Nach Amoklauf bei Zeugen Jehovas mit acht Toten: Gedenkfeier für Opfer

Hamburg - Rund zweieinhalb Wochen nach dem Amoklauf bei den Zeugen Jehovas mit acht Toten in Hamburg gedenkt die Glaubensgemeinschaft am Samstag (15 Uhr) den Opfern der Tat.

Bei dem Amoklauf kamen acht Menschen ums Leben, darunter ein ungeborenes Kind.
Bei dem Amoklauf kamen acht Menschen ums Leben, darunter ein ungeborenes Kind.  © Christian Charisius/dpa

Die Feier findet nach Angaben der Zeugen Jehovas in der Alsterdorfer Sporthalle statt.

Neben den Angehörigen der Hinterbliebenen und der überlebenden Opfer seien 53 Hamburger Gemeinden von Jehovas Zeugen eingeladen sowie Vertreter aus Politik und Behörden. Auch Bürgermeister Peter Tschentscher (57, SPD) will teilnehmen.

Nach einem Gottesdienst wird den Angaben zufolge ein Verantwortlicher des Zweigbüros Zentraleuropa die Gedenkansprache halten. Ebenfalls zu Wort kommen werde ein Mitglied der Leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen. Im Anschluss hätten die Vertreter von Stadt und Land die Möglichkeit, sich an die Angehörigen zu wenden.

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Die christlichen Kirchen haben bereits am vergangenen Sonntag in der Hauptkirche St. Petri mit einer ökumenischen Veranstaltung der Opfer gedacht. Mit der glaubensübergreifenden Gedenkveranstaltung wollten die Hamburger Kirchen der Trauer einen Raum geben und Trost und Fürsorge spenden. Die Zeugen Jehovas unterstützten das Gedenken, nahmen selbst aber nicht an der Trauerfeier teil.

Der 35 Jahre alte Philipp F. hatte vor gut zwei Wochen bei einer Gemeindeversammlung der Zeugen Jehovas in Hamburg sieben Menschen getötet - darunter ein ungeborenes Kind. Anschließend brachte er sich selbst um. Neun Menschen wurden bei der Amoktat verletzt.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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