter: Eier-, Böller-, und Flaschenwürfe
Demonstrationen "Gen Z"-Demo erst friedlich, nun angespannter: Eier-, Böller-, und Flaschenwürfe

TAG24 hält Euch im Live-Ticker auf dem Laufenden.

31. Oktober, 20.03 Uhr: Demonstranten werfen Pyrotechnik und Steine auf Beamte in Köln

Am Rande der Gen-Z-Demo in Köln ist es zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei gekommen.

Aus den Reihen der Demonstrierenden seien Pyrotechnik und Steine auf Einsatzkräfte geworfen worden, berichtete eine Polizeisprecherin. Ein Beamter sei an der Hand verletzt worden und habe seinen Dienst nicht fortsetzen können. Ein Demo-Teilnehmer sei festgenommen worden.

Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Ermittelt werde wegen schweren Landfriedensbruchs. 

Am Rande der Gen-Z-Demo kam es in Köln zu Zusammenstößen zwischen Beamten und gewaltbereiten Demonstranten.
Am Rande der Gen-Z-Demo kam es in Köln zu Zusammenstößen zwischen Beamten und gewaltbereiten Demonstranten.  © Thomas Banneyer/dpa

31. Oktober, 20.01 Uhr: Polizei wird in Frankfurt nach Demo weiter attackiert

Auch nach Auflösung der Demonstration in Frankfurt kommt es zu Attacken gegen die Polizei in der Innenstadt.

Es würden weiter Steine und Böller auf Einsatzkräfte geworfen, teilte die Polizei mit. Es werde konsequent gegen diese Störer vorgegangen. Die Polizei empfahl Unbeteiligten, sich von gewaltbereiten Personen zu distanzieren. 

31. Oktober, 19.49 Uhr: Polizisten nach Demonstration in Bremen attackiert

Bei den Gen-Z-Demos in Bremen lief nicht alles reibungslos ab.

Bis zu 2800 Teilnehmer waren dort auf der Straße unterwegs. Einige von ihnen zündete mehrfach Pyrotechnik und Rauchtöpfe, teilte die Bremer Polizei am Abend mit. Als gegen 16.20 Uhr die Demo am Domshof für beendet erklärte wurden, stellten die Beamten eine Person, die Pyro getündet haben soll.

Daraufhin wurden Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen, kassierten Tritte und Schläge. Außerdem wurden Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen, Autos beschädigt und Knallkörper getündet.

Zahlreiche Strafanzeigen wurden ausgestellt, ein Polizist erlitt leichte Verletzungen.

Ein gepanzertes Fahrzeug sichert das Demogeschehen in Bremen ab.
Ein gepanzertes Fahrzeug sichert das Demogeschehen in Bremen ab.  © Focke Strangmann/dpa

31. Oktober, 19.10 Uhr: Verletzte Polizisten bei Demo in Frankfurt

Durch Ausschreitungen bei einer Demonstration in Frankfurt sind nach ersten Erkenntnissen des hessischen Innenministers Roman Poseck (CDU) mehrere Polizisten verletzt worden. "Ein Beamter ist möglicherweise auch etwas schwerer verletzt, aber das bedarf noch der weiteren Aufarbeitung", sagte Poseck am frühen Abend.

Leider habe sich die Warnung bewahrheitet, dass sich linksextremistisches Gewaltpotenzial unter diese Demonstration mischen werde, sagte der Innenminister. "Wir gehen von ungefähr 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern aus. Diese haben die Polizei massiv angegriffen mit Flaschenwürfen, mit Steinen und mit Pyrotechnik."

Zuvor hatte die Polizei die Demonstration der Initiative "Gen Z regelt" nach wiederholten Böller- und Steinwürfen für aufgelöst erklärt.

Bei den Protesten in Frankfurt wurden Beamte verletzt.
Bei den Protesten in Frankfurt wurden Beamte verletzt.  © Andreas Arnold/dpa

31. Oktober, 18.48 Uhr: Angespannte Stimmung und Böllerwürfe bei Demo in Berlin

Bei einer Demonstration in Berlin-Mitte sind vereinzelt Böller geworfen worden. Die Polizei rief Demonstranten dazu auf, "sich unbedingt friedlich zu verhalten, keine Pyrotechnik zu benutzen und sich klar und deutlich erkennbar von Gewalttätigkeiten zu distanzieren".

"Es kam und kommt vereinzelt zum illegalen Abbrennen von Pyrotechnik", hieß es weiter auf der Plattform X. Der Protestzug steht im Kontext mit den bundesweiten Jugendprotesten, ist aber nicht Teil der bundesweiten Demos der Initiative "Gen Z regelt".

Bei deren Veranstaltung am Brandenburger Tor hatten am Nachmittag Tausende Menschen friedlich demonstriert. 

31. Oktober, 18.45 Uhr: Böller-Würfe auf Polizei in Frankfurt

Nach einem über Stunden weitgehend friedlichen Protest ist es am Abend bei der Demonstration in Frankfurt zu Böllerwürfen gegen die Polizei gekommen.

In der Nähe der Konstablerwache in der Innenstadt stocke der Demonstrationszug, es fuhr ein Wasserwerfer vor. Zuvor war an mehreren Stellen auch Pyrotechnik gezündet worden. 

Auch in Frankfurt wurde während der Demonstration immer wieder Pyrotechnik gezündet.
Auch in Frankfurt wurde während der Demonstration immer wieder Pyrotechnik gezündet.  © Florian Wiegand/dpa

31. Oktober, 18.42 Uhr: Stein- und Flaschenwürfe bei Protesten in Bayern

Zu Beginn war bei den Jugendprotesten in Bayern alles friedlich. Doch dann wurden Pyrotechnik, Steine und Flaschen aus der Menge in Richtung der Einsatzkräfte geworfen.

Während es in München weitgehend friedlich blieb, meldete die Polizei in Nürnberg einen Verletzten, möglicherweise durch einen Böllerwurf. Zudem mischte sich dort unter die rund 2000 Demonstrierenden eine Gruppe von Personen, die von der Polizei als gewaltbereit eingestuft wurde. 

Nach dem Ende der Demonstration habe dieser Block den Aufzug fortsetzen wollen, sagte ein Sprecher der Polizei in Nürnberg. Nach vergeblichen Aufforderungen bildeten die Einsatzkräfte eine Polizeikette, um die Gruppe aufzuhalten. Dabei habe man unmittelbaren Zwang anwenden müssen. Auch die Reiterstaffel war beteiligt.

Am frühen Abend meldete die Polizei, man habe rund 60 Personen vorläufig festgesetzt. Zuvor hieß es, man wolle mögliche Straftäter identifizieren. Einige Personen würden vielleicht auch in Gewahrsam genommen, um weitere Störungen zu verhindern. 

Bei den Protesten in Nürnberg mussten Polizisten eine gewaltbereite Gruppe zurückdrängen.
Bei den Protesten in Nürnberg mussten Polizisten eine gewaltbereite Gruppe zurückdrängen.  © Pia Bayer/dpa

31. Oktober, 18.19 Uhr: Brennende Barrikaden und Pfefferspray bei Demo in Hamburg

Nach einem weitgehend störungsfreien Verlauf am Nachmittag war die Lage auf dem Steindamm in der Nähe des Hauptbahnhofes in Hamburg schließlich teils aus dem Ruder geraten. 

So hatten gegen Ende der Demonstration schwarz gekleidete und teils vermummte Menschen mehrfach Pyrotechnik gezündet sowie Baustellenabsperrungen aus ihren Verankerungen gerissen und in Brand gesteckt. Teils waren die Einsatzkräfte auch mit Pyrotechnik und Baustellenmaterial beworfen worden.

Die Polizei schritt ein, trieb die Menge wieder auseinander und setzte teils auch Pfefferspray gegen die Demonstrierenden ein. Das Feuer wurde schließlich mithilfe eines Wasserwerfers gelöscht. Im Anschluss wurde die Kundgebung durch die Polizei offiziell beendet. 

