Kostet der Zugang zur Aussichtsplattform der Elbphilharmonie bald Eintritt?
Von Carola Große-Wilde
Hamburg - Die Stadt Hamburg erwägt, künftig doch Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie zu nehmen.
"Das ist eine Diskussion, die wir gerade intensiv führen", sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) im Interview mit NDR 90,3. Als Grund nannte er den Kostendruck.
Das gesamte Geschäftsmodell der Elbphilharmonie sei seinerzeit darauf ausgerichtet gewesen, die Plaza zu bewirtschaften.
"Wir haben immer gesagt, dass die Plaza nur bis auf Weiteres eintrittsfrei bleibt", sagte Brosda. Hamburg müsse momentan 3,6 Millionen Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe dafür einsetzen, dass die Elbphilharmonie auf einen Eintritt für die Aussichtsplattform verzichtet.
"Wenn ich vor der Wahl stehe, bei Kunst und Kultur sparen zu müssen, um Eintrittsfreiheit auf der Plaza ermöglichen, oder mehr Kultur ermöglichen zu können, wenn ich die Plaza mit einem Eintritt bepreise, bin ich im Lager derjenigen, die sagen: Lass uns einen Plaza-Eintritt nehmen!", sagte der Senator.
Seit 2026 ist der Eintritt zur Plaza kostenlos
Über einen möglichen Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie wurde schon öfter diskutiert. Entsprechende Überlegungen wurden jedoch immer wieder verworfen.
Vor allem die Linken in der Hamburger Bürgerschaft hatten darauf bestanden, dass der Zugang zur Plaza kostenlos bleibt.
Der spontane Besuch der Plaza ist seit ihrer Eröffnung im November 2016 kostenlos. Lediglich für die Buchung eines Besuchstermins werden zwei Euro erhoben.
Laut NDR 90,3 plant die Elbphilharmonie offenbar unterdessen, die Plaza aufzuwerten. So soll in den Räumen des Restaurants eine Musik-Erlebniswelt entstehen.
Kultursenator Brosda bestätigte entsprechende Überlegungen der Elbphilharmonie, ohne Einzelheiten zu nennen.
Titelfoto: Christian Charisius/dpa

