Hamburg - Am frühen Sonntagmorgen klickten in der Hansestadt plötzlich die Handschellen: Gegen 7.10 Uhr nahmen Bundespolizisten im S-Bahnhof Reeperbahn einen Mann fest.
Dieser wurde bereits per Haftbefehl gesucht. Der 58-Jährige war den Beamten der Einsatzeinheit Einzeldienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg im Rahmen einer Zivilfahndung aufgefallen und erkannten ihn sofort als gesuchte Person wieder.
Eine anschließende Überprüfung der Personalien bestätigte den Verdacht: Gegen den Mann lag ein aktueller Vollstreckungshaftbefehl vor.
Der türkische Staatsangehörige sei wegen schwerer Straftaten verurteilt, darunter das Inverkehrbringen von Falschgeld, versuchter gewerbsmäßiger Betrug sowie Diebstahl mit Waffen. Insgesamt habe er noch eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zu verbüßen.
Besonders ungewöhnlich: Bei seiner Festnahme trug der Mann einen Hund auf dem Arm. Auf Nachfragen der Bundespolizisten konnte er jedoch keinerlei Angaben zu dem Tier machen – weder zur Herkunft noch zu den Eigentumsverhältnissen.
Auch Name und Rasse des zutraulichen Hundes blieben zunächst ein Rätsel. Die Beamten übernahmen das Tier, stellten es sicher und übergaben es anschließend an ein Tierheim.
Nach Festnahme eines gesuchten Mannes: Weiteres Verfahren gegen ihn eingeleitet
Der 58-Jährige selbst wurde zunächst aufs Revier gebracht. Ein Amtsarzt bestätigte dort die Gewahrsamsfähigkeit. Nach Abschluss aller bundespolizeilichen Maßnahmen ging es für den Verurteilten weiter in die Untersuchungshaftanstalt.
Doch damit nicht genug: Zusätzlich leiteten die Beamten ein weiteres Strafverfahren gegen den Mann ein – diesmal wegen des Verdachts der Unterschlagung. Die weitere Strafverfolgung führt nun der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.