Doch damit war der Einsatz für die Polizei noch nicht beendet. Sie war weiter damit beschäftigt, brennende Mülltonnen und Barrikaden mit dem Wasserwerfer zu löschen und in einigen Seitenstraßen die sich zuspitzende Lage durch ihre Präsenz wieder zu entspannen. Dabei hatte die Polizei auch eine Drohne in der Luft. "Wir sind immer noch im Viertel unterwegs, weil noch Kleingruppen unterwegs sind und versuchen, Kleinmaterial auf die Straße zu werfen und zu entzünden. Und das unterbinden wir", sagte ein Polizeisprecher.

In Hamburg wurden wiederholt Barrikaden angezündet, die Polizei musste einschreiten.
In Hamburg wurden wiederholt Barrikaden angezündet, die Polizei musste einschreiten.  © Marius Bulling/onw-images/dpa

31. Oktober, 18.18 Uhr: Protestzug steckt in Düsseldorf auf "Kö" fest

In Düsseldorf ist der Demonstrationszug von "Gen Z regelt" am Samstag auf der Königsallee kurz ins Stocken geraten. Grund war, dass die Spitze der Protestierenden falsch abgebogen sei, sagte eine Polizeisprecherin.

Über Lautsprecherdurchsagen seien zusätzliche Ordner für den Zug gesucht worden, berichtete ein dpa-Reporter. Nachdem ein neuer Weg festgelegt worden war, ging es weiter in Richtung Altstadt und zum Rheinufer. Zwischenfälle gab es dabei aber nicht, wie es hieß.

31. Oktober, 18.16 Uhr: Haltestelle nach "Gen Z"-Demo in Leipzig zerstört

Nach dem Ende der Demonstration von "Gen Z regelt" ist es in Leipzig vereinzelt zu Sachbeschädigungen gekommen.

Ein Polizeisprecher teilte mit, eine Gruppe von 100 bis 200 "Störern" habe auf dem Heimweg von der Demonstration im Süden der Stadt "ein bisschen randaliert". Nach dem Eintreffen der Bereitschaftspolizei habe sich die Gruppe dann aber schnell "zerstreut", die Lage sei unter Kontrolle.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, warfen die Personen Verkehrsschilder auf die Straße geworfen und zerstörten zudem eine Haltestelle.

Gegen Ende der Demo in Leipzig haben laut Polizei einige Demonstranten randaliert.
Gegen Ende der Demo in Leipzig haben laut Polizei einige Demonstranten randaliert.  © Sebastian Willnow/ dpa/dpa

31. Oktober, 17.56 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren am Brandenburger Tor

Tausende Menschen sind in Berlin dem Aufruf der Initiative "Gen Z regelt" gefolgt und haben friedlich demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich rund 11.000 Menschen am Brandenburger Tor, die Polizei sprach hingegen von etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Spitze.

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. "Es ist total ermutigend, dass so viele Menschen aus der ganzen Gesellschaft gekommen sind", sagte Sprecherin Veronika Dinter, die die Demonstration in Berlin mitorganisiert hatte. "Die Versammlung verlief wie erwartet friedlich", sagte Polizeisprecher Jörn Iffländer.

In Berlin verliefen die "Gen Z"-Proteste friedlich.
In Berlin verliefen die "Gen Z"-Proteste friedlich.  © Carsten Koall/dpa

31. Oktober, 17.55 Uhr: Protest verlief in Stuttgart laut Polizei nicht friedlich

Die Jugend-Demonstration in Stuttgart ist nach Angaben der Polizei nicht friedlich verlaufen. Teilnehmer warfen laut einer Polizeisprecherin Flaschen und Pyrotechnik auf Beamte.

Auch nach dem Abschluss der Kundgebung seien noch zahlreiche Demonstranten auf dem Marienplatz, teilte die Polizei nach dem offiziellen Ende der Aktion mit. Die Beamten seien daher weiter "mit starken Kräften vor Ort". Die befürchteten großen Ausschreitungen seien aber ausgeblieben. 

Schon vor Beginn des Aufzugs am Nachmittag sollen erste Böller und Rauchtöpfe gezündet worden sein. Während des Aufzugs und bei der Abschlusskundgebung wurde dann nach Polizeiangaben immer wieder Pyrotechnik auf Einsatzkräfte geworfen. 

Titelfoto: Bildmontage: Marius Bulling/onw-images/dpa / Andreas Arnold/dpa

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