Alsterschwäne dürfen Zeltlager endlich wieder verlassen: Wie geht es den Tieren nach dem Winter?

Hamburg - In wenigen Tagen heißt es für die Alsterschwäne endlich wieder: Paddeln und Planschen! Bevor sie am Dienstag wieder aufs Wasser gebracht werden, dürfen sie vorher bereits Schritt eins der neuen Freiheit genießen.

Bereits am Freitag hat Schwanenvater Olaf Nieß die Tiere am Eppendorfer Mühlenteich aus dem Zelt gelassen.
Bereits am Freitag hat Schwanenvater Olaf Nieß die Tiere am Eppendorfer Mühlenteich aus dem Zelt gelassen.  © Jonas Walzberg/dpa

Nachdem die Hamburger Alsterschwäne in den vergangenen Wochen und Monaten zum Schutz vor der Vogelgrippe unter Zelten ausharren mussten, dürfen sie nun endlich wieder unter freiem Himmel paddeln.

"Wir haben sie heute auf den Mühlenteich entlassen, damit sie sich drei Tage eingewöhnen können", sagte Olaf Nieß vom Hamburger Schwanenwesen der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Der sogenannte Schwanenvater und sein Team betreuen die rund 90 Höckerschwäne, die auf den Gewässern der Stadt unterwegs sind. Am Dienstag sollen die Tiere schließlich auch das Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich verlassen können. Dann werden sie - meist beobachtet von vielen Schaulustigen - wieder auf die Außenalster und ihre Kanäle und Nebenflüsse entlassen.

Hamburg: Mitschüler und mehr als 100.000 Unterschriften verhindern Abschiebung von 18-Jährigem
Hamburg Lokal Mitschüler und mehr als 100.000 Unterschriften verhindern Abschiebung von 18-Jährigem

Über den Winter habe es keinen Fall von Vogelgrippe im Quartier gegeben. "Toi, toi, toi -dieses Jahr sind wir wirklich sehr gut durch die Wintersaison gekommen. Die Tiere sind in einem hervorragenden Zustand", sagte Nieß.

Er hoffe darauf, dass bald der Neubau für das Schwanenwesen kommt, da die Zeltanlage sehr arbeitsintensiv und die Betreuung eine Herausforderung sei.

Die Alsterschwäne gelten als eines der Wahrzeichen Hamburgs

Unter den Schwänen sind etwa 20 Jungtiere, die an ihrem noch grauen Gefieder zu erkennen sind. Nieß ging davon aus, dass in den kommenden ein, zwei Jahren wieder der übliche Bestand von rund 120 Höckerschwänen erreicht wird. Im vergangenen Jahr hatten die Vogelgrippe und ein Bakterium den Bestand schrumpfen lassen.

Die Alsterschwäne gelten als eines der Wahrzeichen Hamburgs. Sie werden seit Jahrhunderten in der Hansestadt gehegt und gepflegt.

Dafür wurde mit dem Hamburger Schwanenwesen 1674 eigens eine städtische Dienststelle mit dem Amt des Schwanenvaters eingeführt.

Titelfoto: Jonas Walzberg/dpa

Mehr zum Thema Hamburg Lokal: