Kleines Seehundbaby auf Schwimmsteg entdeckt: Retter nennen es "Fiete"

Hamburg - Zwischen Industrie, Containern und Bootslärm: Ein ungewöhnlicher Anblick sorgte am späten Montagnachmittag für große Verwunderung und einen tierischen Rettungseinsatz. Auf einem Schwimmsteg im Hamburger Hafen wurde ein geschwächtes Seehundbaby gefunden.

Das kleine Seehundbaby hatte sich offenbar verlaufen und landete völlig erschöpft auf einem Schwimmsteg.
Das kleine Seehundbaby hatte sich offenbar verlaufen und landete völlig erschöpft auf einem Schwimmsteg.  © citynews

Wie ein Reporter vor Ort mitteilte, bemerkten Mitarbeiter am Hafen ein ungewöhnliches Tier auf einem ihrer Schwimmstege.

Bei näherem Hinsehen war klar: Es handelt sich um einen sogenannten Heuler - ein junges Seehundbaby, das offenbar von seiner Mutter getrennt wurde.

Sofort alarmierten die aufmerksamen Entdecker die zuständigen Stellen.

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Noch am selben Nachmittag rückte der bekannte Hamburger Schwanenvater Olaf Nieß (58) gemeinsam mit seinem Team an, um sich dem kleinen Tier anzunehmen.

Heuler "Fiete" blieb zum Glück unverletzt

Helfer retten das geschwächte Tier und bringen es in eine Aufzuchtstation.
Helfer retten das geschwächte Tier und bringen es in eine Aufzuchtstation.  © citynews

Laut Informationen des Reporters machte der kleine Seehund keinen verletzten, aber einen deutlich geschwächten Eindruck.

Das Tier wurde behutsam eingefangen und sicher in einer Transportbox zur Seehundstation nach Friedrichskoog gebracht, wo es jetzt professionell aufgepäppelt wird.

Das Ziel besteht darin, den Heuler gesund und kräftig zu pflegen, sodass er in einigen Wochen wieder in die Nordsee zurückkehren und in seiner natürlichen Umgebung frei und selbstständig leben kann. Die Retter tauften den kleinen Seehund Angaben zufolge den Namen "Fiete".

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Immer wieder verirren sich junge Seehunde aus der Nordsee über Flussläufe bis in den Hafen. Die Ursachen sind vielfältig: starke Strömungen, Stress durch Schiffe oder Tourismus, Krankheiten oder auch schlicht Pech.

In jedem Fall gilt: Nicht anfassen! Wer einen Heuler entdeckt, sollte ihn keinesfalls stören, sondern die zuständigen Behörden oder Tierschutzeinrichtungen informieren.

Titelfoto: citynews

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