Mann schläft auf Sitzbank am Bahnsteig: Kurze Zeit später liegt er auf dem Gleis
Hamburg - Heftiger Zwischenfall mitten in der Nacht: Ein 36-jähriger Mann ist in der Nacht zu Sonntag im Bahnhof Hamburg-Harburg in den Gleisbereich gestürzt.
Nach ersten Erkenntnissen bemerkte ein 37-jähriger Bahnreisender gegen 3.54 Uhr am frühen Sonntagmorgen einen Mann im Bereich von Gleis 11.
Sofort griff der Zeuge zur Notrufsäule und alarmierte die Polizei. Als die Bundespolizisten eintrafen, zeigte sich schnell, wie stark der Mann alkoholisiert war. Er konnte kaum noch sicher stehen oder gehen, teilten die Beamten am Montag mit.
Weil er nicht mehr in der Lage war, sich selbstständig fortzubewegen, nahmen die Beamten ihn in Gewahrsam. Bei dem Sturz hatte sich der 36-Jährige unter anderem eine Platzwunde am Kopf zugezogen.
Zudem klagte er über Schmerzen an Händen und Beinen. Ein Rettungswagen brachte ihn deshalb zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Wie schwer die Verletzungen tatsächlich sind und wie sich der Gesundheitszustand des Mannes inzwischen entwickelt hat, teilte die Bundespolizei nicht mit.
Betrunkener Mann stürzt auf Gleis: Andere Reisende eilten zu Hilfe
Was kurz vor dem Sturz passiert war, konnten die Ermittler später anhand der Videoaufnahmen und der Zeugenaussage nachvollziehen: Der 36-Jährige hatte zunächst auf einer Sitzbank am Bahnsteig geschlafen. Als er aufwachte, war er offenbar stark orientierungslos und torkelte in Richtung Gleis. Dabei stürzte er ohne Einwirkung anderer Personen auf die Schienen.
Der 36-Jährige versuchte anschließend, sich selbst aus dem Gleisbereich zu retten. Doch der Versuch misslang. Er fiel erneut zurück auf die Gleise. Schließlich kamen ihm andere Reisende zu Hilfe. Die bislang unbekannten Helfer schafften es, den Mann wieder auf den Bahnsteig zu bringen.
Am betroffenen Bahnsteig herrschte zum Zeitpunkt des Sturzes regulärer Zugverkehr. Ein einfahrender Zug hätte für den 36-Jährigen zur tödlichen Gefahr werden können, teilte die Polizei weiter mit.
Daher warnte die Hamburger Bundespolizei erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen.
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

