Umfrage zur Frankfurter OB-Wahl: Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

Frankfurt am Main - Kurz vor der Wahl einer neuen Oberbürgermeisterin oder eines neuen Oberbürgermeisters in Frankfurt liegen Uwe Becker (53, CDU) und Mike Josef (40, SPD) einer Umfrage zufolge fast gleichauf vorne.

Die OB-Kandidaten von SPD und CDU, Mike Josef (40, l.) und Uwe Becker (53, M.), liegen laut einer aktuellen Umfrage zurzeit fast gleichauf.
Die OB-Kandidaten von SPD und CDU, Mike Josef (40, l.) und Uwe Becker (53, M.), liegen laut einer aktuellen Umfrage zurzeit fast gleichauf.  © Arne Dedert/dpa

In einer am heutigen Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA für "Bild" kommt der frühere Bürgermeister und Stadtkämmerer Becker unter den Befragten auf 32,8 Prozent. Der Planungsdezernent Josef erreicht 32,2 Prozent.

Deutlich dahinter liegt demnach die Kandidatin der Grünen, Manuela Rottmann (50), mit 18,9 Prozent. Yanki Pürsün (50) von der FDP kommt in der Umfrage auf 8,8 Prozent. Immerhin 25 Prozent der Befragten gaben an, noch nicht zu wissen, wen sie wählen.

Am kommenden Sonntag wird in Frankfurt ein neues Stadtoberhaupt bestimmt. Insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten gehen ins Rennen. Bekommt niemand im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit, entscheidet eine Stichwahl am 26. März.

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In der Umfrage wurde auch nach den größten Problemen der Stadt gefragt. Demnach beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger vor allem das Thema Wohnen (48,3 Prozent), gefolgt von Verkehr (31,4 Prozent) sowie Müll/Sauberkeit/Lärm (18,7 Prozent).

Eigentlich hätte Frankfurt erst 2024 einen neuen OB gewählt

Im November 2022 wurde Frankfurts ehemaliger Oberbürgermeister Peter Feldmann (64, SPD) abgewählt.
Im November 2022 wurde Frankfurts ehemaliger Oberbürgermeister Peter Feldmann (64, SPD) abgewählt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Wahlberechtigt sind Deutsche und EU-Staatsbürger, die am Abstimmungstag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt haben. Das sind derzeit rund 512.000 Menschen.

Eigentlich sollte in der Stadt erst kommendes Jahr gewählt werden. Doch der bisherige OB Peter Feldmann (64) hatte wegen der Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und diverser Ausrutscher Vertrauen verspielt und war im November 2022 abgewählt worden.

Kurz darauf wurde der SPD-Politiker wegen Vorteilsannahme in der AWO-Affäre zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Die Geschäfte führt seit der Abwahl Feldmanns Stellvertreterin, die Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg (58). Die übliche Amtszeit für einen OB in Frankfurt beträgt sechs Jahre.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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