Spannung bei der OB-Wahl in Frankfurt: Wer zieht in den Römer ein?

Frankfurt am Main - Rund 509.000 Frankfurterinnen und Frankfurter sind am heutigen Sonntag zur Wahl eines neuen Stadtoberhaupts aufgerufen.

Am heutigen Sonntag soll in Frankfurt ein neuer Oberbürgermeister gewählt werden. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass eine Stichwahl am 26. März über den neuen Amtsinhaber entscheiden wird.
Am heutigen Sonntag soll in Frankfurt ein neuer Oberbürgermeister gewählt werden. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass eine Stichwahl am 26. März über den neuen Amtsinhaber entscheiden wird.  © Arne Dedert/dpa

Die Wahllokale sind von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten gehen ins Rennen, so viele wie noch nie bei einer OB-Wahl in der Mainmetropole.

Für die CDU kandidiert der frühere Bürgermeister Uwe Becker (53), für die SPD der Planungsdezernent Mike Josef (40). Für die Grünen, die bei der letzten Kommunalwahl stärkste Kraft wurden, geht Manuela Rottmann (50) ins Rennen.

Die vorzeitige Abstimmung wurde nötig, weil im November der damalige SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann (64) abgewählt worden war.

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Wahlberechtigt sind Deutsche und EU-Staatsbürger, die am Abstimmungstag - also am 5. März - mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt haben. Das sind derzeit in Frankfurt rund 509.000 Menschen.

Der frühere OB Feldmann hatte wegen der Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und diverser Ausrutscher das Vertrauen verspielt. Kurz nach der Abwahl wurde der Politiker wegen Vorteilsannahme in der AWO-Affäre zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wer macht das Rennen: Mike Josef (40, SPD, v.l.n.r.), Manuela Rottmann (50, Grüne) oder Uwe Becker (53, CDU)?
Wer macht das Rennen: Mike Josef (40, SPD, v.l.n.r.), Manuela Rottmann (50, Grüne) oder Uwe Becker (53, CDU)?  © Bild-Montage: Andreas Arnold/dpa, dpa

Vermutlich wird erst eine Stichwahl am 26. März entscheiden

Ob am Sonntagabend ein neuer Amtsinhaber feststeht, ist völlig unklar. Denn sollte im ersten Wahlgang niemand die erforderliche absolute Mehrheit bekommen, entscheidet eine Stichwahl am 26. März.

In einer am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA hatte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten von CDU und SPD abgezeichnet.

Becker kam unter den Befragten auf 32,8 Prozent, Josef erreichte 32,2 Prozent. Deutlich dahinter lag Manuela Rottmann mit 18,9 Prozent.

Titelfoto: Bild-Montage: Arne Dedert/dpa, dpa

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